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Theater

Tecklenburg Open-Air Saison 2011

Der Musical-Sommer 2011 in Tecklenburg kann beginnen © Jürgen Heimann
Musical-Programm Tecklenburg 2011:
Musical Meets Pop 2011 in Tecklenburg © Heiner Schäffer
Musical Meets Pop,
Crazy For You 2011 in Tecklenburg © Heiner Schäffer
Crazy For You und
Jesus Christ Superstar 2011 in Tecklenburg © Heiner Schäffer
Jesus Christ Superstar

Tecklenburg pendelt mit dem Programm 2011 zwischen Golgatha und Wildem Westen

Die Tecklenburger Freilichtspiele laufen sich warm. Nur noch wenige Wochen bis zum Start in die neuen Spielsaison, die traditionell immer schon an Pfingsten beginnt, am zweiten Feiertag, dem Montag. Die Musical meets Pop-Gala markiert auch diesmal wieder den klangvollen Auftakt der sommerlichen Aufführungsreihe, die 2011 von der Gershwin-Revue Crazy for You (Premiere 25. Juni) und dem Webber-Klassiker Jesus Christ Superstar (ab 29. Juli) geprägt wird. Mit dem Kinder- und Familienstück Peter Pan tragen die Macher ab 22. Mai den Interessen ihrer kleineren Gäste Rechnung.

Musical-ische Hochkaräter beim Saisonstart zu Pfingsten

Für die Eröffnungsveranstaltung am 13. Juni schöpfen die Haus- und Bühnenherren um Intendant Radulf Beuleke  wieder aus dem Personalfundus musicalischer Hochkaräter. Pia Douwes, die First Lady des europäischen Musicals, führt die Liste der Stars an. Auf selbiger stehen ferner so populäre Namen wie der des Tecklenburg-Debütanten Jan Ammann und der der Päpstin Sabrina Weckerlin. Im Aufgebot ferner Patrick Stanke, Anne Welte, Marc Clear, Sascha Krebs, Marc Seitz und Filipina Henoch.  Das wird ein Fest! Und das beginnt an diesem Tag bereits um 18 Uhr.  Klaus Hillebrecht und seine Band bestellen das Feld für den dreistündigen Melodiemarathon, der eine spannende Mischung  an Hits und Perlen aus Pop, Rock und Musiktheater beinhaltet. Dass die Veranstalter bei dieser Gelegenheit „ganz nebenbei“ auch PR in eigener Sache bzw. für die beiden anstehenden Hauptstücke machen wollen, versteht sich von selbst. Nicht von ungefähr sind singen und tanzen die Hauptdarsteller aus Crazy for You und J.C. in der ersten Reihe.

Alte Bekannte und neue Gesichter

Sir Andrews Rock-Oper um die letzten Tage Jesu wird  in der neuen Saison  nach 2001 und 2002 zum dritten Male in „Teck“ aufgeführt, diesmal freilich in einer kompletten Neuinszenierung. Die wird von Marc Clear verantwortet, der damit nach den 3 Musketieren im Vorjahr seine zweite Regiearbeit im Münsterland abliefert. Clear wird auch selbst als Pilatus zu sehen und zu hören sein.  Den Titelpart haben die Verantwortlichen Patrick Stanke anvertraut, der damit nach Jekyll & Hyde und Aida (Radames) seine dritten Hauptrolle an Deutschlands Sommer-Broadway übernimmt. Mischa Mang trägt  als Judas den vom Script her konturenreichsten Part des Stücks; als Maria-Magdalena begegnet uns die Niederländerin Femke Soetenga. Auf alte und beliebte Bekannte stößt das Publikum auch auf anderen Positionen des mit Bedacht ausgewählten Ensembles. So sind „D’Artagnan“ Thomas Hohler als Simon Zelotes, Adrian Becker als Herodes und Stefan Poslowski als Annas mit von der Partie. Musikalische Leitung: Klaus Hillebrecht.

Da steppt der Bär: Shim Sham, Maxi Fords und Cramp Rolls

Aber ehe der Messias gekreuzigt wird, steppt an gleicher Stelle erst mal der Bär. Die turbulente und temporeiche Wild-West-Komödie Crazy for you ist ein krasser Kontrapunkt zum hochdramatischen Krimi um den Tod des Judenkönigs. Karohemden, Boots, Cowboyhüte, Walzer, Swing und viele, durch kleine Metallplatten unter den Schuhsohlen der Akteure verstärkte „Klacks“ zwischen „Shim Sham“, „Maxi Fords“ und „Cramp-Rolls“ - und wie die Schrittkombinationen beim  Step- oder Tap Dance (Französisch: Claquettes)  auch immer heißen mögen - verdichten sich zu einem Parforceritt überschwänglicher Lebensfreude und guter Laune.

George Gershwin hat dieses Werk so, wie es heute in aller Welt gerne aufgeführt wird, nie erlebt. Es entstand in dieser überarbeiteten Fassung erst  1991/92, indem die Ur-Vorlage „Girl Crazy“ unter strenger Aufsicht der Erben um weitere Hits des genialen Komponisten angereichert wurde.  „I got Rhythm“  oder „They can’t take that away from me“ sind die bekanntesten Melodien daraus.  Kurz gesagt geht es darum,  dass die Einwohner eines verschlafenen Kaffs in der Prärie von Nevada eine Musicalshow zur Rettung ihres Theaters auf die Beine stellen.  Turbulente Lovestory und gleich mehrere Happyends inklusive.  Bobby Child, reicher Spross einer Bankerfamilie,  soll das klamme Haus abwickeln,  hat aber insgeheim selbst Bühnenambitionen, verliebt sich in Polly, die hübsche Tochter des Theaterdirektors, und …. Den Rest kann man sich denken – oder auch nicht.

Reinhard Brussmanns Einstand im Münsterland

Auch für diese Inszenierung, bei der Andreas Gergen und Christian Struppeck Regie führen, haben die Tecklenburger ein starkes Darstellerteam gecastet.  Dazu zählen u.a. Marc Seitz (Bobby Child), Filipina Henoch (Polly) und vor allem Bonifatius Reinhard Brussmann, der damit als Theaterdirektor Everett Baker seinen Einstand auf dem Balkon des Münsterlandes gibt. Auch die unvergleichliche Anne Welte ist wieder mit von der Partie, ferner Bettina Mönch, Mathias Schlung und Frank Winkels, um nur einige zu nennen. Musikalischer Leiter ist Tjaard Kirsch, für das passende peppig-schwungvolle Bewegungsvokabular zeichnet der Sänger, Tänzer und Choreograf Danny Costello verantwortlich.

Mit großem Chor und großer Statisterie

Bei beiden Produktionen können die Freilichtspiele wieder ihre hauseigenen Trumpfkarten ausspielen, um die die Konkurrenz sie so beneidet: Den großen Chor und die große Statisterie. Da kommt Leben in die Bude, da füllt sich die weitläufige Bühne mit bis zu 150 Akteuren. Sowohl J.C. als auch CfY bieten Raum genug  für  eindrucksvolle, personalintensive Aufzüge dieser Art.

© by Jürgen Heimann