Musical Rent
Musical Rent
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CD

Technische Daten:

Original Cast CD Musical Rent mit John Partridge, Alex Melcher, Peti van der Velde, Irina Alex
Live-Gesamtaufnahme der deutschen Erstaufführung des Musicals Rent (2 CD); Musik: Jonathan Larson; Texte: Jonathan Larson (deutsch von Heinz Rudolf Kunze); 1. Akt: 77 min, 59 sec; 2. Akt: 55 min, 10 sec; Sony Music Entertainment “Epic” 1999

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Rent Musical CD - Deutsche Gesamtaufnahme

Musical Rent, moderne Fassung der klassischen Oper La Bohème

Das Musical Rent ist die zeitgemäße Aufarbeitung der klassischen Oper La Bohème von Puccini. Im heutigen New York stirbt man allerdings nicht mehr an Schwindsucht, sondern an Aids.

Handlung des Musicals Rent

Die Bewohner eines Lofts im Musical Rent sind deshalb auch vornehmlich (Ex-) Junkies, Schwule und Lesben, allesamt abgebrannte Künstler, die die Miete für die gemeinsame Wohnung zusammenkratzen müssen. Durch New Age Performance und Fernsehberichte schafft man sich schließlich eine Existenzgrundlage, während der Musiker immer noch den Song komponieren will, der ihn unvergeßlich macht (hier gibt es in Anlehnung an die klassische Vorlage die E-Gitarren Version von “Musettas Walzer”).

Drei Love Stories sind die Grundpfeiler der tragischen Geschichte: Roger lernt die drogensüchtige Mimi kennen, will sich aber nicht binden, da er erst vor kurzem seine HIV-positive Freundin durch Selbstmord verloren hat; Mark hat gerade seine Freundin Joanne an Maureen verloren, doch Maureen schaut auch anderen Frauen hinterher, wodurch es oft zu Eifersüchteleien kommt; Tom ist frisch verliebt in Angel (der schönste Love-Song der Show “Ich deck dich zu” wird von den beiden Männern gesungen), doch Angel erliegt schon bald der Immunschwäche.

Starker Toback für das deutsche Publikum, die mit dieser Thematik nicht ganz so gut zurechtkommen wie die Amerikaner, denn dort räumte das Musical Rent von Jonathan Larson, der kurz vor der Premiere selbst an Aids verstarb, 1996 nicht nur den Pulitzer Prize, sondern auch 6 Tony Awards und zahlreiche andere Kritikerpreise ab. Mit mäßigem Erfolg spielte das Musical zunächst im Düsseldorfer Capitol Theater, ging dann auf Deutschlandtournee und soll in Berlin noch weitere Aufführungen bekommen.

Stilgerecht wird die Musik von einer kleineren Rockband gespielt. Trotzdem finden sich einige eingängige Songs, wie “Glanz und Glory” und “Nur Liebe bleibt” wieder, die in Amerika bereits ins feste Repertoire einiger Musicalkünstler aufgenommen wurden. Die restlichen Stücke sind nicht gerade eingängig, besitzen im Zusammenhang der Show aber ein kraftvolles Potential, das sich dem Hörer bei häufigerem Abspielen der CD auch erschließen kann. In der deutschen Übersetzung von Heinz Rudolf Kunze wirken einige Texte jedoch unnatürlich steif, denn die deutsche Sprache mag oft nicht zum typisch amerikanischen Ghetto-Slang passen - “I´ll Cover You” bedeutet schließlich auch mehr als das plumpe “Ich deck dich zu”.

Die Künstler der Aufnahme haben alle eine nette Rock-Röhre, wenn auch die Stimme von Peti van der Velde als Mimi bei “Raus heut nacht” fast unangenehm überstrapaziert wirkt. John Partridge als Roger ist stimmlich zwar exzellent besetzt, jedoch weist sein britischer Akzent leichte Verständnisprobleme auf. Völlig unverständlich bleibt Pheton Quirante als Angel - hier hilft nur das Mitlesen des Textes im vollständigen Libretto, welches durch ein Fotobuch mit farbigen Abbildungen aus der Show ergänzt wird.

Eigentlich sollte man diese Doppel-CD des Musicals Rent nicht einfach so nebenbei zum Kaffee hören, sondern sich auf das Stück konzentrieren. Dann ist sogar bei Maureens Performance “Die fliegende Kuh” eine Menge Spaß vorprogrammiert: Muuuh!

Fazit: Das Musical Rent ist das moderne La Vie Boheme in unamerikanisch-deutscher Übersetzung als starke Rock-Oper.

Mehr über das Musical RENT bei den Theater-Kritiken!

© by Stephan Drewianka, Musical-World.de

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