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Musical Der Schlüssel in Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in Duisburg © Stephan Drewianka
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Weltpremiere des Fantasy-Musicals „Der Schlüssel“ in der Rheinhausenhalle Duisburg

Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
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Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
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Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka
Musical Der Schlüssel in der Rheinhausenhalle Duisburg © Stephan Drewianka

Handlung des mystischen Fantasy-Musicals Der Schlüssel

Das 14-jährige Waisenkind Lilly Clé (Nicole Kuhnke) erfährt in England, dass in Frankreich ihre Tante Sylvia (Anika Ehlers) und Onkel Victor (Dennis Schäfer) leben. Als Lilly am Schloss am Rand der Welt eintrifft, findet sie in Gärtner Pete (Sebastian Ivartnik), Gouvernante Sarah (Sonja Alefs) und Köchin Margreth (Sonja Röhricht) zwar Freunde, doch um Onkel und Tante rankt sich ein düsteres Geheimnis, seit deren 3-jährige Tochter Nell vor Jahren spurlos verschwand. Die geistig verwirrte Sylvia trägt einen mysteriösen Schlüssel um den Hals, der nach Lillys Ankunft verschwindet, um danach in Lillys Nähe wieder aufzutauchen. Pete überredet Lilly, zusammen mit Sarah und Margreth im verbotenen Nordflügel nach dem passenden Schloss zu suchen. In Nells ehemaligem Zimmer öffnet der leuchtende Schlüssel eine verborgene Tür und eine Lichtgestalt aus Lillys Träumen erklärt ihr, dass ihre wahre Heimat die Welt Argonan ist, die nun von dem bösen Bazriel (Dennis Schäfer) unterjocht wird, der ganze Völker auslöscht und nur von der Auserwählten Lilly aufgehalten werden kann. Lilly will ihre Bestimmung annehmen und zusammen durchschreiten die vier Freunde die Tür zur Welt von Argonan. 

Dort treffen sie auf ein liebenswertes Geschöpf, den mausartigen, kleinen Momp (Benjamin Hübbertz-Ivartnik), der sie ins idyllische Dorf der Momperi führt, das aber von den geflügelten Nächtlern angegriffen wird. Als Pete und Margreth im Kampf zu unterliegen drohen, bekommen sie unerwartet Hilfe vom Heerführer der Satyre Kerberos (Sebastian Modrow) und Lithalil (Mareike Janß), die die eydische Armee anführt. Als die Nächtler in die Flucht geschlagen sind, erklärt Lithalil, dass es ihre Aufgabe sei, das Kind der Prophezeiung Lilly sicher nach Eylsidon zu bringen, um mit Hilfe der Satyre in den Kampf zur Befreiung Argonans zu ziehen. 

In Eylsidon treffen die Gefährten auf die Königin der Eyda Gayia (Maike Lippert), die Lilly von ihrer Mutter Sophie (Patricia Kepert) erzählt, die als Schlüsselträgerin mit ihrer Lebensenergie eine Pforte zu einer anderen Welt öffnete, um ihr Baby vor Bazriel zu schützen. Lilly, die auf ihrem Arm das Mal eines Schlüssels trägt, erkennt, dass sie ebenfalls eine Schlüsselträgerin ist. In der Stadt der Toten Minyas soll sie das Orakel Chorus (Dennis Schmidl) befragen, wie der dunkle Herrscher gestürzt werden kann. Bazriel schickt seine beste Assassine Nereide (Melanie Reich), um Lilly zu bekommen. In den Wäldern von Kallmar bezirzen die Niphren die Gefährten mit ihren hypnotischen Gesängen und Pete rettet Lilly in allerletzter Sekunde aus den Fängen der Waldhexen. Doch Sarah ist verschwunden und Margreth und Kerberos wollen sie suchen, während Lilly mit Pete, Lithalil und Momp weiter zum Orakel nach Minyas ziehen, von dem Lilly ihre Bestimmung erfährt. Doch in der Nacht wird Lilly von Nereide und den Nächtlern entführt. Vor der dunklen Festung Degoral sieht Nereide Lillys alte Puppe, die sie aus einem früheren Leben wiederzuerkennen glaubt. Im Gefängnis erscheint der verzweifelten Lilly ihre Traumgestalt, die sich als ihre Mutter Sophie zu erkennen gibt und ihrer Tochter neuen Mut gibt. Lilly wird Bazriel vorgeführt, der von ihr verlangt, alle Weltentore gleichzeitig zu öffnen, um das dort als Spiegelbild gefangene, uralte Böse zu befreien und zu entfesseln. Als Lilly die Stimmen ihrer Freunde hört, die gekommen sind, um gegen Bazriel in die entscheidende Schlacht zu ziehen, muss Lilly eine folgenschwere Entscheidung treffen, um alle Welten zu retten…

PRO-YOU Gründer erfüllen sich Traum eines Fantasy Musicals

Mit dem Mystical „Der Schlüssel“ erfüllen sich die Komponisten und Texter Sebastian Ivartnik und Benjamin Hübbertz-Ivartnik zusammen mit Michaela Rückert und ihrem Musicalverein P.R.O.-Y.O.U. ihren Traum eines eigenen Fantasy-Musicals, an dem sie seit 2007 arbeiteten. Das Team konnte bei diesem Mammutprojekt auf die Erfahrung ihrer drei ersten Musicals „Flügel“, „Verliebt, Verlobt, Verlassen“ und „Das Lazarett“ zurückgreifen, was man von der ersten bis zur 180sten Minute des Mysticals merkte.

Beeindruckende Kulissen, Kostüme und Masken

Für die unterschiedlichen Spielstätten der Handlung wurden beeindruckende Kulissen gebaut: der Schlafsaal eines Waisenhauses, ein französisches Schloss aus dem 18. Jahrhundert (Außenfront mit Garten, Empfangshalle mit Freitreppe, Salon, Schlafgemächer, Küche), ein schnuckeliges Dorf der Momperi, ein leuchtender Kristallbaum von Eylsidon, die gefährlichen Wälder von Kallmar, der Friedhof des Totenbeschwörers Chorus, ein Gefängnis in Degoral und die düsteren Hallen Bazriels füllten insgesamt sechs LKW-Ladungen. Bühnenumbauten während des Stückes wurden geschickt und unbemerkt vor geschlossenem Vorhang durchgeführt, während die Handlung vor dem Vorhang weiterlief. Mindestens genauso imposant wie die Kulissen waren Kostüme und Masken. Für 19 Hauptrollen und das restliche Ensemble, das insgesamt über 50 Personen pro Abend beschäftigte, wurden aufwändige Kostüme mit rund 200 Arbeitsstunden pro Kleid in Handarbeit seit 2010 gefertigt.

Fabelwesen Argonans mit Spezialeffekten

Für die Fabelwesen Argonans, die teilweise auf Stelzen gingen oder auf Knien rutschten, wurden exotische Materialien und Accessoires verarbeitet und einige mit Spezialeffekten (leuchtende Krallen, LED-Lichter, bewegliche Flügel) versehen. Sorgfältig wurden die einzelnen Völker Argonans in Szene gesetzt, wobei aus bekannten Vorlagen der Fantasy-Literatur Anregungen geschöpft wurden. Die mausartigen Momperi sind pfiffig und knuddelig und ersetzen wie die Schlümpfe willkürlich Verben durch das Wort „mompen“. Die Eyda sind eine Mischung aus spitzohrigen Elfen und Disneys Eiskönigin mit eigener Hochsprache, die sich trotzdem vom „Herrn der Ringe“ unterscheiden. Orakel Chorus ist ein trottelig-ängstlicher Totenbeschwörer mit Anleihen von Jack Skeleton aus „Nightmare Before Christmas“, die pferdefüßigen Satyre kennt man aus der Mythologie, Niphren sind belaubte Waldwesen mit harmonischem Sirenengesang, Bazriel ist ein roter Teufel und die Nächtler erinnern an die fliegenden Affen aus dem „Zauberer von Oz“. Argonan ist eine völlig neue Welt, doch durch die Analogien der Figuren fühlt sich der Zuschauer irgendwie zu Hause.

Musik zum Musical Der Schlüssel als Doppel-CD verfügbar

Doch nur schöne Bilder machen noch kein gutes Musical aus. Die Musik zum „Schlüssel“ wurde als instrumentales Halb-Playback aus dem Synthesizer eingespielt. Was sich zunächst billig und flach anhört, entpuppte sich bereits nach den ersten Takten als abwechslungsreiche Partitur mit ungewöhnlicher Fülle an Instrumenten, die mit Klavier, Geigen, Schlagzeug und Trommeln auch Trillerpfeifen und weiterer Klangkörper eine filmreife Hintergrundbeschallung mit sattem Sound abgaben, die kaum besser von einem Live-Orchester hätte gespielt werden können. Benjamin Hübbertz-Ivartnik hat erstmals auch die Dialog-Sequenzen komplett mit Musik unterlegt und auch Klaus Schunke als Erzähler eingesetzt, der die Rahmenhandlung der doch recht komplexen Handlung mit wohlklingender Stimme wie in einem Hörbuch erläuterte. Zur Weltpremiere des Stückes am 17.10.14 lag bereits eine Doppel-CD zum Musical an der Abendkasse bereit.

Eine Kurzkritik zur CD finden Sie hier!

Darsteller auf hohem Niveau vor begeistertem Publikum

Wer die Darsteller dieser Produktion als „Amateure“ bezeichnet, bezieht sich hierbei nur auf die Tatsache, dass hier keine hauptberuflichen Sänger oder Schauspieler auf der Bühne stehen. Denn mit den Jahren hat sich das gesamte Ensemble von P.R.O.-Y.O.U. erstaunlich weiterentwickelt und selbst „Neulinge“ passen sich nahtlos in das recht hohe Niveau ein, das man von diesem Verein geboten bekommt. Steif vorgetragene Texte oder falsch gesungene Töne der wirklich anspruchsvollen Partitur fand man nicht. Es wäre unfair, einzelne Darsteller besonders hervorzuheben und zu loben, zumal der Verein eine ausgesprochen faire Besetzungsstrategie verfolgt. Da jede Rolle von mehreren Personen alternierend besetzt wurde, gab es in der zweiwöchigen Spielzeit mit den sechs nahezu ausverkauften Vorstellungen in der Rheinhausenhalle in Duisburg immer wieder neue Kombinationen agierender Schauspieler, so dass jedes Vereinsmitglied seine gelernte Rolle auch spielen konnte und nicht auf Ausfälle eines Kollegen warten musste. Und auch die vielen ungenannten Helfer hinter den Kulissen, beim Ton und atmosphärischem Licht lieferten eine professionelle Arbeit ab.

Dank der positiven Rückmeldungen zum Stück und dem begeisterten Publikum denkt der Verein über weitere Aufführungen von „Der Schlüssel“ nach, die jedem Fantasy- und/oder Musicalfan nur ans Herz gelegt werden können. Vielleicht gelingt es den Autoren des Mysticals für eine weitere Aufführungsreihe im Jahr 2015 die Story im zweiten Akt noch leichter verständlich zu erzählen oder die Geschichte im ersten Akt etwas zügiger in Gang zu bringen, doch eigentlich möchte man auf keinen einzigen Song dieses 3 stündigen Meisterwerks verzichten.

Text und Fotos: Stephan Drewianka; dieser Bericht erschien ebenfalls in der Musical-Fachzeitschrift Blickpunkt Musical, Ausgabe 73, 6/14 November 2014-Januar 2015

Die CD zum Musical Der Schlüssel im Sound Of Music Shop!

Mystical Der Schlüssel © Stephan Drewianka
Mystical Der Schlüssel © Stephan Drewianka
Mystical Der Schlüssel © Stephan Drewianka
Mystical Der Schlüssel von RRO-YOU © Stephan Drewianka
Mystical Der Schlüssel von RRO-YOU © Stephan Drewianka
Mystical Der Schlüssel von RRO-YOU © Stephan Drewianka