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Musical Romance Romance im Theater

Broadway Musical Romance Romance in Hanau

Romance Romance Musical

Liebe Lust und Leidenschaft: Vom Broadway nach Hessen

Romance Romance ab Februar als deutschsprachige Erstaufführung in Hanau

Zwei an und für sich völlig eigenständige literarische Vorlagen gänzlich unterschiedlicher Autoren zu einem Ganzen zu verschmelzen und daraus ein Musical zu entwickeln, ist eine eher unkonventionelle Vorgehensweise. Ein spannendes Experiment, das den Vätern dieser Idee in den 80-er Jahren gleich mehrere Tony-Nominierungen sowie vier Outer Critics Circle Awards einbrachte. Am New Yorker Off-Broadway geriet „Romance-Romance“ von Keith Herrmann (Musik) und Barry Harman (Texte) zu einem veritablen Erfolg, um dann in Folge an den „Great White Way“ zu wechseln. Am „großen“ Broadway war allerdings dann nach rund 300 Shows Schluss mit lustig. Jetzt, d.h. im Februar nächsten Jahres, kommt die „Doppel -Romanze“ nach Deutschland – ins Hessische. Die Stadt Hanau präsentiert das pointierte, humorvolle Stück als Eigenproduktion in deutschsprachiger Erstaufführung im hiesigen Comoedienhaus Wilhelmsbad, einem wunderschönen, an der Parkpromenade gelegenen Theaterbau. Premiere ist am 21. 2. 2008. Die Inszenierung wird in Folge an ausgesuchten Terminen bis einschließlich 30. Dezember zu erleben sein. Für die adäquate Umsetzung des Ganzen haben die Verantwortlichen das Multitalent Benjamin Baumann (Non(n)sense, Evita, Frau Holle, Die Taffetas, Snoopy) gewinnen können und dürfen sich somit und zumindest in dieser Beziehung auf der sicheren Seite wähnen. Der Allrounder und Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises führt nicht nur Regie, sondern hat auch die Übersetzung ins Deutsche besorgt. Für die Choreografie zeichnet Anita Vidovic verantwortlich, die auch selbst auf der Bühne steht. Die musikalische Leitung obliegt Thomas Lorey.

Der Titel des Stücks lässt es erahnen: Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist die unerschöpfliche Beziehungsthematik. Aus selbiger werden Autoren noch in Jahrtausenden zehren, so es diesen Globus dann überhaupt noch gibt. Das Mit- und Umeinander von Männlein und Weiblein, die Melange zwischen Lust und Frust, Eros, Erfüllung, Enttäuschung, Ab- und Seitensprüngen ist der Stoff, aus dem man solche Konstellationen, Abenteuer und Amouren strickt, wie sie in Romance/Romance erzählt werden. Eine Steilvorlage dafür lieferte ein gewisser Arthur Schnitzler. Auf einer Novelle des österreichischen Dramatikers und Erzählers mit der ausgeprägten Affinität zu Themen, die sich um Ehebruch, heimliche Affären und Frauenhelden ranken, basiert der erste, mit „Die kleine Komödie“ betitelten und im Wien des Jahres 1900 angesiedelten Teil der Inszenierung. Alfred und Josefine, zwei ausgewiesene Vertreter der lokalen High Society, sind es überdrüssig, nur ihres Vermögens oder Status wegen geliebt zu werden und gehen, ohne voneinander zu wissen, als arme Schlucker verkleidet auf Partnersuche. Eine Begegnung der Beiden ist zwangsläufig….

Die zweite Halbzeit („Das Sommerhaus“) stützt sich auf eine Komödie („Das tägliche Brot“) des französischen Schriftstellers Jules Renard und wurde kurzerhand in die Neuzeit verlegt. Schauplatz: Ein idyllisches Sommerhaus auf Long Island, wo sich zwei verheiratete und lang gediente Ehepaare anschicken, die Begriffe Treue und Untreue (für sich) auf amüsante und nachdenkliche Weise neu zu definieren. Die Partitur kommt als (gelungene) Mixtur aus Musical, Pop, Jazz, Operette und Volkslied daher, wobei Komponist Keith Herrmanns im ersten Teil überwiegend in Walzer- und Polkarhythmen schwelgt, während die zweite Hälfte im zeitgemäßen Popsound mit leichten Anklängen von Jazz und gebrochenen Rhythmen im Stil von Sondheims „Company“ gehalten ist. Die Musik wurde für Hanau farbenfroh für eine kleine Besetzung arrangiert. Apropos Besetzung: Für die Rolle der Josefine, die später in Long Island Monica heißt, war „Schwester Maria Amnesia“ Jeanne-Marie Nigl von Anfang an erste Wahl. Der „Liza Minelli des Rhein-Main-Gebiets“ zur Seite stehen Matthias Pagani (Alfred/Sam), Choreografin Anita Vidovic (Sie/Barb) und Christian Schöne (Er/Lenny).

© by Jürgen Heimann

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