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Musical Phantom der Oper

Musical Das Phantom der Oper in Essen

Eine Maske - vier Phantome im Colosseum Theater Essen

Ab 29. September 2005 spielen Ethan Freeman, Uwe Kröger, Thomas Borchert und Ian Jon Bourg in Essen nacheinander das Phantom der Oper im gleichnamigen Musical

Unter diesen Voraussetzungen scheint es keine leichte Aufgabe zu sein, allabendlich die 1640 Plätze des Colosseum Theaters zu füllen. Aber die Stage Entertainment hatte die kluge Idee, die Titelrolle des Phantoms im ersten Jahr gleich mit vier zugkräftigen Prominenten aus der Musicalbranche zu besetzten. Für jeweils drei Monate spielen nacheinander Thomas Borchert, Ian Jon Bourg, Ethan Freeman und Deutschlands Musicalstar Nummer 1 Uwe Kröger, der zwar dem Phantom in der Kinoversion seine Stimme lieh, diesen Part live im Theater aber noch nie verkörpert hat. Und so werden sicherlich die Fans ins Theater strömen, um ihren persönlichen Liebling in der begehrten Musical-Rolle zu erleben.

Inhaltlich hat sich bei der Essener Inszenierung des Musicals Das Phantom der Oper, die sich stark am Hamburger Original orientiert, nicht viel verändert. Anders als beim Musical Starlight Express in Bochum, das in seiner beeindruckend langen Spielzeit häufiger mit neuen Songs, Kostümen und Choreographie aufwartet und so seine Fans immer wieder ins Theater lockt, verließ man sich in Essen völlig auf die Londoner Inszenierung von Harold Prince und fügte nur marginale Änderungen in Choreographie und Bühnentechnik ein, die der Architektur der Krupphalle gerecht werden: Die Bühne wurde komplett um 40 cm angehoben, damit die 281 Kerzen in der berühmten Bootsszene in den Kellergewölben der Pariser Oper wie von Geisterhand aus dem Boden fahren können – die sechs größeren Kandelaber fahren von beiden Seiten ein und tauchen nicht von unten aus dem See auf. Der beeindruckende drei Meter breite Kronleuchter aus 6000 Glaskristallen schwebt trotz seines immensen Gewichtes von über einer Tonne federleicht fast senkrecht an die Hallendecke und hat deshalb bei seinem Sturz am Ende des ersten Aktes nur einen relativ kurzen Weg, den er mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Metern in der Sekunde schneller als gewohnt zurücklegt. Trotz der grünen Stahlträger im sicherlich für ein Theater außergewöhnlichen Ambiente einer Fabrikhalle hat man schon kurz nach der Ouvertüre, die selbst einem eingefleischten Musicalfan nach all den Jahren immer noch eine Gänsehaut beschert, dank der phantastischen Kulissen und dem goldenen Bühnenrahmen wirklich den Eindruck, im Pariser Opernhaus des 19. Jahrhunderts zu sitzen. Die Bühnenmagie des Phantoms mit den 400 prachtvollen Kostümen und den überschwänglichen Kulissen und Requisiten schlägt den Musical-Zuschauer auch nach 19 Jahren immer noch in seinen Bann.

Gerade weil dramaturgisch alles beim alten geblieben ist, konzentriert man sich beim Essener Phantom auf die Darsteller – und die machen ihre Sache wirklich gut. Für viele Schauspieler ist das Essener Engagement nicht die erste Bekanntschaft mit dem entstellten Mann mit der Maske. Dem Phantom Ian Jon Bourg, der auch in der besuchten Vorstellung mit einer faszinierend weichen Interpretation von der ›Musik der Nacht‹ aufhorchen ließ, kommt in der hochrangigen Phantomriege eine Sonderrolle ein, da er den Part nicht nur drei Monate lang in der Erstbesetzung verkörpert, sondern als alternierendes Phantom das ganze Jahr immer wieder einspringen wird. Der gebürtige Hawaiianer hat bereits in Hamburg diese Rolle gespielt und davor schon in drei amerikanischen Tourneeproduktionen das Phantom und Monsieur Andre verkörpert. Herr Bourg denkt beim Phantom der Oper zuerst an Erotik, Gewalt und Zärtlichkeit, trotzdem findet er den Untertitel ›Fatale Begierde‹, mit dem die deutsche Kinofassung beworben wurde, für eine Charakterisierung der Beziehung von Phantom und Christine unpassend: »Es wird keine Liebesgeschichte erzählt, es ist viel komplizierter. Das Phantom ist für Christine eine Ersatz-Vaterfigur und ein Lehrer, der ihr mehr als nur das Singen beibringt. Für das Phantom steht zunächst nur die Musik im Vordergrund. Er ist in Christines Stimme verliebt und unterrichtet sie als körperloser Geist. Erst als Raoul als Konkurrent auftaucht, sieht sich das Phantom in der Ausübung seiner Kunst bedroht und tritt als reale Person in Erscheinung. Bei der ›Musik der Nacht‹ spricht er nicht von Liebe und er berührt Christine gar nicht. Als er auf dem Dach die Liebesbezeugung zwischen Raoul und Christine belauscht, wird er rasend eifersüchtig und schlägt einen ganz anderen Weg ein. Er will sein Werk zerstören oder es für immer allein besitzen. Wenn das Phantom in der letzten Szene tatsächlich sagt, dass er Christine liebt, ist das eigentlich eine große Überraschung. Die Verfilmung erzählt die Geschichte realistischer, während im Theater alles absichtlich überdimensioniert ist: Die Liebe, die Eifersucht und die Rache. Im Theater brauchen wir auch nicht den Rückblick in die Kindheit des Phantoms, um zu erklären, warum das Phantom so geworden ist. Und deshalb ist auch der schöne neue Song ›Dein Weg ist einsam‹ nichts für die Bühnenversion. Der Film war visuell ein Erlebnis, aber Joel Schuhmacher hatte eine andere Intention als Harold Prince bei der Theaterfassung des Musicals. Ich liebe die Bühnenversion wie sie ist und sie funktioniert so wunderbar. Die Rolle des Phantoms ist etwas Einzigartiges und ich liebe diese Herausforderung.« Diese Rollenauslegung merkt man dem sympathischen Darsteller vielleicht sogar stärker als seinen Kollegen auf der Bühne an: Stimmlich und schauspielerisch arbeitet Bourg, dessen Traumrolle der Judas in Webbers Musical Jesus Christ Superstar ist, die Verletzlichkeit eines menschlichen Phantoms stärker heraus als das eifersüchtig mordende Monstrum. Vor direkten Vergleichen mit seinen Kollegen fürchtet sich Bourg nicht: Sein Tipp für Fans und Kritiker ist, das Musical Das Phantom der Oper einfach zu genießen, egal wer es spielt.

Ihm direkt zur Seite steht die Kielerin Anne Görner als Christine Daae, die wie Bourg auch eigentlich aus dem klassischen Fach zum Musical gekommen ist. Görner, die die Christine schon in Stuttgart als Cover spielte, freut sich im kommenden Jahr, in dem sie erstmals in ihrer jungen Karriere eine Erstbesetzung über einen so langen Zeitraum spielen wird, auf ihre unterschiedlichen Partner, die immer wieder neue Aspekte in ihre Arbeit auf der Bühne bringen werden: »Ian kenne ich noch aus Stuttgart, da weiß ich bereits, dass es sehr schön ist, mit ihm zu spielen. Thomas bringt sehr viel Energie auf die Bühne. Ethan habe ich bei der Premierenfeier zum ersten Mal kennen gelernt und mit Uwe habe ich auch noch nicht zusammengearbeitet. Das wird sicher sehr spannend, da jeder seine Persönlichkeit mit in die Rolle einbringt und ich darauf auch anders reagieren muss. Die Rolle der Christine ist sehr facettenreich. Sie fängt als naives Ballettmädchen an, löst sich von ihrem toten Vater und wird erwachsen. Gesanglich ist die Rolle sehr anspruchsvoll und ich kann meine Erfahrung aus meiner klassischen Ausbildung voll einbringen. Ich war auch eingeladen, Christine in der Filmversion des Musicals zu synchronisieren. Im Studio durfte ich einige Takes aufnehmen, die dann gesammelt und nach Amerika geschickt wurden. Leider hat man sich nicht für mich entschieden, aber das hätte ich gerne gemacht. Der Film war toll, auch wenn mir die Rollen im Kino eindimensionaler als auf der Bühne erschienen.« Auch für Frau Görner ist die Bühnenfassung eine runde Sache und einen zweiten Teil des Musicals Das Phantom der Oper, wie Andrew Lloyd Webber sie einmal nach der Romanvorlage von Frederick Forsyths ›Das Phantom von Manhattan‹ geplant und dann verworfen hatte, hält Anne Görner für mehr als überflüssig. Die zierliche angehende Primadonna lässt mit ihrer kraftvollen Mammutstimme die Erinnerung an andere Darstellerinnen in dieser Rolle sehr schnell verblassen und auch darstellerisch schafft sie den Wechsel vom unschuldigen Mauerblümchen zur Femme Fatale mit Bravour.

Nikolaj Alexander Brucker, der trotz seiner Vornamen aus Baden-Baden stammt, spielt den jugendlichen Liebhaber Raoul Vicomte De Chagny genauso, wie es sein soll: Leicht flegelhaft und ungestüm gewinnt er Christines Herz im Fluge. Obwohl Brucker als Gitarrist und Sänger in verschiedenen Rockbands tätig war und sich musicalisch eher beim kleinen Horrorladen zu Hause fühlt, meistert auch er seine Rolle souverän. Herrlich anzuschauen ist das Theaterpärchen Ernst van Lloy als schrulliger Monsieur Firmin und Ulrich Wand als Monsieur Andre. Zusammen mit La Carlotta Laurie Anne McGowan, die ihre Partie gesanglich beinahe zu perfekt und deshalb mit zu wenig italienischer Intensität spielt, einem witzigen Ubaldo (Daniel Brenna) und einer mit Annette Kuhn nicht ganz so steifen, aber dennoch herrischen Madame Giry wird das Septett »Primadonna« zu einem klassischen Ohrenschmaus. Einzig Annabel Knight muss noch etwas an ihrem Akzent feilen, der leider zu australisch und nicht französisch klingt, bevor ihre Meg Giry ebenso perfekt sein wird.

Der einzige Wermutstropfen der sehr gelungenen Essener Musical Aufführung bleibt das mit 23 Personen eigentlich ganz ordentlich besetzte Orchester, das streckenweise zu Synthesizer-synthetisch klingt, was bei einer Oper – auch wenn es sich eigentlich natürlich um ein Musical handelt – nicht passen will. Aber bei einer Long-Run-Produktion kann man nun einmal kein komplettes Symphonieorchester erwarten, jedoch sehnt man sich verwöhnt an das 100-Mann-Spektakel des Soundtracks der Filmversion zurück. Aber lassen sie sich dadurch nicht vom LIVE-Erlebnis abhalten und freuen sie sich auf die wechselnden Phantome im Essener Colosseum!

© Stephan Drewianka, Musical-World.de; diesen Bericht lesen Sie ebenfalls in der BLICKPUNKT MUSICAL, Ausgabe 06/05, November -Dezember 2005


Musical Das Phantom der Oper - Die Besetzung

Phantom der Oper:
Thomas Borchert, Ian Jon Bourg (alternierend), Ethan Freeman, Uwe Kröger, Christian Alexander Müller

Christine Daaé:
Anne Görner, Sandra Danyella (alternierend), Beatrix Reiterer

Raoul Vicomte de Chagny:
Nikolaj Brucker, Lucius Wolter, Christian Müller

Monsieur Firmin:
Ernst van Looy, Antoine Godor, Eberhard Neitzel

Monsieur Andre:
Fernand Delosch/ Ulrich Wand, Daniel Pabst

Carlotta Giudicelli:
Laurie Anne McGowan, Evelyn Werner (alternierend), Patricia Corry

Ubaldo Piangi:
Daniel Brenna, Alexander Sascha Nikolic, Bonifacio Galvan

Madame Giry:
Gabriele Ramm, Annette Kuhn, Marina Edelhagen

Meg Giry:
Annabel Knight

Ensemble:
Ulrike Anders, Patricia Corry, Marina Edelhagen, Steffen Friedrich, Bonifacio Galvan, Antoine Godor, Annette Kuhn, Lars Henry Larson, Eberhard Neitzel, Alexander Sascha Nikolic, Daniel Pabst, Alyssa Preston, Beatrix Reiterer, Ulrich Wand

Ensemble Tanz:
Emma Marie Casey, Alekson Capelesso, Mami Iwai, Roustam Kouramchine, Anna Roura Maldonado, Miki Nakamura, Svetlana Schenk, Renée Weibel

Swings:
Andreas Bühring, Sandra Burchartz, Sandra Danyella, Valeria Khmelnytska, Christian Müller, Dietgard Barbara Nebelung, Reinhard Schulze, Kirsty Wright


Musical Das Phantom der Oper geht in die Verlängerung

Zweite Spielzeit für den Klassiker von Sir Andrew Lloyd Webber - Verlängerung bis Juli 2007 - Uwe Kröger als viertes Phantom bereitet sich auf seine Premiere am 14. Mai vor

Das Musical Das Phantom der Oper  begeistert seit dem 29. September 2005 das Publikum im Colosseum Theater Essen. Auf Grund des großen Erfolgs des Musicalklassikers wird die Spielzeit bis 31. Juli 2007 verlängert. Sir Andrew Lloyd Webber zeigt sich über die Treue des deutschen Publikums, das seinem Phantom der Oper seit Jahren die Treue hält, tief bewegt: „Das deutsche Publikum ist einfach sagenhaft. Ich bin sehr glücklich, dass Das Phantom der Oper auch in Deutschland sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiern wird.“ Die Erfolgsgeschichte des Musicals nach einer Romanvorlage von Gaston Leroux begann mit der Premiere am 27. September 1986 im Londoner Majestic Theater. Seitdem hat das Stück jeden Bühnenrekord gebrochen. Erst im Januar toppte sich Andrew Lloyd Webber selbst, als Das Phantom der Oper mit 7.486 Vorstellungen Cats einholte und seit dem die am längsten gespielte Broadway-Show aller Zeiten ist. Über 100 Millionen Zuschauer weltweit haben die romantische Liebesgeschichte des Ballettmädchens Christine und des Phantoms der Oper bisher live erlebt. In Deutschland gehört Das Phantom der Oper mit bisher über acht Millionen Zuschauern, zu einem der meistgesehenen Bühnenstücke.

Auch in Essen wird das Stück seit seiner Premiere umjubelt. Die Strategie die Rolle des Phantoms mit vier namhaften Musicaldarstellern zu besetzen, ist ein voller Erfolg. Nach Thomas Borchert, Ian Jon Bourg und Ethan Freeman bereitet sich momentan Uwe Kröger auf die Rolle des Phantoms vor. Der gebürtige Westfale stand von 2001 bis 2003 als Tod in Elisabeth auf der Essener Musicalbühne. Premierendatum für Kröger ist der 14. Mai.


Vierter Phantom-Darsteller bereitet sich auf seine Premiere vor

Nach Triumphen in Berlin und Wien wieder in Essen - Premierentermin am 14. Mai – Momentan noch mit Best of Musicals 2006 auf Tournee

Uwe Kröger - Deutschlands Musical-Star Nummer eins - ist zurück im Ruhrgebiet! Nach seinen großen Erfolgen in Wien bei der Europapremiere von The Wild Party und in Berlin als Kardinal Richelieu in der Deutschlandpremiere des Musicals 3 Musketiere kommt Uwe Kröger an den Ort zurück, an dem er als Tod in Elisabeth die Region im Sturm eroberte. Im Essener Colosseum Theater beginnen nun für den gebürtigen Hammenser die Proben für seine Premiere als Phantom der Oper am 14. Mai. Eine Traumrolle für den Künstler, der dem Phantom schon seine Stimme für die deutsche Synchronisation der Hollywoodverfilmung von Joel Schumacher lieh. Eine perfekte Vorbereitung für die Bühnenrolle, wie Kröger bemerkt: „Durch die sehr intensive Arbeit am Film habe ich die Seele des Phantoms schon berührt. Ich kann es kaum erwarten, diese außergewöhnliche Rolle jetzt auch auf der Bühne verkörpern zu dürfen.“ Parallel zu den Proben für Das Phantom der Oper tourt Uwe Kröger mit der Stage Entertainment Gala Best of Musical 2006 als Moderator und Solist durch verschiedene Städte. Nach Stationen in Köln, Leipzig und Berlin stehen noch Frankfurt, Wien und Stuttgart auf dem Programm.

Uwe Kröger ist Deutschlands renommiertester Musicaldarsteller. Charakterrollen wurden im Laufe seiner Karriere immer mehr zu seiner Stärke. Nach seiner Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin spielte er direkt im Anschluss in Starlight Express, The Rocky Horror Show und der Wiener und Amsterdamer Produktion von Les Misérables. 1992 gelang ihm der große Durchbruch in Wien in der Welturaufführung von Elisabeth als Tod unter der Regie von Harry Kupfer.

Seine Karriere setzte er als Originalbesetzung in den erfolgreichsten Musicals fort: den jeweils deutschen Erstaufführungen von Miss Saigon als Chris, Joe Gilles in Sunset Boulevard und als Biest in Disneys Die Schöne und das Biest. Er kreierte die Rolle des Fürsterzbischof Colloredo bei der Welturaufführung von Mozart! und war als Conferencier in Cabaret sowie als Pharao in Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat zu sehen. International beachtet übernahm er am Londoner West End die Titelrolle in Napoleon und verkörperte anschließend in Essen in der Deutschlandpremiere von Elisabeth wieder den Tod. In Österreich feierte er einen fulminanten Erfolg als Burrs in der europäischen Erstaufführung von The Wild Party. Am Berliner Theater des Westens stand er in der Deutschlandpremiere von 3 Musketiere als machtgieriger, aber gottesfürchtiger Kardinal Richelieu auf der Bühne und begeisterte dort mit seinen gesanglichen- und schauspielerischen Leistungen das Publikum.

Uwe Kröger drehte mehrere Fernsehfilme, ist ständiger Gast bei großen Galas sowie TV-Sendungen und ist als Solokünstler auch mit seinen vier CDs wie z.B. „Only The Best“ und „From Broadway To Hollywood“ und eigenen Programmen „Uwe Kröger in Concert" und „Uwe Kröger and Friends" erfolgreich. Das Multitalent erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Deutschland und Österreich, u.a. wurde er mit dem IMAGE-Award geehrt und zehn Mal von der Zeitschrift „Musicals" sowie drei Mal von der Zeitschrift „Da Capo" zum „Deutschsprachigen Musical-Darsteller Nr. 1" gekürt – z.B. für die Rolle des Inspektor Javert in Les Misérables im Theater des Westens wo er ebenfalls für seine Interpretation des Kardinal Richelieu sowie der „Besten Stimme“ in 3 Musketiere ausgezeichnet wurde.

Das grosse Interview mit Christine-Darstellerin Anne Görner über ihre vier Phantom-Partner lesen Sie hier.

Natürlich lässt auch das Phantom persönlich einmal alle Masken fallen - im Interview mit Ian Jon Bourg.


Generationswechsel beim Musical Das Phantom der Oper

Zweite Spielzeit beginnt am 27. September – Junges Ausnahmetalent im Colosseum Theater Essen – Christian Alexander Müller ist das jüngste Phantom aller Zeiten

Das Geheimnis um das neue Phantom der Oper ist gelüftet: Der 25jährige Christian Alexander Müller wird mit Beginn der neuen Spielzeit am 27. September die Rolle des mystischen Phantoms im gleichnamigen Musical übernehmen. Damit ist Müller das jüngste Phantom der Oper aller Zeiten. Mit seiner gefühlvollen Stimme und seinen herausragenden schauspielerischen Leistungen konnte sich der gebürtige Chemnitzer gegen Hunderte von Konkurrenten bei den Auditions durchsetzen. „Es ist absolut unglaublich was mir hier in Essen widerfahren ist: Als jüngstes Phantom der Oper auf der Bühne zu stehen ist eine grosse Chance für mich.“, fiebert Müller seiner ersten grossen Hauptrolle in einer Musical-Ensuite-Produktion entgegen. Für das junge Talent ist Das Phantom der Oper jedoch kein Neuland: Seit der Premiere in Essen steht er bereits allabendlich als Ensemble-Swing auf der Bühne des Colosseum Theaters.

Neben Christian Alexander Müller konnten weitere Künstler für die neue Spielzeit verpflichtet werden: Marcello Ronchietto, Lara Camille Glew, Roy Weissensteiner, Steffen Friedrich, Melissa Marshall, Ulrike Bartz, Nicole Malangré, Rachel Horn und Christopher Morandi werden Ende August mit den Proben beginnen, damit sie zum Castwechsel am 27. September ihre Rollen perfekt spielen können.

Christian Alexander Müller debütierte bereits mit elf Jahren in Mozarts Die Zauberflöte in seiner Heimatstadt Chemnitz. Seine professionelle Ausbildung erhielt er an den Hochschulen für Musik und Gesang in Rostock und Weimar. Nach Meisterkursen bei Professor Dietrich Fischer-Dieskau und Professor Norman Shetler sang er bei der José-Carreras-Gala in Leipzig. Schon früh machte er sich als Solist im Lied- und Oratorien-Bereich einen Namen. Als Gast gab er mit dem Collegium Musicum der TU Chemnitz Konzerte in ganz Deutschland. Für seine musikalischen Fähigkeiten wurde er mehr-fach ausgezeichnet: Er erhielt u. a. 1997 den Ersten Preis bei „Jugend musiziert“ und in den Jahren 1997 und 2001 zwei Sonderpreise der „Walter Kaminsky Stiftung“. Noch während seiner Ausbildung begeisterte er in der deutschen Erstaufführung von Fame - das Musical und als Enjolras in Les Misérables am Opernhaus Chemnitz. Bei den Bamberger Tagen der Alten Musik 2002 war er im Opernintermezzo La Serva Padrona in der Hauptrolle des Umberto zu erleben. Noch im gleichen Jahr spielte er den Enjolras in Les Misérables am Landestheater Detmold. Weitere große Erfolge feierte er als Luigi Lucheni und Kaiser Franz-Joseph in Elisabeth am Colosseum Theater Essen. Am Theater des Westens gehörte er 2003 als Polizei Inspektor Javert und Enjolras zur Premierenbesetzung von Les Misérables. Danach zog es Christian Alexander wieder an das Colosseum Theater zurück: Als Heerführer Radames und Zoser begeisterte er in Elton John und Tim Rices Aida das Publikum. Zurzeit steht Christian Alexander, neben seinem Engagement in Essen, als Marius in Les Misérables am Landestheater Detmold auf der Bühne. Neben seinen zahlreichen Bühnenengagements ist das Multitalent als Gesangscoach tätig. Sein Regiedebüt gab Christian Alexander im April 2005 mit der Musical Show Heart and Music.


Letzte Saison für Musical Das Phantom der Oper in Essen

Spielzeit endet Sommer 2007 - Große Musical-Premiere im Herbst 2007 - Erfolgreiches erstes Jahr mit internationalen Musical-Stars

Noch bis Sommer 2007 haben die Fans des Mannes mit der Maske die Gelegenheit, die schaurig schöne Liebesgeschichte zwischen dem Ballettmädchen Christine und dem geheimnisvollen Phantom der Oper zu erleben. Für Herbst steht dann im Essener Colosseum Theater eine große Musical-Premiere auf dem Spielplan. Burkhard Koch: „Wir wollen mittelfristig in jedem Jahr eine große Premiere in NRW feiern.“ Im nächsten Jahr wird es aber noch zwei Premieren geben: Die BLUE MAN GROUP feiert am 11. März 2007 Premiere im Metronom Theater am CentrO Oberhausen. Essen zieht dann im Herbst 2007 mit einer neuen Produktion nach.

Schon 375 Mal hat das Phantom der Oper den tonnenschweren Kronleuchter auf die Bühne des Colosseum Theaters stürzen lassen. Das bedeutet Halbzeit für Andrew Lloyd Webbers Musicalmeisterwerk in Essen. Die erste Spielzeit zeichnete sich durch eine wechselnde internationale Phantom-Besetzung aus. Neben Thomas Borchert und Uwe Kröger konnten sich die Zuschauer vom New Yorker Ethan Freeman und dem Hawaiianer Ian Jon Bourg in die Katakomben der Pariser Oper entführen lassen. Eine Strategie, die ihr Publikum gefunden hat. Burkhard Koch, Geschäftsführer des Colosseum Theaters, zum gelungenen Phantom-Coup: „Die Idee die Rolle des Phantoms vierfach zu besetzten war goldrichtig. Wir haben das erfolgreichste Jahr im Colosseum Theater hinter uns. Wir freuen uns, dem Publikum Das Phantom der Oper bis Ende Juli 2007 in Essen zeigen zu können.“

Zurzeit werden die Musicals Disneys Der König der Löwen, Disneys Die Schöne und das Biest, Mamma Mia!, Das Phantom der Oper, Disneys Aida, und Dirty Dancing von Stage Entertainment produziert und aufgeführt. Premieren von 3 Musketiere und Tanz der Vampire stehen noch in diesem Jahr in Stuttgart und Berlin auf dem Programm. Eine Musicalkomödie mit den Hits von Udo Jürgens wird gerade entwickelt. Der Arbeitstitel lautet Mit 66 Jahren. Bereits Ende 2007 bringt Stage Entertainment Wicked – Die Hexen von Oz nach Deutschland. Die kreative Arbeit an der Adaption für das deutsche Publikum hat bereits begonnen.

© by Stephan Drewianka, Fotos: Stage Holding

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