Musical Footloose
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Flashdance - Musical Premiere 2025 am Theater Hagen

Gemischte Gefühle

Die ikonische Silhouette einer Frau auf einem Stuhl, die im Gegenlicht einen Schwall Wasser abbekommt, ist eine Szene aus dem Kultfilm „Flashdance“ mit Jennifer Beals und dem Titelsong „What A Feeling“ von Irene Cara, der 1983 das Genre des Tanzfilms im Kino wieder populär machte. 2008 gab es eine Bühnenadaption, die neben den Hit Songs „Maniac“, „Gloria“ und „I love Rock N Roll“ zusätzliche Musik von Robbie Roth spendiert bekam. Das Musical erzählt die Geschichte der Schweißerin Alex Owens, die nachts in Harry´s Bar als Animationstänzerin auftritt, aber eigentlich von einer Tanzkarriere am Ballett träumt. Unterstützt wird sie in ihren Ambitionen vor allem durch ihre mütterliche Freundin Hannah. Alex verliebt sich in ihren Chef Nick Hurley, ist aber wenig begeistert, dass sie einen Vortanztermin an der renommierten Shipley Dance Academy nur über seine Beziehungen bekommt, denn eigentlich will sie es aus eigener Kraft in die Aufnahmeprüfung schaffen.

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Imposante Drehbühne und 80er Jahre Alltags-Look

Ab der Premiere vom 06.12.25 zeigt das Theater Hagen bis 12.03.26 insgesamt zehn Vorstellungen des Tanzmusicals Flashdance in der Inszenierung von Florian Mahlberg und unter der musikalischen Leitung einer siebenköpfigen Band von Andreas Vogelsberger, die den Sound der 1980er Jahre wiederbelebt. Gleich bei den ersten Klängen der Musik wird klar, dass vor allen Dingen die imposante Drehbühne von Norbert Bellen Applaus verdient hat. Dreigeteilt und auf wechselnden Ebenen drehen sich Stahlwerk, Alex Wohnung, Harry´s Nachtclub, Tanzstudio und Nicks Büro szenisch wunderbar fließend ineinander, zudem erweitert ein Catwalk die Bühne weiter nach vorne über den Orchestergraben bis hin zum Zuschauerraum. Auch können die Kostüme von Lisa-Jasmin Tomm durchweg überzeugen, spiegeln sie doch perfekt den Alltags-Look der 80er Jahre wider, erweitern ihn aber in den Bar-Tanzsequenzen eindrucksvoll auch mit moderneren Komponenten um Polizei-Uniformen oder Armee-Outfits, die an Lara Croft angelehnt sind und somit immer wieder zum Schmunzeln einladen.

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Darsteller und Rollen beim Tanzmusical Flashdance

Der optische Rahmen der Show ist perfekt gelungen, was man leider nur bedingt von den so essentiell wichtigen Tanzszenen in der durchaus einfallsreichen Choreografie von Nicole Eckenigk sagen kann. Zwar wirken die Damen und Herren des Tanzensembles durchaus sexy und wissen mit ihrem Körper umzugehen, jedoch überträgt sich das nicht vollständig auf die Hauptrollen. Gerade das wichtige Finale vor der Fachjury tanzt Juliette Lapouthe als Alex gefühlt etwas zurückhaltend, und auch ihre Freundinnen Katharina Wollmann als Kiki und Joyce Diedrich als Tess bewegen sich zugunsten eines klareren Gesangs mit angezogener Handbremse. Nike Tiecke überzeugt darstellerisch und gesanglich als eine in einer Abwärtsspirale abstürzende Gloria, während Tim Stolberg als Jimmy seine müden Stand-up-Comedian-Witze so grottig rollendeckend in den Sand setzt, dass man Mitleid verspürt. Marius Bingel verkörpert einen netten Chef Nick, Anja Frank-Engelhaupt gefällt eher darstellerisch als gesanglich als Hanna, Richard van Gemert ist ein fieser C.C., dessen Gegenstück Götz Vogelsang als Harry mehr Sympathiepunkte einbringt. 

Als Fazit präsentiert das Theater Hagen mit „Flashdance“ eine Show, die zwar optisch überzeugt, bei der die Funken, die Alex bei der Eröffnungssequenz so beindruckend im Stahlwerk produziert, aber nicht wirklich zünden wollen. Hier fehlt (noch) die Energie, die beim Tanzfinale „What a Feeling“ eigentlich Gänsehaut beim Publikum auslösen sollte. 

© by Stephan Drewianka

Alles zum Musical Flashdance bei Sound Of Music.

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