Musical Das Phantom der Oper
Ursprung und Hintergrund
Angefangen hat alles mit einem Besuch im Antiquariat, wo dem Erfolgskomponisten Andrew Lloyd Webber durch Zufall eine alte Ausgabe des Gaston Leroux-Romans DAS PHANTOM DER OPER in die Hände fiel. Produzent Cameron Mackintosh war ebenfalls sofort von der Idee eines Musicals eingenommen, und Webber fing an zu arbeiten. Im Sommer 1985 war der erste Akt fertig, und Webber präsentierte ihn einem kleinen, ausgewählten Publikum. Die Leute waren begeistert. 1986 war es dann soweit: Das Musical DAS PHANTOM DER OPER feierte Premiere im Londoner West End. Das Team, das DAS PHANTOM DER OPER auf die Bühne brachte, ist nach Meinung Andrew Lloyd Webbers eines der Besten, mit denen er je zusammengearbeitet hat: Produzent Cameron Mackintosh, Bühnen- und Kostümdesignerin Maria Björnson, Regisseur Harold Prince und Texter Charles Hart, die Licht- und Technik-Spezialisten Paul Daniels und Andrew Bridge. Zwei Jahre nach der Londoner Welturaufführung 1988, kam das Musical an den Broadway und erhielt die höchste Auszeichnung der Theaterbranche, den "Tony Award" - und zwar gleich sieben Mal: für das "beste Musical", die "beste Regie", das "beste Licht-Design", das "beste Bühnenbild" und die "besten Kostüme". Auch Judy Kaye und Michael Crawford wurden als "beste Darsteller/in" ausgezeichnet.
Die Geschichte um die sehnsuchtsvolle Liebe des einsamen Mannes spielt in der Szenerie der Pariser Oper. Unzählige Fotos dieser Oper waren nötig, um die Bühne originalgetreu gestalten zu können. Auch die Kostüme der Darsteller sind denen nachempfunden, die man 1880 in der Pariser Oper getragen hat. Die aufwendige Detailtreue ist bei dieser Produktion ebenso entscheidend für den Erfolg wie die Musik des Komponisten, die Choreographie und die Kunst der Darsteller.
© by Stephan Drewianka, Pressetexte und Fotos mit freundlicher Genehmigung der STAGE HOLDING
Der Inhalt
Die finsteren Katakomben der Pariser Oper sind das Reich eines grausam entstellten Mannes, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Hier haust das Phantom der Oper, das seine unheimliche Gestalt vor der Öffentlichkeit versteckt - bis zu dem Tag, an dem es sich in das schöne Ballettmädchen Christine verliebt. Diese sehnsuchtsvolle Liebe treibt das Phantom zu verzweifelten und grausamen Taten...
Merkwürdige Dinge geschehen: Die Operndirektoren bekommen mysteriöse Briefe, in denen ein Unbekannter fordert, man solle ihm "seine" Loge reservieren. Das Ballettmädchen Christine gelangt plötzlich mit einer außerordentlichen Stimme zu Ruhm und Ehren. Der Unbekannte fordert, dass Christine anstatt der Operndiva Carlotta eine Hauptrolle übernehmen soll. Als Christine, deren Herz Raoul, dem Vicomte de Chagny, gehört, dem Phantom in die Katakomben folgt, weil sie das Wesen für den "Engel der Muse" hält, schwankt sie zwischen Ekel und Mitleid: Mitleid mit der ausgestoßenen Kreatur, Ekel vor der hässlichen Fratze, die nur von einer Maske verborgen wird.
Nachdem das Phantom Christine wieder in die überirdische Welt entlassen hat und sie Raoul ihre Liebe gesteht, nimmt das Phantom Rache: Es läßt den Kronleuchter lebensbedrohlich herabstürzen. Darauf beschließen die Operndirektoren, das Phantom endgültig aus dem Weg zu schaffen. Ein folgenschwerer Entschluss wie sich herausstellt: Das Phantom ermordet stattdessen den Tenor Piangi und entführt seine geliebte Christine. In der Unterwelt der Pariser Oper stellt es Christine vor eine grausame Alternative: Entweder Christine bleibt für immer bei ihm, oder aber Raoul muss sterben...
Musik: Andrew Lloyd Webber
Welturaufführung des Musicals: 9. Oktober 1986 Her Majesty’s Theatre, London
Broadway-Premiere: 26. Januar 1988 im Majestic Theatre, New York
Dt. Erstaufführung: 29. Juni 1990 Theater Neue Flora, Hamburg
Stuttgart-Premiere: 1. November 2002
Originalproduktion:
Text: Charles Hart und Richard Stilgoe
Regie: Harold Prince
Choreographie: Gillian Lynne
Bühnenbild & Kostüme: Maria Björnson
Lichtdesign: Andrew Bridge
Tondesign: Martin Levan
Das Creative-Team:
Andrew Lloyd Webber
begann seine Karriere 1968 mit dem Musical "Joseph and the Amazing Technicolour Dreamcoat" (erweitert 1972) und erreichte 1971 Weltruhm mit dem Musical "Jesus Christ Superstar". Webber komponierte die Filmmusiken zu "Gumshoe" (1971). "The Odessa File" (1973), "Jeeves" (1974) und 1976 "Evita". Es folgten "Variations" (1978), "Tell me on a Sunday" (1979) und "Cats" (1981). Nach "Song and Dance" (1982) schrieb Andrew Lloyd Webber "Starlight Express" (1984) und "Requiem" (1985). 1986 entstand "Das Phantom der Oper", 1989 "Aspects of Love". Andrew Lloyd Webber wurde mit vier "Tony Awards, mit vier "Drama Desk Awards" und drei "Grammys" ausgezeichnet.
Harold Prince
zeichnet als Regisseur und Produzent für rund 50 Musicals, Schauspiele und Opern verantwortlich. 16 Mal wurde er mit dem "Tony Award" ausgezeichnet. Mit "The Pyjama Game" begann 1954 seine Karriere, es folgten "West Side Story" und die Broadway-Produktionen "Fiddler On The Roof", "Cabaret" sowie "Evita". Später brachte er u.a. "Das Phantom der Oper", "Play Memory" und "End of the World" auf die Bühne. An der New York City Opera inszenierte er "Silverlake", "Candide"," Sweeney Todd" und "Don Giovanni".
Gillian Lynne
erarbeitete als Regisseurin und Choreographin mehr als 40 Shows in London und am Broadway ( "The Match Girls", "Pickwick", "Songbook", "Cats", "Das Phantom der Oper" u.v.a.). Sie arbeitete für die Royal Shakespeare Company ( u.a. "A Midsummer Night's Dream", und "Once in a Lifetime") und inszenierte für das Royal Opera House und das New Yorker Metropolitan Opera House. Sie wirkte außerdem an Filmen wie "Yentl" und "Man of La Mancha" mit.
Maria Björnson
war als Kostüm- und Maskenbildnerin an rund 80 Musical- und Opernproduktionen beteiligt. Zu ihren Arbeiten zählen "Der Rosenkavalier", "Toussaint", "L'Ouverture" und "Follies". Sie arbeitete für verschiedene internationale Opernhäuser und die Royal Shakespeare Company. An den zahlreichen Produktionen von "Das Phantom der Oper" war sie ebenso beteiligt wie am Bühnen- und Kostümdesign von Webbers "Aspects of Love".
Martin Levan
war als Ton-Designer für den Sound bei "Song and Dance" in London verantwortlich. Er arbeitete für die Musicals "Cats", "Das Phantom der Oper", "Aspects of Love", "Starlight Express" und "Requiem". 1984 wurde er für die New Yorker "Cats"-LP mit dem "Grammy" ausgezeichnet. Die Alben zu "Starlight Express" und "Requiem" zählen ebenfalls zu seinen Arbeiten.
David Caddick
studierte in London die Fächer Piano, Orgel und Dirigieren. Er war musikalischer Leiter für die Webber-Musicals "Evita", "Song and Dance", CATS und STARLIGHT EXPRESS tätig.
© by Stephan Drewianka, Pressetexte und Fotos mit freundlicher Genehmigung der STAGE HOLDING
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