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Musical On The Town im Staatstheater Kassel

Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
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Musical On the Town am © Staatstheater Kassel
Musical On the Town am © Staatstheater Kassel

New York, New York!

Musical On The Town, das sind drei Matrosen mit 24 Stunden Landurlaub in New York, um einen kräftigen Biss vom Big Apple zu genießen und natürlich denken Gabey, Chip und Ozzie nur an das Eine: auf der Seightseeing Tour will jeder eine Traumfrau für den Abend kennenlernen. Gleich in der U-Bahn trifft es Gabey in der Gestalt von Miss U -Bahn für Juni auf einem Plakat, einem entzückenden Mädchen, das Gesang und Malerei studiert. Für Gabey steht fest, er wird diese Ivy Smith in New York finden! Vom Time Square aus trennen sich die drei Freunde, um die schöne Unbekannte zu suchen.

Handlung und Geschichte des Musicals On The Town

Schon im Taxi wird Chip von Taxifahrerin Hildy „gefunden“, die den Mann in Uniform auch gleich in ihre Wohnung abschleppt und bekocht – Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Und auch der Draufgänger Ozzie wird im Naturkundemuseum von der unterkühlten Anthropologiestudentin Claire als Urbild des Mannes entdeckt, der in ihr Saiten zum klingen bringt, wie es ihr langweiliger Verlobter, der noble Richter Pitkin Brigework, nie vermochte. Allein Gabey, der die Carnegie-Hall als Ausgangspunkt seiner Suche bestimmte, findet Ivy tatsächlich beim Gesangsunterricht bei Madame Dilly. Ivy ist sofort vom Werben des jungen Mannes begeistert, muss am Abend jedoch das Geld für ihre Gesangsstunden beim Bauchtanz in einer Bar verdienen – ein Nebenjob, der so gar nicht zu der aufstrebenden Miss U-Bahn passt. Um ihr die Peinlichkeit zu ersparen, gibt sie Gabey hochnäsig eine Abfuhr.

Beim Wiedersehen auf dem Time Square präsentieren Chip und Ozzie ihre Herzdamen als Ivy-Doubles, doch auch das kann den enttäuschten Gabey nicht aufmuntern. Die anschließende Nachtclub-Tour, in der Gabey immer mehr in Trauer verfällt, endet schließlich beinahe schon im Morgengrauen auf Coney Island, wo Gabey in einer leichtbekleideten Tänzerin seine Ivy erkennt. Glücklich sind endlich alle Paare vereint, doch da heißt es am Pier auch schon Abschied nehmen. Während unsere Helden an Bord ihres Schiffes gehen, kommen drei neue energiegeladene Matrosen zu ihrem 24-Stunden Landgang den Pier heruntergestürmt.

Entstehung des Bernstein Musicals On The Town

Das Musical On The Town von Leonard Bernstein basiert auf dem Ballett „Fancy Free“ nach der Konzeption von Jerome Robbins und wurde am 28. Dezember 1944 im Adelphi Theatre in New York uraufgeführt. Im historischen Kontext des zweiten Weltkrieges sollte Bernsteins Werk als Seemannskomödie leicht unterhalten und trotzdem durch die bissigen Texte von Betty Comden und Adolph Green die in den 40-er Jahren heftig diskutierten Themen der modernen Frau und die Sexualpsychologie von Sigmund Freud zum Inhalt haben. In der heutigen Zeit sind Frauen wie die häusliche und trotzdem emanzipierte Hildy oder die auf ihre animalischen Triebe hörende und doch so unnahbare Claire zwar keine Neuentdeckung der weiblichen Psyche mehr, jedoch erscheinen diese Themen immer noch aktuell und weniger angestaubt als man meinen möchte.

Weltruhm durch Film mit Gene Kelly und Frank Sinatra

Weltruhm erlangte On The Town, das in Deutschland gerne den Bühnentitel „New York, New York“ nach der bekannten Titelnummer führt, durch die Metro-Goldwyn-Mayer Verfilmung aus dem Jahre 1949 („Heut` gehn wir bummeln“) mit Gene Kelly als Gabey (auch Regie und Choreographie) und Frank Sinatra als Chip. Neben dem oscar-gekrönten Titelsong bietet das Stück Nummern im klassisch-jazzigen Stil wie „Lucky To Be Me“, „I Can Cook Too“, „Come Up To My Place“, „Miss Turnstiles“ und „Carried Away“.

In der aktuellen Spielzeit hat das Staatstheater Kassel seit der Premiere des Musicals On The Town am 03.05.2003 den in Deutschland eher selten gespielten Klassiker auf dem Spielplan. Schon während der Ouvertüre wird dem Zuschauer bewusst, dass er sich auf einen aufwendig inszenierten Theaterabend freuen darf. Chor, Ballett und Statisterie sorgen neben den zumeist aus dem Opernfach glänzend besetzten Hauptdarstellern mit über 70 Personen auf der Bühne für ein wimmelndes und damit authentisches New York der 40-er Jahre.

Auch wenn am Staatstheater die Bühne nicht wie in einer perfekt inszenierten Webber-Großproduktion aussehen kann, so hat sich Rolf Häusner für die aufwendigen Kulissen so einiges einfallen lassen: eine komplette U-Bahn entsteigt der Hebebühne, die Carnegie-Hall entpuppt sich als endloser Türen-Tunnel, New Yorks Wolkenkratzer sind überdimensionale Computerplatinen, im Naturkundemuseum krachen Dinosaurierskelette zusammen und die Nachtclubtour erfreut durch Glamour in der Diamond-Eddies-Bar mit riesiger Radio-Bühne, südamerikanischem Flair im Conga-Cabana, Zigarettenmief in der Sam-Bang Absackerkneipe und bunter Karnevalsstimmung auf Coney Island. Dazu passend die schillernden Kostüme von Eva Maria Weber in ebenso schnellem Wechsel – selbst über 300 Paar Schuhe mussten für diese Inszenierung angeschafft werden.

Damit nicht nur alles stimmig aussieht, sondern auch stimmlich überzeugen kann, hat man das Ensemble des Staatstheaters mit den Gästen Gaines Hall als Ozzie und Katharina Koch als Hildy verstärkt. Obwohl Alexandra Kloose als Claire, Marisca Mulder als Ivy, Sebastian Bollacher (Gabey) und Richard Roberts (Chip) sich hörbar wohler in der Oper als im Musical fühlen, ist ihre gesangliche Interpretation der Bernstein-Klassiker genauso passend und wohlklingend wie die Aufnahme der „West Side Story“ mit Jose Carreras und Kiri Te Kanawa. Hartmut Forche hat bei seiner Bearbeitung der Musicalvorlage jedoch darauf geachtet, seine Hauptdarsteller mit Ausnahme von Stepp-Star Gaines Hall tänzerisch nicht zu überfordern und so wurden viele instrumentale Tanzsequenzen der Jerome Robbins Urfassung gestrichen, gleichwohl die berühmte Traum-Ballettsequenz aber noch als Leckerbissen erhalten blieb.

Fazit: Das Musical On The Town in Kassel ist nach The Life und Chess wieder einmal solide Musical Unterhaltung aus Hessen, bei der 24 Stunden Landurlaub in 150 Minuten wie im Fluge vorüberziehen.

Technische Daten Musical On The Town:

Musical On The Town von Leonard Bernstein
Original Besetzung: Gaines Hall, Sebastian Bollacher, Richard Roberts, Marisca Mulder, Katharina Koch, Alexandra Kloose
Staatstheater Kassel
Inszenierung & Choreographie: Hartmut H. Forche
Aufführungsdauer: 150 min.
Uraufführung: 03. Mai 2003
letzte Vorstellung: 25. Januar 2004

© Stephan Drewianka, Musical-World.de; Fotos: Thomas Huther mit freundlicher Genehmigung des Staatstheaters Kassel

Lesen Sie auch das ausführliche Interview mit Hauptdarsteller Gaines Hall!

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Alles zum Musical On The Town und Gaines Hall bei Sound Of Music!

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