Der Graf von Monte Christo
Welturaufführung im März 2008 in St. Gallen/Schweiz
Frank Wildhorn schreibt ein neues Musical über den Grafen von Monte Christo
Erfolgskomponist Frank Wildhorn (Jekyll & Hyde, The Scarlet Pimpernel, Dracula, The Civil War) hockt wieder auf dem Nest und brütet – über einer neuen Partitur. Der kreative US-Amerikaner soll und wird einen weiteren großen Stoff der Weltliteratur in Klang und Melodie kleiden: „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas. Dabei handelt es sich um ein Auftragsprojekt des Theaters in St. Gallen (Schweiz), das damit nach 2005 ein weiteres Male die Wildhorn-Karte ausspielt. Damals hatte das Haus mit der glänzend besetzten europäischen Erstaufführung von dessen Musical „Dracula“ aufgewartet. Thomas Borchert, Chris Murray, Jesper Tydén, Drew Sarich und andere exponierte Vertreter aus dem Musical-Olymp hatten sich dabei die Ehre gegeben. Um Verwechslungen vorzubeugen: Die Dracula-Inszenierung der Tecklenburger Freilichtspiele im Jahr zuvor mit Ethan Freeman, Martin Berger und Anke Fiedler in den Hauptrollen hatte bis auf den Titel und denm dem Stück Grunde liegenden Grundstoff damit nichts zu tun. Es handelte sich dabei um das gleichnamige Erfolgswerk des Tschechen Karel Svoboda.
Die Welturaufführung des neuen Frank Wildhorn-Stücks ist auf dem 14. März 2009 terminiert worden. Für das Buch wir Jack Murphy verantwortlich zeichnen, für die Arrangements ist Koen Schoots zuständig, der bereits bei „Dracula“ musikalischer Chef im Ring war und derzeit auch bei der aktuellen St. Gallener „Les Misérables“-Inszenierung von Matthias Davids (mit Olegg Vynnyk, Mathias Edenborn, Jesper Tyden, Caroline Vasicek u.a.) Takt und Ton angibt. Aber bis Edmond Dantès bei den Eidgenossen für 14 lange Jahre unschuldig im Kerker verschwindet, um anschließend blutige Rache zu nehmen, werden in der Schweiz noch jede Menge lila Kühe gemolken. Zunächst, und zwar am 15. März kommenden Jahres, präsentieren die St. Gallener, die immer öfter eine Vorreiterrolle in der europäischen Musical-Szene übernehmen, erst einmal eine deutschsprachige Erstaufführung an: die von „Hairspray“.
Komponist Frank Wildhorn, der hier einem Fan ein Autogramm gibt ,schreibt an einem neuen Musical über den Graf von Monte Christio. Das Foto entstand im Sommer dieses Jahres während eines Besuchs des Amerkaners bei den Freilichtspielen in Tecklenburg, wo die erste Open-Air-Inszenierung seines Klassikers „Jekyll & Hyde“ über die Bühen ging.
Das schrille, bunte und witzige Stück mit seiner tollen Musik und den scharfzüngigen Texten wird ebenfalls von Matthias Davids inszeniert, während „Alt“-Meister Dennis Callahan für die Choreografie gewonnen werden konnte. Es basiert auf dem 1988 entstandenen gleichnamigen Film von John Waters und holte, nachdem es 2002 an den Broadway gelangt war, nicht weniger als 8 Tony Awards. In diesem Jahr ist ja ein cineastisches Revival mit John Travolta, Queen Latifah und Christopher Walken in die deutschen Kinos gekommen. Die Story ist im Jahr 1962 angesiedelt und erzählt die Geschichte des leicht übergewichtigen Teenagers Tracy Turnblad, deren größter Traum es ist, in einer täglich ausgestrahlten TV-Show tanzen zu dürfen. Als dem Mädel das tatsächlich glückt, wird es ob seines durchschnittlichen Aussehens und seiner Natürlichkeit über Nacht zum Star. Tracy nutzt ihre Popularität, um gegen die Trennung von Weißen und Schwarzen in besagter Fernsehshow zu opponieren.
Derweil liefert der Monte Christo-Graf nicht nur den Schweizern, sondern auch dem Staatstheater am Münchener Gärtnerplatz eine thematische Steilvorlage. Daselbst wird am 11. April 2008 die Rockoper „ChristO“ ihre Uraufführung erleben, die ebenfalls auf dem Dumas-Stoff fußt, ihn allerdings etwas anders gewichtet und aufbereitet. Die musikalische Grundlage lieferte das gleichnamige Konzeptalbum der Progressiv-Rockband „Vanden Plas“, deren Leadsänger Andy Kuntz auch die Titelrolle übernimmt Holger Hauer steht für Buch und Regie gerade. Es ist eine düstere Mischung aus Liebe und Verrat, Sehnsüchten und Mord und der alles beherrschenden Frage, wie sich das Ausleben eines Rachgedankens auf den Rächer selbst auswirkt.
© Jürgen Heimann
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Deutsche Erstaufführung von „DER GRAF VON MONTE CHRISTO“ in Leipzig
Produktiosteam von „JEKYLL & HYDE“ wieder in der MUKO
Musicalfans haben lange darauf gewartet: Endlich ist ein weiteres Erfolgsmusical von Frank Wildhorn in Deutschland zu sehen. In der Musikalischen Komödie feiert die Produktion am 04. Februar 2012 um 19 Uhr ihre deutsche Erstaufführung. Garant für eine spannungsreiche und rasante Musicalproduktion ist das Team um Regisseur und Musicaldarsteller Cusch Jung, welches seit der letzten Spielzeit mit „Jekyll & Hyde“ für ein volles Haus und lange Kassenschlangen sorgte.
In St. Gallen hatte das Musical des Erfolgskomponisten Frank Wildhorn einen fulminanten Erfolg. Lange schon haben Fans gewartet, dass es auch in Deutschland zur Erstaufführung kommt. Nun wird „Der Graf von Monte Christo“ an der MuKo Premiere haben.
Der Roman von Alexandre Dumas um den zu unrecht inhaftierten Edmond Dantès gehört zur Weltliteratur. Dantés flieht aus der Gefangenschaft und wappnet sich für seinen Rachefeldzug gegen die Intriganten, um Gerechtigkeit zu erfahren und seine große Liebe Mercédès wiederzuerobern. Wildhorn setzt den Stoff hoch dramatisch und emotional in Musik. Große Ensemblenummern und leidenschaftliche Liebesduette reißen das Publikum in den Bann dieser wild-romantischen Abendteuergeschichte.
Für die Inszenierung sorgt Cusch Jung. Als Darsteller war er kürzlich in der Stage-Produktion von „Sister Act“ im Hamburger Operettenhaus zu sehen. Zudem spielt er den alten Abbé Faria und steht damit auch zum 1. Mal in Leipzig auf der Bühne. Natürlich darf Musicalstar Marc Clear nicht fehlen. Er singt die Titelpartie des Edmond Dantès. Auch er ist Musicalprofi, hat Titelpartien in „Die drei Musketiere“ im Theater des Westens in Berlin gesungen und ist regelmäßig Gast an der renommierten Freilichtbühne in Tecklenburg. An Clears Seite steht als Mercédès wieder Marysol Ximénez-Carrillo.
„Der Graf von Monte Christo“ ist ein Muss nicht nur für alle Wildhorn-Fans. Die MuKo setzt mit der deutschen Erstaufführung ein deutliches Zeichen als unverzichtbare Kultur-Institution in der Stadt Leipzig und mit ihrem reichen und einmaligen Angebot auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus.
PREMIERE Samstag, 04.02., 19:00 Uhr | Sonntag, 05.02., 15:00 Uhr | Dienstag, 07.02., 19:30 Uhr | Freitag, 10.02., 19:30 Uhr | Samstag, 11.02., 19:00 Uhr | Sonntag, 12.02., 15:00 Uhr (weitere Termine folgen)
INSZENIERUNG
- Musikalische Leitung Stefan Diederich
- Inszenierung, Choreografie Cusch Jung
- Bühne Karin Fritz
- Kostüme Sven Bindseil
- Fechtmeister Peter-Paul Stampehl
- Choreinstudierung Mathias Drechsler
- Dramaturgie Marita Müller
BESETZUNG
- Edmond Dantès, der Graf von Monte Christo Marc Clear
- Mercédès, Egmonds Verlobte Marysol Ximénez-Carrillo
- Louis Dantès, Edmonds Vater Mathias Paarsch
- Morrel, Besitzer einer Reederei Roland Otto
- Mondego, Cousin von Mercédès Andreas Rainer
- Danglars, Spekulant Kostadin Arguirov
- Kommissar Sebastian Fuchsberger
- Villefort, Oberstaatsanwalt von Paris Milko Milev
- Abbé Faria, alter Gefangener im Château d’If Cusch Jung
- Louisa Vampa, Piratenanführerin Sabine Töpfer
- Jacopo, Pirat, später Vertrauter Edmonds Peter-Paul Stampehl
- Albert, Sohn von Mondego Heiner Kock*
- Valentine, Tochter von Villefort Verena Barth-Jurca / Mirjam Neururer
- drei Grazien: Isabella Carolin Schumann*, Gabriella Therese Dittmar*, Sophie Miranda Caasmann
- Ballett, Chor, Extrachor der Musikalischen Komödie
- Orchester der Musikalischen Komödie
* Studenten der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig
© Pressetext: Oper Leipzig, Fotos: Andreas Birkigt, Oper Leipzig








