• Musical Aladdin © Stage Entertainment
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Erfahrungsbericht Disneys Aladdin Musical

Ende der 1980er geboren, gehörte der Zeichentrickfilm „Aladdin“ als Kind zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Und damit war ich nicht allein. Der Film, der 1992 die Kinos rund um den Globus eroberte, zog mehr als 6 Millionen Zuschauer in seinen Bann. Umso begeisterter war ich, als ich erfuhr, dass es das Märchen aus 1001 Nacht endlich auch als Musical nach Deutschland geschafft hatte. Im Dezember 2015 feierte Disneys Aladdin in Hamburg Deutschlandpremiere – und seither hatte ich nur Gutes von dem Stück gehört. Super farbenfroh sollte es sein, mit mitreißenden Choreographien, Ohrwurmgarantie und beeindruckenden Spezialeffekten – also genau das Richtige für mich.
 
Im Oktober 2017 ergab sich für mich und zwei Freundinnen dann endlich die Gelegenheit, für ein Wochenende nach Hamburg zu reisen. Im gleichen Zuge konnte ich uns glücklicherweise auch Musicalkarten inklusive Übernachtung für Disneys Aladdin sichern.

Anreise und Theater

Am Freitagabend machten wir uns zu dritt dann auf den Weg ins Stage Theater Neue Flora. Das Theater ist direkt am S-Bahnhof Holstenstraße gelegen (S11, S21 und S31) und sehr gut zu erreichen. Sicherheitshalber waren wir aber schon rund eine Stunde vor Vorstellungsbeginn um 20 Uhr vor Ort.
 
Nach den Sicherheitskontrollen im Foyer kamen wir dann endlich in den großen Theatersaal. Unsere Plätze befanden sich auf dem unteren Rang, links der Bühne. Was uns sofort positiv auffiel, war die Sitzanordnung im Theater, die dazu beitrug, dass die Zuschauer der Vorderreihe die Sicht auf die Bühne nicht beeinträchtigen konnten. Und dann ging die Reise in eine Welt aus 1001 Nacht endlich los.

Kostüme und Bühnenbild

Unter vollem Orchestereinsatz wurde die erste Szene eingeleitet, in der der Dschinni uns nach Agrabah entführte – ohne dabei um den ein oder anderen Witz verlegen zu sein. Was danach folgte kam einer Welle aus unglaublich viel Farbe und orientalischem Zauber gleich. Das spiegelte sich zum Beispiel an den wunderschönen und aufwendig gestalteten Kostümen wider. Sie glichen einem Farbenrausch, waren orientalisch anmutend und mit viel, viel Glitzer gestaltet. Ebenso beeindruckend und detailliert war das Bühnenbild – sei es das von Jasmines Palast, das der Basarszenen oder die wahnsinnig schöne, funkelnde Goldhöhle.
 
Hinzu kamen dann auch geniale Spezialeffekte. Diese reichten von Pyrotechnik über Hologramme, bewegbare Ebenen und Aufzüge bis hin zum berühmten fliegenden Teppich, der tatsächlich mit Aladdin und Jasmine abhob. All diese Effekte waren sinnvoll dosiert und unterstützten die jeweiligen Szenen perfekt. 

Tanz und Musik

Eine der besten Szenen war für mich die Szene zu „Nur ein kleiner Freundschaftsdienst“ (Friend like me). Auf der Bühne herrschte während dieser Szene ein wahres Feuerwerk an Choreographie und es kam zu einer exzessiven Steppnummer eines ganzen Tanzensembles.
 
In diesem Zuge will ich auch die Musik des Musicals nicht unerwähnt lassen. Sie war wirklich schön und sorgte bei mir für langanhaltende Ohrwürmer, typisch Disney eben. Viele Songs aus dem Film haben es auch auf die Musicalbühne geschafft, es gab aber auch einige neue Songs, die unter der Feder von Alan Menken extra für die Bühnenversion von Aladdin komponiert wurden. Zu meinen Lieblingssongs gehören „In meiner Welt“, „Arabische Nacht“ und „Prinz Ali“.

Darsteller und Figuren

Getragen wurde die Show aber natürlich auch durch die wirklich tollen Darsteller. Bei den Hauptdarstellern gefiel mir Tobias Weis am besten, der an diesem Abend den Flaschengeist Dschinni spielte. Er erinnerte mich an einen grandiosen Entertainer und hatte für mich auch die beste Stimme. Jasmine wurde von Sophia Gorgi gespielt. Was mir an ihr am besten gefiel, war ihre Fähigkeit, so viele Facetten authentisch zu spielen – sei es die um Aladdin trauernde Prinzessin oder die unzähmbare Tochter des Sultans. Meinen Freundinnen gefiel Aladdin am besten, der von Alessio Impedovo gespielt wurde.
 
Anders als im Film wurden in Disneys Aladdin Musical aber auch einige Figuren ersetzt. So gibt es im Musical zum Beispiel weder das Äffchen Abu noch den Radscha, also Jasmines Tiger. Stattdessen bekommt Aladdin drei Kumpels an seine Seite gestellt – Kassar, Babkak und Omar. Die drei haben einen tollen Job gemacht und zusammen sehr gut harmoniert. In der ein oder anderen Szene waren sie mir jedoch irgendwie mitunter zu albern.
 
Albern ist dann auch das Stichwort für die ein oder anderen Scherze, mit denen die heutige Zeit in das orientalische Märchen eingebettet werden sollte. So wurden Anspielungen zu Helene Fischers „Atemlos“, zu Facebook oder auch DSDS gemacht, was meiner Meinung nach nicht so recht in das Musical passt und der Stimmung ein wenig Abbruch tat. 

Mein Fazit

Alles in allem war Disneys Aladdin Musical die Reise nach Hamburg mehr als wert. Stage Entertainment hat erneut einen Filmklassiker perfekt in die Musicalversion verwandelt. Getragen wird die Show von dem wirklich wandlungsfähigen, farbenprächtigen Bühnenbild, mitreißenden Choreographien, die das Stillsitzen echt schwer machen, beeindruckenden Spezialeffekten und natürlich von den wirklich tollen Darstellern.

© Verfasst von Violetta Mörl