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Musical Marie Antoinette im Musical-Theater Bremen

Musical Marie Antoinette in Bremen © Musicaltheater Bremen

Schicksalsjahre einer Königin im Musical Marie Antoinette

Das Erfolgsduo Michael Kunze für Buch und Liedertexte und Silvester Levay mit Musik und Orchestrierung bescherten Musicalfans bisher die erfolgreichen Drama-Musicals Elisabeth (seit der Premiere 1992 in Wien weltweit über 9 Millionen Zuschauer), Mozart! (1999) und Rebecca (2006). Bereits 2006 feierte das vierte Gemeinschaftsprojekt eines Musicals über die bewegten Jahre der letzten französischen Königin Marie Antoinette in Japan seine erfolgreiche Premiere. Es sollte noch bis zum 30. Januar 2009 dauern, bis sich im Musical-Theater Bremen auch das deutsche Publikum von der Qualität des neuen Kunze-Levay Musicals überzeugen konnte. Nach dem Ausflug in die fiktive Romanwelt der Daphne Du Maurier mit Rebecca, wählte das erfolgreiche Musicalduo erneut eine historische Figur als Vorlage für ihr aktuellstes Bühnenwerk.


Musical Marie Antoinette in Bremen © Ingo Wagner
Musical Marie Antoinette in Bremen © Ingo Wagner
Musical Marie Antoinette in Bremen © Ingo Wagner

Historische Hintergründe zum Musical Marie Antoinette

Nach einer schweren Geburt, die Mutter Maria Theresia fast das Leben kostete, erblickte am 02.11.1755 Maria Antonia Josepha Johanna in Wien das Licht der Welt. Um den europäischen Einfluss Österreichs zu stärken, wurde schon früh die Vermählung der österreichischen Erzherzogin mit dem französischen Dauphin Louis Auguste beschlossen. Die Erziehung der verwöhnten 14-jährigen, die noch wenig von der französischen Hofetikette verstand, wurde eiligst vorangetrieben, um sie am 07.05.1770 auf neutralem Gebiet einer Rheininsel vor Straßburg völlig nackt den Franzosen zu übergeben. Am 16.05. fand die Vermählung von Marie Antoinette im Schloss Versailles statt, bei dessen mangelhaft organisierten Festivitäten für das Volk durch eine Massenpanik nach explodierten Feuerwerkskörpern 139 Menschen starben. Am französischen Hof fiel Marie Antoinettes Verhalten unangenehm auf. Statt von der sittenstrengen ersten Hofdame zu lernen, vertraute sie auf die Ratschläge des österreichischen Botschafters und dreier unverheirateter Töchter des Königs. Unter dem Einfluss der Tanten schürten diese Marie Antoinettes Abneigung gegen die Mätresse des Königs Madame Dubarry. Marie Antoinette machte sich ihre Stellung zu Nutze und fand bei Opernbesuchen und Bällen neue Freundinnen im Hochadel und verspielte Unsummen von Geld beim Glücksspiel, während das französische Volk hungerte.

Nach dem Tod Ludwigs XV. wurde das neue Königspaar 1774 zunächst gefeiert, doch Marie Antoinettes Verschwendungssucht und ihre Einstellung zur Hofetikette riefen schnell die anti-österreichische Partei auf den Plan. Zudem erfüllte Marie Antoinette ihre Hauptaufgabe, Frankreich einen Thronfolger zu schenken, lange Zeit nicht. Ihr wurden in Schmähschriften zahlreiche Affären mit Männern und Frauen vorgeworfen, wobei der schwedische Graf Hans Axel von Fersen eine größere Rolle gespielt haben könnte. Die Bevorzugung ihrer Freundinnen bei Hofe rief Feinde und Neider auf den Plan. Erst ein Besuch ihres Bruders Kaiser Joseph II brachte Marie Antoinette zur Vernunft. Im Dezember 1778 wurde Marie Therese Charlotte und zwei Jahre später endlich der männliche Erbe Louis Joseph Xavier Francois geboren. Marie Antoinettes Ruf wurde von ihren Neidern weiter geschädigt, in dem ihr das Zitat „Wenn die Armen kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen“ in den Mund gelegt wurde und endete 1785 in dem Betrugsskandal der Halsbandaffäre, bei der sie angeblich ein teures Kollier in Auftrag gegeben hatte, was sie später nicht bezahlen wollte. Sie schenkte zwei weiteren Kindern das Leben, doch ihre jüngste Tochter verstarb bereits nach 11 Monaten, der älteste Sohn im Jahre 1789. Im gleichen Jahr begann durch die schlechte Finanz- und Wirtschaftslage Frankreichs der Niedergang des französischen Königshauses: die Generalstäbe riefen die erste Nationalversammlung aus und die Revolutionäre zwangen nach dem Marsch der Frauen nach Versailles die königliche Familie zum Umzug nach Paris. Ein Fluchtversuch der Familie unter Mitwirkung von Hans Axel von Fersen nach Varennes schlug fehl. Ein Manifest des Herzogs von Braunschweig, in dem er Gewalt androhte, falls der Königsfamilie etwas zustoßen sollte, quittierte das Volk 1792 mit dem Sturm der Tuilerien und der bewachten Inhaftierung der Familie im Temple.

Verurteilung und Hinrichtung der Marie Antoinette

Während der König sich teilnahmslos in sein Schicksal ergab, versuchte Marie Antoinette mit geheimen Botschaften Hilfe im Ausland zu organisieren, um die Revolution militärisch zu zerschlagen. Am 21.01.1793 wurde der König hingerichtet und man nahm Marie Antoinette ihre verbliebenen Kinder weg. Im Oktober begann der Prozess gegen Marie Antoinette, bei der man ihr Hochverrat und Unzucht vorwarf. Trotz ihrer klar strukturierten Verteidigung, die selbst ihren Feinden Respekt abverlangte, verurteilten die Geschworenen sie einstimmig. Um 12 Uhr wurde sie am 16.10.1793 enthauptet und in einem Massengrab verscharrt. 20 Jahre später wurde ihre Leiche exhumiert und neben ihrem Mann in der Basilika Saint-Denis in Paris beigesetzt.

© Stephan Drewianka, Fotos Backstage: Ingo Wagner (3)

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