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Interview mit Uwe Kröger
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Im Gespräch mit Uwe Kröger: Musicalstar weiterhin auf Erfolgskurs

CK: Wie ich gehört habe, warst Du in der letzten Woche stark erkältet. Was hast Du gemacht, damit Du schnell wieder fit wirst?

Uwe Kröger: Ich hatte vor 14 Tagen eine ganz starke Erkältung, wie das fast alle bei uns hier hatten. Einige Kollegen von uns haben ja auch Kinder. Das merkt man dann immer, wenn sich der Grippe Virus durch die Garderoben schlängelt. Ich spiele eigentlich immer noch sehr lange krank, bis ich dann nicht mehr kann. Wir haben vor einer Woche eine Open Air Veranstaltung am Rathausplatz gehabt, bei gefühlten Minus 10 Grad! Das muss man sich dann so vorstellen: Wenn man bei einem nicht aufgewärmten Muskel plötzlich einen Sprint läuft, holt man sich eine Zerrung. So ist das auch beim Singen. Ich habe gemerkt, dass die Stimme durch die Kälte ganz belegt wurde. Ich musste dort zweimal auf die Bühne und habe abends noch die Show gespielt. Gott sei Dank hatte ich danach eine Frei-Show. Aber da kann man nicht viel machen. Ich war jetzt nicht richtig krank. Es war einfach die Kälte, vielleicht war ich auch noch nicht ganz gesund von damals. Die Stimme war einfach nicht da und die Show ist nun mal anstrengend. Normalerweise soll man ja einen Virus richtig auskurieren, aber ich bin da nicht Jemand, der gerne lange krank ausfällt.

CK: Du scheinst Dich ja in Wien sehr wohl zu fühlen. Wird diese Stadt auch im kommenden Jahr Dein erster Wohnsitz bleiben?

Uwe Kröger: Das ist eine geschickte Frage! (lacht) Ich habe auf jeden Fall ein Domizil hier. Mein erster Wohnsitz ist in Deutschland (Darmstadt).Ob ich hier weiterhin tätig sein werde, kann ich noch nicht sagen. Aber es bleibt auf jeden Fall mein 2. Wohnsitz, weil mein Partner hier ja auch als Arzt arbeitet und eine gute Stelle bekommen hat. Er ist Direktor in einem renommierten Universitäts- und Forschungs-Krankenhaus. Deswegen werden wir hier wohnen bleiben.

CK: Wo wir gerade beim Thema Österreich sind: Sprechen wir über Dracula. Das Stück war der Sommererfolg 2007. Wie bist Du zu der Rolle gekommen?

Uwe Kröger: Ich bedanke mich – auch im Namen der restlichen Dracula-Freunde! Ich bin direkt von Frank Wildhorn gefragt worden. Er kannte mich, da wir gemeinsam an „Mitsuko“ gearbeitet haben. Das war eine Auftragsarbeit, und Frank Wildhorn hatte dazu die Musik geschrieben. Ich habe dann einen Anruf bekommen, ob ich „Van Helsing“ spielen möchte. Daraufhin habe ich mir das Material geben lassen und eigentlich Nein gesagt, weil es in meinen Sommerurlaub fiel und die Rolle auch relativ klein war. „Van Helsing“ hatte nur ein Lied und außerdem war die ganze Substanz sehr gering. „Van Helsing“ kommt auf die Bühne, keiner weiß woher er kommt und wo er hin geht. Warum ist er überhaupt da? Sehr seltsam. Er hat in St. Gallen nur „Nosferatu“ besungen und das war es! Dass „Van Helsing“ noch andere Titel zu singen hatte, unabhängig von denen, die später für mich geschrieben worden sind, habe ich erst später erfahren. Die haben sie in der Schweiz heraus gelassen. Lieder wie „Eh du verloren bist“ sind z.B. Stücke, die schon von Anfang an dabei waren. In der Schweiz wurde es heraus genommen, aber hier in Österreich wollten sie es wieder ins Stück nehmen. Dann kam die glorreiche Idee, mir ein Lied in Form einer Ballade zu schreiben. So konnte man auch erklären, warum „Van Helsing“ überhaupt „Dracula“ jagt, und dieser Kreatur so auf den Fersen ist. Da kam dann „Rosanne“ ins Spiel, seine erste Liebe. Sie war 15 und er 17. Er verliert sie an „Dracula“. Dadurch befasst er sich ja so mit Vampiren und wird Wissenschaftler. Vielleicht wäre das ja sonst nicht unbedingt sein Berufsziel gewesen. Das hat der Figur mehr Tiefe gegeben. Dann kam noch das Kampf-Duett „Zu Ende“ mit „Dracula“ – Thomas Borchert hinzu, was ich sehr wichtig fand. In der Schweizer Version sind sich die beiden ja nie begegnet. Ich finde, das geht auch am Buch vorbei. Selbst wenn dort „Van Helsing“ nicht eine so große Rolle war, oder auch im Film, so sieht man doch „Van Helsing“ auch gegen „Dracula“ kämpfen. Er ist doch irgendwie ein Vertreter unserer Angst und unserer Gefühle. So erotisch und wunderbar Dracula dargestellt ist, dass jede Frau im Publikum denkt, ach Gott, wenn Dracula mich doch nur beißen würde, so sollte man sich daran erinnern, dass er vergleichbar mit jeder gefährlichen Versuchung oder Droge ist, und Unheil bringt. Da sterben Leute, es wird zerfleischt, wie wir ja auch in Graz gesehen haben. Es ist ja nicht nur romantisch. Das fand ich ganz gut. Und dann habe ich Ja gesagt. Wer auf dieser Welt kann schon sagen, dass Frank Wildhorn extra ein Lied für einen geschrieben hat. Da war ich ein bisschen stolz. Ich habe auch Graz genossen. Die Umstände dort waren schon ein bisschen anstrengend, weil es ja das erste Mal war, dass sie in dieser Form Open-Air etwas gemacht haben. Sie waren sehr bemüht, und wir alle haben versucht, dieses Projekt zu unterstützen. Die Proben waren halt anstrengend, das Spielen aber sehr lustig. Es war eine sehr nette Erfahrung.

CK: Du hast für eine Zusammenarbeit mit Thomas Borchert beim Musical Dracula auf Deinen Sommerurlaub verzichtet. Kann man das „Dream-Team“ auch mal in einem Konzert zusammen sehen?

Uwe Kröger: Wir haben ja schon Konzerte gemacht. Ein spezielles Borchert/Kröger-Konzert ist bisher noch nicht geplant. Aber es wäre nicht schlecht. Wir haben schon viele Produktionen zusammen gemacht, sei es nun „Elisabeth“ oder „Mozart“. Außerdem waren wir für „Best of Musical 2006“ gemeinsam auf Tour. Ich kenne ihn sehr gut und finde, unsere Stimmen passen auch sehr gut zusammen. Wir schätzen uns sehr. So gut wie wir zusammen passen, so unterschiedlich sind wir, als Mensch und Typ, stimmlich und auf der Bühne. Jeder von uns hat über die Jahre so seine Erfahrungen gesammelt. Das wäre sicherlich spannend! Es gibt immer wieder Leute, die vermuten, da herrscht backstage ein Kampf der Titanen, das finde ich immer sehr lustig. Es gibt da so viele Gerüchte, wo man immer wieder schmunzeln muss. Ich glaube, die Menschen wollen so etwas einfach hören. Man muss sich vorstellen, Paris Hilton trifft auf Britney Spears, das muss dann explodieren. Nur denken die Zwei da wohl genauso wenig drüber nach wie wir. Gut, wir hätten sicher wenig Zeit, Thomas Borchert ist ja viel beschäftigt, moi aussi! Es wäre schwierig, da gemeinsame Termine zu finden. Aber sonst gerne, ich denke, das würde sehr lustig werden!

CK: Möchtest Du weiterhin solche kürzeren Stücke spielen, oder doch lieber wieder eine Long-Run Produktion, wo einem noch mehr Zeit bleibt, einen Charakter zu entwickeln.

Uwe Kröger: Ich liebe Sommerproduktionen, da habe ich ja nun schon viele gemacht, wie „Wild Party“ in Klagenfurt oder Amstetten. Es gibt so viele Sachen, die ich gerne mache. Sommertheater finde ich da recht spannend. Es macht viel Spaß, und es passt hier in Wien sehr gut rein. Wenn man hier arbeitet, hat man den Sommer frei und kann solche Sommer-Produktionen annehmen, was ich sehr gut finde. Viele sagen, warum machst du dann nicht mal 3 Monate Urlaub? Wenn man das in England oder Amerika Kollegen sagt, lachen die sich schlapp. Die sind froh, wenn sie arbeiten, und haben 2 Wochen Jahresurlaub. Wir sind im deutschsprachigen Raum sehr verwöhnt, was Urlaub und Freizeit angeht. Ich liebe aber auch die Long-Runs. Da kann ich mich in einer Rolle besser entfalten und hineinwachsen. Es gibt immer wieder etwas zu tun. Der „Maxim“ von heute ist noch mehr gewachsen, als Der kurz nach der Premiere. Egal was ich tue, ob nun beruflich oder was meine Freunde angeht, man muss immer an sich arbeiten.

CK: Im kommenden Sommer steht in Tecklenburg die erste Freilicht-Inszenierung von „Mozart“ auf dem Programm. Wäre das nicht etwas, was Dich reizen könnte?

Uwe Kröger: Ich bin nicht gefragt worden! Tecklenburg kenne ich schon von den Konzerten, eine schöne Location. Mehr kann ich dazu nicht sagen!

CK: Wie betrachtest Du die momentane Lage in der Branche? Haben Neuproduktionen da eine gute Chance? Viele Menschen kritisieren da gerade gerne „Mamma Mia!“ oder die „BMG“.

Uwe Kröger: Es gibt ja Neuproduktionen, „Ich war noch niemals in New York“, „Wicked“ oder „Schuh des Manitu“. Man kann ja nicht nur davon ausgehen, was gerade spielt. In Deutschland ist das so, dass man nicht konkret sagen kann, was wo funktioniert. Es gibt keine Garantie, die gibt es nie. Deutschland ist groß, die Spielorte sind sehr auseinander gezogen. Eine Firma wie die Stage hat viele große Produktionen mit vielen Standorten, da ist es schwer zu sagen, wir konzentrieren jetzt unsere ganze PR auf dieses eine Stück. Sie beobachten ständig und wenn es sein muss, wird umstrukturiert, um etwas besser zu machen. Was will der Zuschauer überhaupt sehen? Es gab immer wieder einen Schub von neuen Sachen, „Mamma Mia!“ war ja auch irgendwann mal neu. Man testet immer wieder aus. „Mamma Mia!“ läuft ja auch sehr gut, warum sollen sie es dann nicht auch woanders spielen? „Blue Man Group“ ist nicht wirklich ein Musical, aber eine Entertainment Show, die aber auch super funktioniert. Ich finde es wichtig, dass hier gezeigt wird, dass es nicht nur Musical gibt, sondern auch andersartiges gelungenes Entertainment. Es ist ja auch in Oberhausen der große Hit, und weitere neue Sachen werden geplant. Sie haben sich damals gegen „Rebecca“ entschieden, weil sie vermuteten, dass Deutschland für ein weiteres Drama-Musical noch nicht bereit wäre. Zu der Zeit liefen ja gerade „Elisabeth“, „Les Misérables“ und die „3 Musketiere“. Da muss man verstehen, dass die Leute zwischendurch auch etwas wie „Mamma Mia!“ sehen wollen. Dass „Rebecca“ so ein Erfolg wird, hätte ich ihnen aber vorher sagen können! (lacht) Damit haben sie wohl auch nicht gerechnet, aber mittlerweile sehen sie ja den Erfolg.

In Wien werden immer wieder große eigene Produktionen kreiert. Es ist auf der einen Seite aber auch leichter als in Deutschland, weil es hier einen gesicherten Rahmen gibt: ein subventioniertes Haus. Wien ist eine Musiktheater-Liebende Stadt. Das hätte man früher in Stuttgart oder Essen nicht sagen können. Da hieß es dann „Wie, da läuft doch der Jupp!“. Ich weiß noch, wie ich damals zu Elisabeth-Zeiten dort ankam.

„Sie sind doch der Jupp da!“
„Nein, ich spiele den Tod in „Elisabeth“.
„Wie heißen Sie denn?“
„Kröger“
„Ach, dann fahren wir mal zum Möbelhaus Kröger!“

Uwe Kröger: Fakt ist aber, das Ruhrgebiet hat kulturell viel zu bieten! Dennoch ist es einfach leichter, etwas Neues in Wien auszuprobieren. Das wissen mittlerweile auch die Deutschen. Ich kann mir gut vorstellen, dass „Rebecca“ irgendwann nach Deutschland kommt. Bei „Elisabeth“, „Mozart!“ und „Tanz der Vampire“ war es ja nicht anders. Alles Welturaufführungen aus Wien, die dann den Weg nach Deutschland gefunden haben, wenn die Zeit reif war.

CK: Eine Frage zum Musical Napoleon. Bekommen wir das denn irgendwann im deutschsprachigen Raum zu sehen?

Uwe Kröger: Keine Ahnung, ich bin kein Produzent, das liegt nicht an mir. Ich hoffe es sehr, denn ich würde das sehr gerne noch einmal spielen. Es ist immer ein Kostenfaktor. Vom Wollen her - sehr gerne!

CK: Du hast in einem Interview mal Sweeney Todd als reizvolle Rolle bezeichnet. Was ist mit dem Film? Wäre das nicht auch wieder eine potentielle Synchron-Rolle für Dich?

Uwe Kröger: Ich bin auf den Film gespannt, weil ich schon lange wusste, dass Johnny Depp das zusammen mit der Helena Bonham Carter machen wird. Für die Synchronisation nehmen sie bestimmt Jemanden, der als Johnny Depps Stimme schon bekannt ist.

CK: Sprechen wir über 2008! Auf Deiner HP war eine Konzert-Tour angekündigt, die dann wieder verschwunden war. Was hat es damit auf sich?

Uwe Kröger: Die Konzerte finden statt. Es gab kurzfristig inhaltliche Diskussionen, die aber für alle einvernehmlich gelöst wurden. Ich freue mich auf die Konzerte!

CK: Musical im TV! Du wirst hier im Fernsehen als Pate in der Casting-Show dabei sein. Was werden da Deine Aufgaben sein?

Uwe Kröger: Ich werde im Finale von „MUSICAL! DIE SHOW!“ am 11.01.08 im ORF als Pate für die Finalisten auftreten. Ich bin schon sehr gespannt. Parallel dazu schreibe ich wöchentlich für „TV Media“ eine Bewertung der jeweiligen Sendung, sowie eine kurze Kolumne.

CK: In Deutschland ziehen wir ja gleich mit Thomas Gottschalk nach. Wäre diese Show ebenfalls interessant für Dich?

Uwe Kröger: Ich glaube, das ist eine ganz unterschiedliche Geschichte. In Deutschland geht es um eine Rolle, die vergeben wird. Hier in Österreich geht es um eine Ausbildungsgeschichte, wofür die Leute gecoacht werden. Auf Wunsch von Thomas Gottschalk hin, hat mich der Unterhaltungschef vom ZDF persönlich in die Jury für „MUSICALSHOWSTAR 2008“ WWW.ZDF.DE eingeladen. Ich werde von Mitte Januar bis Mitte Februar beim Casting dabei sein und dann bei den 3 Live-Sendungen im April mit den Kandidaten mitfiebern, aber sie auch beurteilen.
Generell ist es grandios, dass dem Genre Musical endlich ein TV-Format geschenkt wird. Ich erhoffe mir dadurch noch größere Akzeptanz fürs Musical beim Publikum.

CK: Eine Frage, die wohl viele interessiert – Wird es in absehbarer Zeit eine neue Solo CD geben? Du hattest doch auch mal ein Swing-Projekt im Kopf…

Uwe Kröger: Das ist erstmal auf Eis gelegt, aber nicht gestorben. Es gab halt andere Prioritäten, sei es nun „Rebecca“ oder anderes. Es ist sicherlich noch weiter geplant, ich bin da noch reichlich am Sammeln. Aber aus aktuelleren Gründen ist es halt erstmal verschoben.

CK: Rebecca 2008- wer wird der Maxim de Winter?

Uwe Kröger: Keine Ahnung!

CK: Hamm 2008 – Markus Wolfslau hat nach dem Konzert 2006 Interesse bekundet, dass er gerne ein neues Konzert mit Dir auf die Beine stellen möchte.

Uwe Kröger: Wenn ich Zeit habe und es sich terminlich ausgeht, dann wahnsinnig gern. Es war ein schönes Ambiente und hat sehr viel Spaß gemacht. Die Halle war sehr charmant und schön hergerichtet. Von mir aus wie gesagt, gerne. Aber eine Anfrage gibt es bisher noch nicht!

CK: Und nun die allerletzte Frage – Wen würdest Du gerne mal treffen, um mit ihm/ihr über Gott und die Welt zu diskutieren?

Uwe Kröger: Das ist eine gute Frage. Osama bin Laden – da bräuchte ich nicht lange. Für den mache ich mir die Hände aber nicht schmutzig. Den muss man mit Nichtachtung strafen. Nehmen wir lieber mal etwas Positives. Ich würde gerne noch einmal Cate Blanchett treffen. Ich habe sie bereits bei einer Premiere in Hamburg getroffen, eine ganz ausgezeichnete Schauspielerin. Irgendwie habe ich immer wieder etwas mit Cate Blanchett zu tun. Als ich in London „Napoleon“ gespielt habe, war ich dort bei einem Sprach-Coach. Diese Dame arbeitete auch mit Cate Blanchett zusammen. Als sie dort durch die Tür kam, bin ich in sie hinein gerannt. Das habe ich ihr dann bei der Premiere erzählt und sie fragte „Did I hurt you?“ (lacht) Sie ist ganz bezaubernd.

Text: Corinna Kleszewski

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