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CD

Technische Daten:

Erich Kunzel Cincinnati Pops Orchestra: ANDREW LLOYD WEBBER
Produzent: Robert Woods
Arrangemente: Crafton Beck, Steven Reineke, Tommy Newsom
68 min, 46 sec
Telarc Digital 1996

Erich Kunzel: Andrew Lloyd Webber auf CD

Andrew Lloyd Webber Kunzel CD

Cincinnati Pops Orchestra spielt Musicals von Andrew Lloyd Webber

Erich Kunzel als Dirigent des Cincinnati Pops Orchestra ist berühmt für seine besonderen Arragemente bekannter Filmmusiken und populärer Klassik, die er mit modernster Technik als Dolby Surround-20 Bit Pure Digital Recordings beim Klassik-Label Telarc seit Jahren veröffentlicht. So wartete er fast 15 Jahre, um ein authentisches trockenes Gewitter im Grand Canyon für Grofes “Grand Canyon Suite” aufzunehmen, ersetzte die Trommeln bei der Ouvertüre zu Tchaikovskys “1812” durch echte Kanonensalven und integrierte Dinosauriergebrüll in den Soundtrack von Jurassic Park. Über 40 CDs mit zahlreichen Auszeichnungen künden vom großen Musikverständnis dieses Dirigenten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Erich Kunzel sich auch das Musical zum Thema seiner exquisiten Instumental-Orchesteraufnahmen machte.

Musical Hits von Andrew Lloyd Webber gespielt von exzellenten Musikern und einem üppigen Orchester

7 Musicals werden auf dem CD Album Andrew Lloyd Webber aus dem Jahre 1996 vom gleichnamigen Komponisten mit je einem bis sechs Einzeltiteln zitiert. Von “Cats” bis zum damals ganz aktuellen “Sunset Boulevard” erklingen die bekannten Titel diesmal in ihrer reinsten musikalischen Form ohne jeden Gesang. Im Vergleich zu anderen Einspielungen anderer namenloser Orchester, die mit dem Namen “Webber” eine schnelle Mark, sorry, den schnellen Euro verdienen wollen und nur klägliche Kaufhausmusik mit Synthesizer produzieren, zeigt Herr Kunzel, wie phantastisch ein konzertanter Webber mit einem üppigen 80-Mann-Orchester und exzellenten Einzelmusikanten (Ernest Hoffman - Orgel, Philip Collins - Trompete, Randolph Bowman - Flöte und Timothy Berens - Gitarre) klingen kann.

Auch wenn Sie schon hundert Versionen von “Memory” oder “Don´t Cry For Me Argentina” gehört haben, entdecken Sie bei den 16 Kunzel-Songs in einem zarten Trompetensolo oder einem authentischen Gitarren-Intro, das später orgastisch-üppig in Ravels Bolero mündet,  ganz neue Facetten der Wunder -Webber-Welthits. “Any Dream Will Do” aus “Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat” überrascht mit zahlreichen Variationen in 5 1/2 Minuten durch verschiedene Musikstilrichtungen von Jazz über Western-Soundtrack (“Die glorreichen Sieben” reiten durch den Song) und Walzerklängen bis zu ausgelassener Zirkusmusik mit komödiantischen Einlagen. Drei Titel aus “Jesus Christ Superstar” zeigen, dass die Rockoper als opulente Klassik-Interpretation permanente Gänsehaut auslösen kann (“I Don´t Know How To Love Him”, “Gethsemane”) oder verspielt leicht dahinplätschern kann (“King Herod´s Song”). Bereits klassische Vorlagen wie die 3 Titel aus “Sunset Boulevard” oder die 6 Stücke aus “The Phantom Of The Opera” überzeugen durch die neue üppige Instumentierung, die in einem Theater in dieser Perfektion nie erreicht werden kann (das Intro zum Titelthema aus dem Phantom wird mit einer echten Orgel gespielt und beim Finale lacht das Phantom hämisch aus allen Surround-Lautsprechern).

Einzig wenn statt des satten Orchestersounds eine Schagzeug-lastige Band in den Vordergrund gestellt wird (“Starlight Express” und leider auch im 2. Teil von “The Phantom Of The Opera”), passen diese Instrumentalarrangemente nicht vollkommen in das positive Gesamtbild der CD.

Fazit: Ein instrumentaler Webber mit vielen einfallsreichen Arrangementen - viel mehr als nur ein langweiliges Sonntagskonzert!

© by Stephan Drewianka

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