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Musical-Film Rock of Ages
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Mission Possible: Tom Cruise singt in Rock Of Ages

Musical Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Drew & Sherrie in Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Diego Boneta als Drew in Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Szene mit Alec Baldwin aus Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Julianne Hough als Sherrie in Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Tom Cruise als Rockstar in Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.
Rock Of Ages auf DVD & Blu-Ray © Warner Bros.

Rock of Ages: Glam-Rock als Musical auf DVD und Blu-Ray

Am 27. Juli 2005 feierte das Musical Rock Of Ages in Los Angeles Premiere. In dem Juke-Box Musical von Autor Chris D’Arienzo mit den Highlights der Glam-Rock Metal-Bands wie Styx, Journey, Bon Jovi, Pat Benatar, Twisted Sister, Steve Perry, Poison und Europe trifft das Mädchen vom Lande Sherrie Ende der 80er Jahre im Dschungel von Los Angeles auf den erfolglosen Musiker Drew.

Rock´n Roll am Sunset Strip

Sherrie und Drew träumen von einer Karriere als Sänger. Drew arbeitet in der Bar “The Bourbon Room”, dessen Besitzer Dennis in Geldnöten ist und zudem vom Stadtrat bedroht wird, der die sündige Meile auf dem Sunset Strip vom verruchten Rock´n Roll befreien möchte. Rock-Legende Stacee Jaxx soll ein Konzert im „Bourbon“ geben, um die Kassen wieder klingeln zu lassen, doch der einstige Rockstar ist ein menschliches Wrack zwischen Drogen- und Sex-Exzessen. Als sich Drew und Sherrie wegen eines Missverständnisses zerstreiten, landet Sherrie in einer Striptease-Bar, während auch Drew beim Versuch, ein Rockstar zu werden, scheitert.

Musical-Film Rock of Ages mit fantastischen Rock-Klassikern

Nicht eine tiefgründige Geschichte, sondern die fantastischen Rock-Klassiker (‚We Built This City‘, ‚Wanted Dead or Alive‘, ‚I Want to Know What Love Is‘, ‚The Final Countdown‘, ‚Hit Me with Your Best Shot‘, ‚Can't Fight This Feeling‘, ‚Every Rose Has Its Thorn‘, ‚Renegade‘, ‚Don't Stop Believin'‘, ‚I Wanna Rock‘, u.v.m.) , die perfekt passend in die Handlung eingeflochten wurden, als seien sie nur für diese Szenen geschrieben worden, machten aus dem Musical einen Kassenschlager. Die Show wurde 2009 an den Broadway und 2011 ins Londoner West End transferiert, wo die Musicalproduktionen immer noch erfolgreich laufen.

Drew & Sherrie überzeugen optisch und gesanglich

2010 sicherten sich Warner Bros. und New Line Cinema die Filmrechte. Regisseur Adam Shankman (Hairspray, Step Up 1, 2 & 3D, Glee“-Episoden) begann mit einer bemerkenswerten Besetzung im Mai 2011 mit den Dreharbeiten. Während der Mexikaner Diego Boneta als Drew in Hollywood noch ein unbeschriebenes Blatt war, hatte sich die Country-Sängerin Julianne Hough als Sherrie bereits in Filmen wie Burlesque und Footloose als Schauspielerin etabliert. Dieses stereotypische Ken & Barbie-Gespann vermag optisch wie gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute zu unterhalten.

Herrlich Catherine Zeta-Jones und Alec Baldwin

Catherine Zeta-Jones darf nach ihrer Rolle als Velma im Musical-Film Chicago endlich wieder ihre Hüften als sittenstrenge Bürgermeistergattin Patricia Whitmore schwingen, die sich zwar für einen jugendfreien Sunset Strip einsetzt, in Wahrheit aber einige pikante Jugendsünden zu vertuschen hat. R&B-Sängerin Mary J. Blige überzeugt mit ihrer Soul-Röhre als gutmütige Nachtclub-Besitzerin Justice Charlier. Herrlich schräg sind Alec Baldwin als „Bourbon“ Besitzer Dennis und seine rechte Hand Lonny, gespielt von Komiker Russell Brand („Arthur“, „Bedtime Stories“). Die blonde Schweden-Kanadierin Malin Akerman („Watchman“, „Selbst ist die Braut“) spielt eine zugeknöpfte Journalistin, die der animalischen Anziehungskraft von Rockstar Stacee Jaxx auf einem Billard-Tisch erliegt. Und Jaxx wird von keinem geringeren gespielt als Tom Cruise!

Tom Cruise als tätowierter Rockstar in enger Lederhose

Der Hollywood-Mime Tom Cruise sucht nach eigenen Angaben immer nach neuen Herausforderungen und wer seine Stunts in Mission Impossible angeblich alle selbst macht, fürchtet sich sicherlich nicht vor einem Mikrophon. Das täglich fünfstündige Gesangstraining während der Dreharbeiten hat sich bezahlt gemacht, denn wenn der 50-jährige Cruise tätowiert mit freiem Oberkörper in enger Lederhose über die Bühne rockt, kommt auch stimmlich eine Menge aus den Boxen im Kinosaal. Auch wenn Tom Cruises Gesang nicht wirklich für eine wahre Rockstar-Karriere ausreichen mag, sieht man bei seinem grandiosen Schauspiel schnell und gerne über kleine gesangliche Unzulänglichkeiten hinweg. Mit seiner perfekten Persiflage eines völlig heruntergekommenen Idols, der sich von einem Affen als Haustier seine Drinks reichen lässt und dabei mit beiden Händen nach prallen Damenhintern grapscht, die ihm sein schmieriger Agent Paul Gill (gespielt von Paul Giamatti aus Hangover) massenweise heranschafft, punktet Tom Cruise in jeder Szene.

Mehr als 50% Musik-Szenen im Musical-Film Rock of Ages

Der Musical-Film Rock Of Ages ist eine kitschige, kunterbunte Rückschau auf die gute alte Zeit der Schallplatten und Rockidole, die verkifft mit unzähligen Groupies Hotelzimmer verwüsteten. Regisseur und Choreograph Shankman versteht sein Handwerk und lässt seine Charaktere überzeichnet z.B. gleich in der Eröffnungssequenz in einem Greyhound-Bus singen und tanzen, als ob dies die natürlichste Sache der Welt wäre. Die Musikszenen machen mehr als 50% der Spielfilmlänge aus, die Handlung ist eher Bindeglied zwischen einzelnen Songs und ordnet sich den fulminant gefilmten Konzertauftritten und schmachtenden Rockballaden unter.

Die Choreografie ist anspruchsvoll, perfekt inszeniert und auf den Punkt umgesetzt. Was Musicalfans entzückt und fasziniert der grandiosen Kameraführung folgen lässt, verstört sicherlich den „normalen“ Kinobesucher, der sich vom neuen Cruise-Streifen sicherlich etwas völlig anderes versprochen hatte. Und so floppte der Film, der am 14.06.2012 auch in Deutschland in die Kinos kam, weltweit mit teilweise vernichtenden Kritiken, die vor allen Dingen die seichte Story mit dem typischen Zuckerwatten-Happy-End anprangerten und die Tiefe der Theatervorlage vermissten. Die Kritiker haben den Film definitiv ernster genommen, als er sich selbst nimmt.

Fazit: Als Musicalfan mit Hang zum Classic-Rock sollte man dem Musical-Film Rock of Ages auf DVD und Blu-Ray eine Chance geben. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie mit einem Augenzwinkern 123 kurzweilige Minuten weichgespültes Popcorn-Hollywood-Kino im MTV-Music-Video-Stil! 

Alles zum Musical Rock Of Ages bei Sound Of Music.

© Text: Stephan Drewianka, Musical-World.de; Fotos: Warner Bros.