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Technische Daten:
Musical Hall Stuttgart Musik: Jim Steinman Texte: Michael Kunze Aufführungsdauer: 180 min Uraufführung: 31. März 2000
Letzte Vorstellung Stuttgart: 31. August 2003 Erste Vorstellung Hamburg: 07. Dezember 2003
Der Vorverkauf ist eröffnet - Tickets für TANZ DER VAMPIRE 2010 in Stuttgart hier!
1967 nahm der damals noch junge Regisseur Roman Polanski mit seinem Film “The Fearless Vampire
Killers” den Kult um den Horror-Grafen Dracula mit einer gehörigen Portion Humor kräftig auf den Arm. Seitdem hat der Streifen, in dem Polanski selbst die Rolle des furchtlosen Vampirjägers Alfred übernahm,
einen Kultstatus unter den Horror-Fans erreicht. Wo sonst in den über 200 bisherigen Vampirfilmen wurde mit soviel Spaß in den Nacken badender Schönheiten gebissen, wie bei Polanskis “Tanz der Vampire”.
Und auch bei der Musicalproduktion hatte Herr Polanski von Anfang an seine Zähne mit im Spiel, sollte
doch der Grundcharakter des Films unbedingt bei der Bühnenadaption erhalten bleiben. Als musikalischen
Leiter entschied man sich für “Meat Loaf” Jim Steinman, der in diese Produktion seine Hits “Total Eclipse
Of The Heart” (“Totale Finsternis”) und “Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than
They Are” (“Die unstillbare Gier”) verarbeitete und noch einen Schwall neuer Rockballaden und rhythmische Tanznummern nachlieferte, wie es sie selten in dieser Perfektion im Theater zu hören gibt.
Von der musikalischen Seite ist “Tanz der Vampire” ein perfekter Genuß, das weiß der Fan bereits seit der Casteinspielung aus Wien (Kritik lesen Sie bitte hier!). Aber wie sieht es mit der Inszenierung in Stuttgart aus?
Zunächst wird man im Foyer bereits von blutrünstigen Platzanweisern in stilvoller Robe empfangen und ins
Theater geleitet, wo ein überdimensionales Vampirgebiß auf die Zuschauer wartet (hätte man sich nicht für ein anderes Logo entscheiden können?).
Der erste Akt entführt uns in ein verschneites
Wirtshaus, in dem der fast erfrorene Professor Abronsius mit Hilfe der freundlichen Wirtsleute Chagal und Rebecca behutsam aufgetaut wird. Sofort sondiert dieser die Lage und bemerkt die Massen von
Knoblauch, mit denen sich die Dorfbewohner schmücken. Abronsius Assistent Alfred indes hat eher Augen für die Wirtstochter, deren Hobby das Baden mit großen Schwämmen ist. Aber auch ein weiterer
ungebetener Gast hat ein Auge auf die badende Schönheit geworfen: Graf von Krolock lädt Sahrah heimlich zu einem Ball auf sein Schloß ein. Und als Sahrah diese Einladung annimmt und verschwindet,
macht sich der Papa auf den Weg, seine Tochter zu retten. Schon bald findet man seine blutleere Leiche, doch tot ist Chagall noch lange nicht. Fasziniert vom lebenden Toten beschließen die Vampirjäger, Chagall
noch nicht durch den berühmten Holzpflock zu erlösen, sondern er soll ihnen den Weg zum Schoß des Grafen zeigen. Graf von Krolock ist begeistert über den Besuch und lädt Professor und Assistenten auf sein Schloß ein.
Der zweite Akt beginnt mit den Vorbereitungen zum Ball. Sarah ist fasziniert von der Ausstrahlung des
Grafen und der kann sich nur knapp beherrschen, seine Beißerchen nicht sofort in das jungfräuliche Fleisch zu schlagen. Indes haben die beiden neuen Gäste eine unruhige Nacht: Alfred sieht in einem
Alptraum sein Leben von vielen Vampiren bedroht. Aber am nächsten Morgen sieht alles besser aus und die Vampirjäger machen sich auf den Weg, das Unheil der Welt zu vernichten. Doch beim Abstieg in die
Krypta bleibt Professor Abronsius an einem Geländer hängen und der zartfühlende Alfred schafft es nicht, den Grafen und dessen Sohn Herbert zu pfählen (Weichei!). Auf dem Rückweg bleibt Abronsius in der
Bücherei hängen, während Alfred erneut Sahrah beim Baden überrascht. Doch die will unbedingt zum Ball und erst danach gerettet werden. Der enttäuschte Liebhaber wird vom mittlerweile erwachten Herbert
überrascht und auf eine Weise getröstet, die den armen Alfred dann doch zu sehr unter die Gürtellinie geht. Indes erweckt Graf Krolock seine “Untertanen” auf dem Friedhof zum Leben - der Tanz der Vampire
kann beginnen und auf der Speisekarte stehen Sahrah, Abronsius und Alfred...
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Der erste Akt spielt fast ausschließlich im Wirtshaus, welches detailverliebt auch eine schöne Kulisse für
sämtliche nächtlichen Aktivitäten abgibt. Nur irgendwann ist man dieses Bühnenbild fast satt, zwar ist man mal vor, mal im Wirtshaus, aber es ist immer dieses Wirtshaus. Völlig unverständlich und nervig ist, daß
während der “Umbauphasen” (Wirtshaus-Front hoch oder runter) der Vorhang geschossen wird und ein
Schneegestöber die wartenden Zuschauer “unterhält” - so etwas ist doch mit der heutigen Bühnentechnik, die Umbauphasen geschickt in die Dramaturgie der Handlung einzubauen vermag, wirklich nicht mehr
nötig (und kommt im 2. Akt auch nicht mehr vor!). Die Handlung dümpelt mir auch etwas zu schwerfällig voran, obwohl die Songs mitreißend und schön sind, passiert einfach zu wenig. Doch dann kommt die
Sequenz der roten Stiefel. Für die Deutschlandpremiere wurde diese Tanzsequenz, in der Sahrah die geschenkten Schuhe des Grafen Krolock anzieht und in einem Traum ihr zukünftiges Schicksal als
tanzender Vampir miterleben darf, vollkommen überarbeitet. Statt der Instrumentalsequenz aus Wien gibt es hier einen mitreißenden Song von Sahrah, der in seinem rhythmischen Techno-Stil in bester Weise auf
den 2. Akt einzustimmen weiß und schließlich in einer Ensembel-Nummer endet. Denn im 2. Akt ist alles anders: die Kulissen sind phänomenaler (wunderbar ineinander verschlungene Schlangen bilden alle Pfeiler
im Schloß, die Ahnen werden in Bilderrahmen lebendig, der Friedhof schwebt um 90 Grad gedreht ein und der Ballsaal fasziniert durch seinen großen Spiegel, in dem sich die Untoten nicht widerspiegeln) und
verändern sich bei offener Bühne, die Songs sind fesselnder, moderner und rhythmischer mit geradezu artistischen Tanzeinlagen eines überdurchschnittlichen Balletts. Meine Frage: Warum nicht gleich so?
Mit dem grandiosen 2. Akt vor Augen kann man sagen, daß sich Stella hier fast selbst übertroffen hat. Denn in der besuchten Vorstellung waren auch die
Sänger überdurchschnittlich gut und - man höre und staune - textlich nahezu akzentfrei zu verstehen (die Ausnahme machte zwar James Sbano als Wirt Chagall, aber sein Akzent paßt auch perfekt zur Rolle des
jüdischen Vampirs). Fritz Schmid als Alfred kommt stimmlich bei “Draussen ist Freiheit” nicht ganz in die Höhen von Aris Sas, erfreut ansonsten aber durch eine solide Leistung. Barbara Köhler sollte sich bei
den Badeszenen etwas geschickter hinter Schwamm und Schaum verdecken, damit man ihren Ganzkörperbody nicht so peinlich genau identifizieren kann. Werner Bauer als Abronsius schnattert
gekonnt seinen Wahnsinnstext bei “Wahrheit” und “Bücher” wie ein Maschinengewehr über die Rampe,
daß es eine Freude ist und Maaike Schuurmans als Magd Magda läßt ihren Song “Tot zu sein ist komisch” zu einem Höhepunkt werden.
Einzig mit dem wichtigsten Charakter des Stücks hatte ich mehr als Pech, denn Raymond Sepe ist als Zweitbesetzung des Grafen Krolock schon rein optisch bei weitem nicht der charismatische Verführer,
der badende Jungfrauen ihren Lieblingsschwamm vergessen läßt. Leider hat er auch nicht das nötige Stimmvolumen und den Stimmunfang, um der Rolle des Grafen gerecht werden zu können (schon etwas
weniger “knödeln” wäre von Vorteil gewesen). Schade, denn mit einem “echten” Grafen wäre die
Aufführung vom “Tanz der Vampire” sicherlich zu einem meiner besten Musicalabende geworden...
Fazit: Ausgezeichnete Unterhaltung (im 2.Akt) mit großartigen Kulissen und Kostümen nicht zuletzt dank Jim Steinmans moderner Musik.
Das Publikum hat entschieden - 15 Jahre Musicals in Stuttgart 25.000 Zuschauer und Fans stimmten bei Jubiläumsaktion ab
Polanskis TANZ DER VAMPIRE kehrt 2010 für sechs Monate nach Stuttgart zurück
Eine einmalige Jubiläumsaktion fand in Stuttgart ihren sensationellen Höhepunkt: Fast zwei Wochen
lang durfte das Publikum über die Rückkehr eines Musicals abstimmen. Über 25.000 Musicalfans beteiligten sich an der Aktion! Zur Wahl standen alle neun Shows aus der 15-jährigen Stuttgarter Musical
-Geschichte. Der Gewinner siegte klar vor allen anderen Shows: Roman Polanskis TANZ DER VAMPIRE feiert im Frühjahr 2010 noch einmal Premiere in Stuttgart.
Über mehrere Tage lieferten sich die Fans von MISS SAIGON und MAMMA MIA! einen Abstimmungskampf mit Polanskis TANZ DER VAMPIRE. Am Ende siegten die Blutsauger aber deutlich
mit 7.949 Stimmen vor MISS SAIGON (4.507 Stimmen) und Disneys DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (2.702 Stimmen). Damit wird Polanskis TANZ DER VAMPIRE im Frühjahr 2010 WICKED -
DIE HEXEN VON OZ im Palladium Theater ablösen und noch einmal für gut sechs Monate in Stuttgart begeistern. Der Vorverkauf von Polanskis TANZ DER VAMPIRE ist geöffnet:
Der Vorverkauf ist eröffnet - Tickets für TANZ DER VAMPIRE 2010 in Stuttgart hier!
Mit seinem Kultfilm schuf Oscar-Preisträger Roman Polanski 1967 eine Parodie auf das Vampirgenre, mit furiose Tanzszenen, opulenten Kulissen und rockig-gefühlvolle Balladen von Jim Steinman. Die
Musical-Inszenierung des Erfolgsfilms feierte 30 Jahre später ihre Uraufführung unter der Regie des Altmeisters selbst. Mehr als 5 Millionen Menschen hat das Musical seither begeistert. Auch in Wien, wo
die Show Weltpremiere feierte, erlebt sie noch in diesem Herbst ihre Wiederaufnahme. Regisseur und Oscar-Preisträger Roman Polanski erreichte die Nachricht aus Stuttgart bei seinen
Dreharbeiten in Peenemünde: "Eine wundervolle Überraschung. Das Publikum in Stuttgart hat uns nicht vergessen und ruft uns zurück. Die Vampire werden kommen - noch bissiger als gewohnt, versprochen!"
Auch Johannes Mock-O'Hara, Geschäftsführer Stage Entertainment Deutschland ist begeistert: "Der große Vorsprung der Vampire zeigt uns, wie viele Fans diese Show über all die Jahre mobilisieren konnte.
Ich bin unglaublich stolz, den Publikumswunsch erfüllen zu dürfen und im kommenden Jahr Polanskis TANZ DER VAMPIRE wieder in Stuttgart zu präsentieren!".
Für Autor Michael Kunze ist TANZ DER VAMPIRE einer seiner größten Erfolge als Librettist: "Das Stuttgarter Publikum bittet um einen weiteren ,Tanz der Vampire'. Nie wurde eine solche Aufforderung
lieber befolgt. Auch vom Autor, der ja seine prägenden Jahre in Stuttgart verbracht hat. Jetzt heißt es wieder Gebiss justieren, Spinnweben drapieren, und im Rhythmus mitsingen: Nothing's gonna stop us, let
the bad times roll!"
Stimmenverteilung Telefon- und Internet-Voting: 1. Tanz der Vampire 7949 2. Miss Saigon 4507 3. Die Schöne und das Biest 2702
4. Mamma Mia! 2543 5. Phantom der Oper 2426 6. Cats 1728 7. Elisabeth 1526 8. 3 Musketiere 1092 9. 42nd Street 555 Gesamtergebnis: 25028
Die Gesamtaufnahme aus Wien als Doppel-CD (mein Tipp!) online bei Amazon.de bestellen, oder nur die Highlights Einzel-CD bei Amazon.de bestellen. Alles zum Thema Tanz der Vampire bei Sound Of Music!
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Der Inhalt
Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Film, in dem Roman Polanski die Rolle des Alfred und Sharon Tate die schöne Sarah gespielt haben.
Professor Abronsius aus Königsberg hat sich als Vampirforscher einen Namen gemacht. Zusammen mit
seinem Assistenten Alfred, einem schüchternen jungen Wissenschaftler, begibt er sich auf eine Expedition in die tief verschneite Bergwelt Transsylvaniens. Das Ziel des ungleichen Paares: Die Vampire, die hier der
Sage nach ein mysteriöses Schloss bewohnen sollen, zu finden – und zu töten. Schon kurz nach ihrer Ankunft in Transsylvanien verlieren sich die beiden aus den Augen. Alfred findet
sich nach einigem Umherirren im Wirtshaus des Ehepaars Chagal und Rebecca wieder. In die Gaststube wird kurz darauf auch der steifgefrorene Professor Abronsius getragen. Wieder aufgetaut, sieht der
Wissenschaftler gleich: Ein Gasthaus, in dem Loblieder auf den Knoblauch gesungen werden, kann nur ein Hinweis auf die Existenz von Vampiren in der unmittelbaren Umgebung sein. Wirt Chagal will davon
allerdings nichts wissen.
Inzwischen geht Alfred eigene Wege. Beim Rundgang durchs Wirtshaus stößt er auf eine schöne junge Frau
in der Badewanne: Sarah heißt die Tochter von Rebecca und Chagal, in die sich der unbeholfene junge Wissenschaftler prompt verliebt. Aber er ist nicht der Einzige, der ein Auge auf die
badende Schönheit geworfen hat. Sein Konkurrent heißt Graf von Krolock und ist Herr über ein Schloss in der Nähe des Gasthauses. Und: Er ist ein Vampir. Schon am darauffolgenden Abend muß der verliebte
Alfred mit ansehen, wie sich der adlige Blutsauger über die badende Sarah beugt. Graf von Krolock beißt nicht zu. Er hat andere Pläne mit der jungen Frau. Doch Alfred ist alarmiert.
Erst recht, als er Sarah schließlich seine Liebe gesteht. Denn die findet den Nachwuchswissenschaftler zwar recht sympathisch, ist mit ihren Gedanken aber ganz woanders. Im Schloss des Grafen von Krolock
nämlich, dessen buckliger Diener Koukol ihr mittlerweile ein Paket überbracht hat. Der Inhalt: Ein Paar rote Stiefel - eine Einladung zum großen Ball des Grafen. In den Stiefeln läuft Sarah in den Wald.
Als Chagal bemerkt, dass seine Tochter verschwunden ist, macht er sich auf die Suche. Erfolglos. Schon
kurze Zeit später wird sein lebloser Körper in die Gaststube getragen. Der erfahrene Vampirforscher erkennt sofort, dass der Hals des scheinbar Erfrorenen Biss-Spuren aufweist. Um Schlimmeres zu
verhindern, will er Chagal pfählen, doch Witwe Rebecca weiß das zu verhindern... Als alle schlafen, versuchen Abronsius und Alfred erneut, Chagal per Pfahl zu Leibe zu rücken. Doch der
frisch gebackene Vampir ist bereits erwacht und hat in seiner Geliebten Magda, der Magd des Wirtshauses, auch schon sein erstes Opfer gefunden. Immerhin weist Chagal den beiden chaotischen
Wissenschaftlern in dieser Nacht den Weg zum Schloss des Grafen von Krolock.
Der Vampir empfängt das als Fledermausforscher getarnte Paar aufs Herzlichste. Ebenfalls recht erfreut
über den unerwarteten Besuch: Herbert, der Sohn des Grafen, der an Alfred Gefallen findet. Die beiden werden als Übernachtungsgäste im Schloss aufgenommen.
Der Professor schläft tief und fest, während seinen Assistenten schwere Alpträume plagen: Zu Recht befürchtet er, Sarah an die Kreaturen der Nacht zu verlieren. So steigen beide am nächsten Morgen voller
Tatendrang in die Familiengruft, in der sie von Krolock und seinen Sohn vermuten. Doch alles geht schief: Der Professor bleibt am Treppengeländer hängen, Alfred bringt es nicht übers Herz, die friedlich
Schlafenden zu pfählen. Unverrichteter Dinge ins Schloss zurückgekehrt, vertieft sich der Professor in die Bücher der
umfangreichen Schlossbibliothek. Alfred sucht Sarah und findet sie auch – in der Badewanne. Er versucht,
sie zur Flucht zu überreden, aber sie will davon nichts wissen. Sarah ist viel zu gespannt auf den Ball, der abends im Schloss stattfinden soll.
Bei Herbert, dem er prompt in die Arme läuft, hat Alfred da schon bessere Karten. Der
Nachwuchswissenschaftler gerät vollends in Panik, als er seinen hartnäckigen Verehrer im Spiegel nicht sehen kann. In letzter Sekunde rettet ihn Professor Abronsius, die beiden flüchten sich auf die Zinnen des
Schlosses. Von dort können sie mitverfolgen, wie sich Graf von Krolocks Gäste bei Anbruch der Nacht aus ihren Gräbern erheben. Alfred und Abronsius können zwei Ballgäste überwältigen und mischen sich in deren
Abendgarderobe unter die Festgesellschaft. Schon hat Graf von Krolock in Sarahs freimütig dargebotenen Hals gebissen. Die beiden Wissenschaftler,
deren Blut als Delikatesse des heutigen Abends vorgesehen ist, müssen sich beeilen. Denn beim Menuett vor der großen Spiegelwand wird die Festgesellschaft feststellen, dass sich die beiden längst unter ihnen
befinden....
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Der Komponist - Jim Steinman
Über 80 Millionen seiner Tonträger wurden in den vergangenen 20 Jahren verkauft, die Liste der Stars,
für die er Songs geschrieben hat, liest sich wie ein Who is Who der Rockgeschichte, und für die Los Angeles Times ist er ”der Richard Wagner des Rock”: Jim Steinman komponierte die Musik zum neuen
STELLA –Musical TANZ DER VAMPIRE.
Typisch für Steinmans musikalischen Stil: Eine Mischung aus ekstatischem Rock und opernhafter
Theatralik. Eine Handschrift, die schon in den Sechzigern geprägt wurde. Rockkonzerte standen bei dem Studenten des renommierten Amherst College ebenso häufig auf dem Programm wie der Besuch der Metropolitan Opera.
”The Dream Engine”, Steinmans erstes Musical, entstand ebenfalls während seiner Studentenzeit, wurde jedoch nie aufgeführt. Zwar fand der Nachwuchskomponist in Joseph Papp, dem Gründer des New
Yorker Shakespeare Festivals, einen begeisterten Anhänger des Werks. Die geplante Aufführung am Delacorte Theatre im Central Park war den New Yorker Stadtvätern allerdings ”zu anzüglich und zu
schrill für eine öffentliche Kulturinstitution”. Trotzdem brachte Papps Bekanntschaft den jungen Steinman weiter. Kurz nach diesem Rückschlag
beauftragte er Steinman, Musik und Text für das Musical ”More Than You Deserve” zu schreiben, das 1974 uraufgeführt wurde. Noch vor der Premiere lernte Steinman jemanden kennen, der seine weitere
Karriere entscheidend prägen sollte: Zu den Auditions kam ein junger Sänger und Schauspieler namens Meat Loaf. Ein Zusammentreffen, das vom Spin Magazine später als ”einer der zehn wichtigsten
Augenblicke der Geschichte des Rock’n’Roll” bezeichnet wurde. Denn danach kehrte Jim Steinman dem
Musical zunächst den Rücken. Das Ergebnis: ”Bat Out Of Hell” avancierte mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren zum bestverkauften Debütalbum der Musikgeschichte.
Nach diesem Mega-Erfolg suchten viele andere Größen im Rock- und Pop-Business die Zusammenarbeit
mit dem Komponisten. Stars wie Celine Dion, Bonnie Tyler, Barbra Streisand, Taylor Dayne, Barry Manilow oder die Alternative-Band The Sisters of Mercy arbeiteten seither mit Jim Steinman zusammen.
Aber auch große Kinofilme tragen Steinmans Handschrift: Aus seiner Feder flossen unter anderem die
Soundtracks zum Kassenschlager ”Footloose”, zu ”The Shadow” und zu dem Kultstreifen ”Streets of Fire”.
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Der Regisseur - Roman Polanski
Als ”The Fearless Vampire Killers or Pardon Me But Your Teeth Are in my Neck”, so der volle Titel des
Films ”Tanz der Vampire”, im Jahre 1967 erstmals über die Kino-Leinwände flimmerte, hatte sich der 34jährige Roman Polanski in Europa längst als Regisseur etabliert.
Aufgewachsen ist der 1933 in Paris geborene Polanski in Polen. Hier besuchte er die Krakauer
Kunsthochschule und die berühmte Filmhochschule in Lodz. Parallel dazu trat er immer wieder als Darsteller in Erscheinung, bereits als 14jähriger stand er erstmals auf einer Theaterbühne. Außerdem
übernahm er eine Rolle in ”Die Glücksbande”, einer beliebten polnischen Rundfunkshow. Noch vor seinem 20. Geburtstag war der spätere Kultregisseur als Schauspieler in den Andrzej-Waida
-Filmen ”Generation”, ”Wenn Engel fallen” und ”Der Dicke und der Dünne” zu bewundern.
Seinen ersten Erfolg als Regisseur bescherte ihm 1962 ”Das Messer im Wasser”. Lohn der Mühe: Ein
Kritikerpreis beim Filmfestival in Venedig, eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film sowie Titel-Story im Time Magazine.
1964 folgte ”Ekel”. Polanskis erster Film in englischer Sprache, in dem Catherine Deneuve als
Hauptdarstellerin brillierte, erntete in Berlin einen Silbernen Bären. Für ”Cul de Sac” (Wenn Kattelbach kommt) wurde er mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
Hollywood rief. 1967 schließlich folgte ”Tanz der Vampire”. Roman Polanski führte nicht nur Regie,
sondern übernahm auch eine der Hauptrollen. Als Alfred, der schüchterne Gehilfe des Vampirforschers Professor Abronsius, umwarb er seine spätere Frau
Sharon Tate.Später folgten ”Rosemary’s Baby”, die gemeinsam mit Kenneth Tynan geschaffene Adaption von Shakespeares ”Macbeth”, und die absurde
Komödie ”Was?” mit Marcello Mastroianni. ”Chinatown” mit Jack Nicholson, Faye Dunaway und John Huston brachte Roman Polanski im Jahr 1974
einen Oscar für das beste Drehbuch sowie elf weitere Nominierungen ein, unter anderem für den besten Regisseur und den besten Film.
Trotz großer Erfolge in typisch amerikanischen Genres kehrte Polanski 1976 nach Europa zurück. In ”Der
Mieter” stand er erstmals seit Längerem wieder in einer Hauptrolle vor der Kamera. In den folgenden Jahren entstanden weitere Oscar-gekrönte Werke wie
”Tess” oder 1986 das Abenteuermärchen ”Piraten”. 1988 folgte der Thriller ”Frantic” mit Harrison Ford und Emmanuelle Seigner, Polanskis späterer Frau, in den Hauptrollen.
1989 kam ”Bitter Moon”, 1994 schließlich ”Der Tod und das Mädchen” mit Sigourney Weaver und Ben
Kingsley. Polanskis vorerst letzte Filmregie: ”Die neun Pforten”, ein Okkult-Thriller mit Johnny Depp aus dem Jahr 1999.
Dazwischen immer wieder die Oper: Roman Polanski inszenierte unter anderem Alban Bergs ”Lulu” in
Spoleto, Verdis ”Rigoletto” in München und ”Hoffmanns Erzählungen” in Paris. 1981 inszenierte und
spielte Polanski Peter Shaffers ”Amadeus” zuerst in Warschau und dann in Paris. 1988 spielte er in Paris in Stephen Barkoffs Bearbeitung von Kafkas ”Die Verwandlung”.
”Roman”, Polanskis Autobiographie, erschien im Jahr 1984. Sämtliche Übersetzungen eroberten die internationalen Bestsellerlisten.
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Kurzbeschreibung der Rollen
Graf von Krolock
Der düstere Fürst der Finsternis lebt zusammen mit seinem Sohn Herbert und seinem Hofstaat im
mysteriösen Vampirschloss in der Bergwelt Transsylvaniens. Er erhebt Anspruch auf die Gunst der hübschen Wirtstochter Sarah und macht dies auch unmissverständlich klar.
Sarah
Die hübsche Tochter der jüdischen Wirtsleute Chagal und Rebecca langweilt sich zunehmends unter der
Obhut ihrer strengen Eltern. Süchtig nach Abwechslung beginnt sie einen heftigen Flirt mit dem jungen Vampirforschergehilfen Alfred, der ihr seine Liebe bekundet. Als der reife und interessante Graf von
Krolock ebenfalls um ihre Gunst wirbt und sie zum Mitternachtsball in sein Schloss einlädt, kann sie nicht widerstehen.
Professor Abronsius
Der berühmte Vampirforscher aus Königsberg kommt in einem Wirtshaus im verschneiten Transsylvanien,
trotz der Lügen der dortigen Bauern, den Vampiren auf die Spur. Zusammen mit seinem Gehilfen Alfred versucht er die rätselhaften Vorgänge im Schloss des Grafen von Krolock logisch zu ergründen.
Alfred
Der schüchterne junge Wissenschaftler begleitet Professor Abronsius auf seine Forschungsreise nach
Transsylvanien. Der durchweg ängstliche Alfred verliebt sich in die hübsche Wirtstochter Sarah und als diese dann dem Charme des Grafen von Krolock erliegt und ihm in sein Schloss folgt, erwacht in Alfred
der Mut. Fest entschlossen, sie zu retten, begleitet er Professor Abronsius ins Vampirschloss. Dort verliebt sich jedoch der schwule Sohn des Grafen in ihn, und er kann sich den Annäherungsversuchen von
Herbert kaum erwehren.
Magda
Die junge Magd arbeitet für die Wirtsleute Rebecca und Chagal. Des Nachts schaut regelmäßig Chagal
für ein Schäferstündchen bei ihr vorbei. Als Mensch findet sie ihn abstoßend, als jedoch beide zu Vampiren geworden sind, findet sie sogar Gefallen an ihm.
Chagal
Der jüdische Wirt betreibt zusammen mit seiner Frau Rebecca ein Wirtshaus in Transsylvanien, ganz in
der Nähe des mysteriösen Vampirschlosses. Nachts schleicht er sich desöfteren zu Magda, seiner Magd. Sorgen macht er sich um die Unversehrtheit seines lieben Töchterchens Sarah. Als diese zum Schloss
flieht, wird er auf der Suche nach ihr selbst zum Vampir.
Rebecca
Die robuste Wirtsfrau ertappt ihren Ehemann Chagal, als dieser mal wieder zu einem Schäferstündchen
mit Magda aufbricht. Bei seiner Rückkehr empfängt sie ihn mit einer Salami, die sie ihm kräftig über den Schädel haut. Als Professor Abronsius den zum Vampir gewordenen Chagal pfählen will, schützt sie
jedoch ihren Mann.
Herbert
Der schwule Sohn des Grafen von Krolock, der sich auf dem Schloss seines Vaters nach Abwechslung
sehnt. Mit Freude nimmt er zur Kenntnis, dass Professor Abronsius seinen jungen und gutaussehenden Gehilfen Alfred mitbringt. Natürlich verliebt er sich sofort in den schönen Jüngling und bedrängt ihn mit
Annäherungsversuchen.
Koukol
Der bucklige Diener des Grafen von Krolock kümmert sich um dessen Wohlergehen. Sein Erscheinen im
Wirtshaus versetzt die Dorfbewohner regelmäßig in Angst und Schrecken.
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Die Kostüme
Wenn sich die Untoten aus längst vergangenen Jahrhunderten aus ihren Gräbern erheben und wenn Sarah
im prächtigen roten Ballkleid in die Arme des Grafen von Krolock sinkt und den Zuschauern eine richtig schöne Gänsehaut den Rücken herunter läuft, dann arbeitet die hausinterne Kostümabteilung auf
Hochtouren. 230 Kostüme, 200 Paar Schuhe, 80 Paar Handschuhe, 200 Paar künstliche Fingernägel, 50 Paar künstliche Fingerkuppen, 70 neue Hüte und Kopfputze sowie zwei komplette Ritterrüstungen nennen die
Fachleute ihr eigen. 20 Mitarbeiter waren allein in der Aufbauphase hunderte von Stunden damit beschäftigt, die 230
Kostüme in liebevoller Handarbeit herzustellen. Insgesamt wurden drei Kilometer Stoff verarbeitet. Alle Kostüme sind handbemalt: Allein 80 Liter Farbe benötigten die Fachleute, um die Kostüme zu färben und
zu bemalen, 25 Liter davon Nachtleuchtfarbe, die die Vampire im Dunkeln in ein unheimliches Licht hüllt.
Reto Tuchschmid, Kostümleitung: ”Die sehr kurze Aufbauzeit machte unsere Arbeit um so schwieriger, da
die Kostüme schon sehr aufwendig und detailfreudig sind. Aber dafür sind wir jetzt doppelt so stolz, dass jeder auf der Bühne so gruselig aussieht, wie er aussehen muss.”
Aber nicht nur im Vorfeld ist die Maskenabteilung im Höchsteinsatz: Während der Show sind 15 sogenannte ”Quick Changes” nötig, dabei müssen innerhalb weniger Sekunden die kompletten Kostüme
gewechselt werden.
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Die Maske
Das bleiche Antlitz des Grafen von Krolock beugt sich über Sarahs zarten Hals, gefährliche Eckzähne
kommen hinter blutroten Lippen zum Vorschein: Acht Maskenbildner sind jeden Abend tätig, um den Vampiren die rechte Ausstrahlung zu verleihen. Insgesamt umfasst die Maske von TANZ DER
VAMPIRE 14 Mitarbeiter. Und die haben alle Hände voll zu tun: Zwei Stunden verbringt alleine Graf von Krolock vor jeder Show in
der Maske. Schon die Gestaltung der Hände des düsteren Vampirgrafen ist sehr aufwendig. Jede Hand wird kunstvoll geschminkt, Fingernägel und Fingerkuppen erfordern die volle Aufmerksamkeit des
Maskenbildners.
Nicht minder aufwendig die Herstellung der Vampir-Gebisse: Für jedes Ensemble-Mitglied produzierte das damit beauftragte Zahnlabor zwei Gebisse. Für die drei Gipsabdrücke pro Kopf, die dazu notwendig
waren, wurden 50 Kilo Gips verbraucht. Die Mitarbeiter der Maske kümmern sich aber auch darum, dass pro Vorstellung zwei Blutbeutel in
Reichweite sind, damit bei dem folgenschweren Biss des Grafen von Krolock in Sarahs zarten Hals auch so richtig schön das Blut fließt.
Wenn sich in der Musical Hall Stuttgart der Vorhang zur Ouvertüre hebt, ist für die Mitarbeiter der Maske noch lange nicht Feierabend: Jede Darstellerin, jeder Darsteller wird pro Show mindestens zwei-
bis fünfmal komplett neu geschminkt. Neun Frauen werden Abend für Abend in bärtige Männer verwandelt. Insgesamt müssen 100 Perücken gepflegt, ausgebessert und gegebenenfalls neu geknüpft werden.
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Das Orchester
Professor Abronsius, Sarah und Alfred sind den blutrünstigen Vampiren im Ballsaal knapp entronnen.
Während sich Sarah und Alfred in einer folgenschweren Umarmung wiederfinden, erklingen aus dem Orchestergraben die ersten Töne von TANZ DER VAMPIRE, dem Finale. 26 Orchestermitglieder
haben fast drei Stunden lang im Orchestergraben zum musikalischen Gelingen des Musicals beigetragen. Insgesamt umfasst das TANZ-DER-VAMPIRE-Orchester 35 Mitglieder. Die Besonderheit im Graben in
der Musical Hall Stuttgart: Trommler und E-Gitarrist, die den Kompositionen Jim Steinmans einen
rockigen Touch verleihen, sitzen in einem separaten, isolierten Bereich, um die übrigen Musiker nicht aus dem Takt zu bringen.
Im Orchester eines Musicals zu spielen, birgt besondere Herausforderungen: Dirigent und Musiker begleiten nicht nur den Gesang des Ensembles und der Solisten, sie untermalen auch reine Dialogszenen,
um das dramatische Geschehen auf der Bühne nachhaltig zu untermalen. Um zu erreichen, dass das Publikum im Orchester weit mehr als 26 Musikerinnen und Musiker vermutet,
bedarf es ausgezeichneter Instrumentalisten. Einige Musiker spielen im Laufe des Abends sogar mehrere verschiedene Instrumente. Gefordert ist aber auch der Einsatz modernster Technik: Der Einsatz
elektronischer Instrumente zur Wiedergabe sogenannter Samples, der digitalen Aufnahme und Verarbeitung verschiedenster Klänge versetzt den Zuschauer in neue Klangweiten.
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Zahlen, Daten, Fakten
Musical Hall Stuttgart
- Gesamtleiter des Projekts: Dipl. Ing. Walter Veyhle
- Architekten: Schwarz & Schwarz (Stuttgart) und RHWL (London)
- Bauzeit: 13 Monate (Juli 1993 bis August 1994)
- 100 000 Kubikmeter umbauter Raum
- 35 Meter hoher Bühnenturm
- 2000 qm Foyerfläche
Theaterraum
- Zweirangtheater mit ansteigender Bestuhlung
- 1784 Sitzplätze
- maximale Sichtentfernung von den hintersten Stuhlreihen zum Bühnenrand: 29,50 Meter
Ensemble
- insgesamt 46 Darsteller (24 männliche und 22 weibliche)
- 33 Darsteller sind pro Vorstellung auf der Bühne
Orchester
- insgesamt 35 Orchestermitglieder
- 26 Musiker spielen pro Vorstellung live im Orchestergraben
Maske
- 14 Mitarbeiter, jeweils acht arbeiten während der Show backstage
- 13 Glatzen
- ca. 100 Perücken, davon 85 aus der Wiener Produktion
- die übrigen Perücken mussten komplett neu geknüpft werden, dazu wurden 12 kg Echthaar verwendet
- pro Darsteller wurden mit drei Gipsabdrücken zwei Gebisse hergestellt
- für die Abdrücke wurden insgesamt 50 kg Gips verbraucht
- jeder Darsteller wird mindestens 2 x komplett neu geschminkt
- ca. 1 ½ Stunden beträgt die Schminkzeit für Graf von Krolock
- 9 Frauen werden mit Bärten in Männer verwandelt
- 5 kg biokompatibler Lack wurde benötigt (Biokompatibler Lack = Lack, der dem Körper zugemutet werden kann)
- pro Vorstellung werden 2 Blutbeutel gebraucht, damit beim Halsbiss auch richtig ”Blut” fließt
Bühnentechnik
- 15 Mitarbeiter; davon arbeiten jeweils acht während der Show
- 41 Schwerlast- und Elektrozüge
- sieben Handzüge (mit Dekoration und Beleuchtung)
- zehn weitere, computergesteuerte Handzüge
- drei Brücken (Gewicht: 3,5 t, 3 t, 2 t)
- Grabwand (Gewicht: 1,8 t)
- Wendeltreppe (Gewicht 1,6 t, Höhe 7 Meter)
- 25 Szenenwechsel pro Show
Requisite
- vier Mitarbeiter; davon arbeiten zwei während der Show
- über 300 Requisiten, z.B. 48 Knoblauchzöpfe
- Schneemaschine
Umbau Bühne, Zuschauerraum, Foyer
- Planungsbeginn Juli 1999
- Dauer des Umbaus: ca. acht Wochen, von letzter Vorstellung MISS SAIGON am 19.12.1999 bis zur ersten Bühnenprobe am 24. Februar 2000
- kompletter Abbau von 900 qm schräger Bühne; Neueinbau von 500 qm Hauptbühne
- Umbau der Obermaschinerie
- am Bühnenumbau waren sieben Tage pro Woche rund 50 Personen beschäftigt
- gesamte Umbaukosten: ca. 3,5 Mio. DM
- Produktionskosten: 15 Mio. DM
© by Stephan Drewianka, Pressetexte und Photos: Stage Holding
[Stuttgart Kritik] [Inhalt] [Komponist] [Regisseur] [Rollen] [Kostüme] [Maske] [Orchester] [Fakten] [Derniere Stuttgart] [Sarah Hamburg] [Thomas Borchert] [Probenstart] [Hamburg Kritik] [Berlin] [Oberhausen]
Kehraus in Schwäbisch-Transsylvanien - Baubeginn auf der 42. Strasse
Der alte Krolock ehrte den zweimillionsten Gast, über seinen Hamburger Erben kursieren die wildesten Gerüchte
Er ist zwar, wie es in einer Liedzeile heißt, zum ewigen Leben verdammt, doch ganz so ausgedehnt wird
sein Dasein im Diesseits wohl doch nicht währen. Immerhin: Graf von Krolock hat es in Schwäbisch
-Transsylvanien länger ausgehalten, als selbst die kühnsten Optimisten anfangs zu hoffen wagten: drei
Jahre und fast fünf Monate. Und wenn für ihn und sein Gefolge am kommenden Sonntag (31. August) im
hiesigen Apollo-Theater nach 1414 Shows der Schlussvorhang fällt, greifen etwas weiter nördlich
lebensverlängernde Maßnahmen. In der Neuen Flora in Hamburg erlebt der Chef-Vampir seinen zweiten
deutschen Frühling. Das gilt freilich nur für die Bühnenfigur, nicht für die Person, die dahinter steckt: Kevin
Tarte. Der bleibt schön und brav im Ländle und marschiert dann unter einem anderen Namen auf der "42nd Street" weiter nach vorne.
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Kurz vor Dienstschluss noch eine Bestmarke erreicht: Graf Krolock (Kevin Tarte)
hieß mit Gaby Halverkamp aus Duisburg im Stuttgarter Apollo-Theater die zweimillionste Besucherin von "Tanz der Vampire" willkommen. Foto: Apollo-Theater
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Der düster dreinblickende Blutsauger hatte kurz vor dem Ende seiner Stuttgarter Regierungszeit noch einmal Grund, eine Pulle roten Vampir-Sekt zu köpfen. Wenige Tage vor ihrem letzten
Tanz feierten Polanskis Draculas sich selbst und eine Dame aus Duisburg: Gaby Halverkamp. Nicht, dass die Frau aus dem Ruhrpott es drauf angelegt hätte. Es war immerhin schon ihr 25.
Besuch bei den Langzähnen, doch dieses Silberjubiläum wurde gleich zum Triumpfzug. Denn: Die 41-Jährige bescherte den von unstillbarer Gier getriebenen Hausherren kurz vor dem Abgang
noch eine neue Bestmarke. Sie übersprang die magische Besuchergrenze und war der zweimillionste Gast im gräflichen Gemäuer.
Krolock, ausgerüstet mit eine prächtigen Blumenstrauß, wartete bereits im Theaterfoyer auf die 41-Jährige aus Schimanski-Stadt. Als Zugabe überreichte Kevin Tarte eine Einladung zur TdV-Neu
-Premiere an der Elbe am 7. Dezember - Limousinenservice, Teilnahme an der Premierenfeier und Übernachtung für zwei Personen inklusive.
700 Liter Haarspray und 70 Kilo Alabsterschminke Der Abschied der Untoten aus Stuttgart gibt Anlass, etwas in der
Statistik zu kramen und mit Zahlen zu jonglieren. So standen, seit Krolock am 31. März anno 200 seine Hauer erstmals in den Hals
der schönen Sarah bohrte, 197 verschiedene Darsteller auf den Brettern. Die Maskenabteilung verbrauchte rund 3 000 künstliche Fingernägel, 113 Tuben Sekundenkleber, 71 Flaschen Nagellack,
über 70 Liter (künstliches) Blut, 140 Kilogramm Gips für Zahnabdrücke und 85 Liter Glatzan für 350
Glatzen. 700 Liter Haarspray und über 70 000 Haarnadeln sorgten für den richtigen Halt der Frisuren. Für den (blassen) Teint verspachtelten die Kosmetiker 70 Kilo Alabsterschminke.
Probenstart am 15. September
Am Tag nach der letzten Vorstellungen beginnt bereits der Umbau des Apollo-Theaters, um selbiges für
den Empfang der Steppartisten aus der 42. Straße vorzubereiten. Termin für die Europa-Premiere von "42nd Street" ist der 21. November, offizieller Probenstart ist am 15. September. Während dafür
personell schon alles weitestgehend in trockenen Tüchern ist - zum Team gehören 65 Darsteller, jeweils
48 stehen pro Show auf der Bühne - sind sich die Hamburger noch nicht schlüssig, wer hier im Einzelnen mit den Vamps eine flotte Sohle aufs Parkett legen soll.
Wer wird der neue Schlossherr in Hamburg? Nach Auditions in Wien, Düsseldorf, Stockholm, Hamburg, Stuttgart und London, bei denen viele
Hundert Künstler um einen Platz an und unter der Sonne Transsylvaniens ersucht haben, stehen in Kürze
die Finals ins Haus. Im Beisein von Regisseur Roman Polanski schlägt für die Bewerber die Stunde der Wahrheit.
Insbesondere um die Besetzung des Grafen Krolocks sind in den einschlägigen Zirkel und Internetforen
die wildesten Spekulationen entbrannt. Die Gerüchteküche brodelt. So werden einige recht populäre Namen gehandelt. Die ein oder andere Überraschung dürfte da allemal drin sein.
© by Jürgen Heimann
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Da läuft dem ollen Krolock in seiner grenzenlosen Gier das Wasser im Munde zusammen Hauptrolle für Jessica Kessler: Die 22-jährige verdreht als „Sarah“ dem Vampir-Graf in Hamburg den Kopf
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Von Bord der Titanic über die Barrikaden von Paris ins Schloss des
düsteren Grafen: Jessica Kessler wird bei „Les Misérables“ in Berlin, wo sie als Ensemblemitglied und Eponine-Cover angeheuert hatte, nur wenige
Shows spielen. Dann geht’s ins hanseatische Transsylvanien, wo in Kürze die Proben für die Neu-Produktion des Vampirtanzes beginnen.
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Als Mozart an der Alster noch auf den Tasten seines Spinetts herumhämmerte, war sie noch das unerfahrene Küken, dem man eine Chance geben wollte. Und das Mädel vom
Niederrhein nutzte die Gelegenheit. Stand Jessica Kessler damals, als das rebellische Genie aus norwegisch-Salzburg in der Neuen Flora aufmüpfig seine Rastalocken schüttelte, als
jüngstes Ensemblemitglied unauffällig in der zweiten Reihe, spielt sie in absehbarer Zeit an gleicher Stelle schon in der ersten Liga. Der Ort, wo ihre Karriere als Musical
-Darstellerin einst ihren ersten professionellen Anstrich erhielt, soll nun auch zum bedeutenden Meilenstein ihrer Laufbahn werden. Mag die Aussicht, von jemanden gebissen und
ausgesaugt zu werden, auch nicht für jedermann erstrebenswert erscheinen, für sie ist sie es allemal. Jessica Kessler zieht sich die roten Stiefel an und wird hier nach dem
Einzug der Vampire als Erstbesetzung der schönen Sarah zur TdV-Premieren-Cast gehören. Da läuft dem ollen Krolock jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Wer immer das
auch sein wird. Man munkelt ja inzwischen so einiges . . . Als Nannerl- und Constanze-Cover hatte die zierliche, gerade mal 163 Zentimeter große Künstlerin in der
hanseatischen Stresemannstraße bereits bei Mozart durchscheinen lassen, dass mehr in ihr steckt und sie mit Stellvertreter- und Ausputzer-Jobs eigentlich unterfordert ist.
Doch es waren andererseits auch wichtige, freilich auf wenige Monate komprimierte Lehr-Jahre für sie. Aus den dabei und in Folge gewonnenen Erfahrungen sollte die heute 22-Jährige
profitieren. Das Rüstzeug für den späteren beruflichen Werdegang hatte sich Jessica Kessler bei Barbara
Wachendorf geholt, wo sie eine Schauspielausbildung erhielt. Sie lernte Ballett- und Jazz-Tanz und
absolvierte eine Gesangsausbildung an der Niederrheinischen Musikschule in Duisburg. Zu ihren ersten
Bühnenerfahrungen zählten Auftritte als Solistin bei der „Sommernacht des Musicals“ in Dinslaken sowie
in der Tourneeproduktion des Musicals „Children of Eden“, in der sie die „Yonah“ verkörperte.
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Ready for Take off: Eine junge Künstlerin setzt zum Höhenflug an.
Jessica Kessler hat Startfreigabe. Als Erstbesetzung „Sarah“ wird das fesche Mädel aus Dinslaken ab 5. Dezember in Hamburg mit den Vampiren
tanzen. Da läuft dem ollen Krolock schon das Wasser im Munde zusammen. Dass die 22-Jährige den Zuschlag für diese Hauptrolle bekommen hat, ist ein
Meilenstein in ihrer noch recht kurzen, aber steilen Karriere als Musicaldarstellerin.
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Erst Möwenschreie, jetzt Wolfsgeheul Als ehemalige Kufen-Prinzessin und Vize-Landesmeisterin verlor die Sopranistin auch ohne Schlittschuhe, die sie sich
schon im zarten Alter von drei Jahren angeschnallt hatte, auf dem rutschigen Parkett des knallharten, von gnadenlosem Konkurrenzkampf und Ausleseprozessen geprägten Business
später nicht den Halt. Seekrank wurde die Dinslakener Landratte im maritimen Hamburg auch nicht, als dann die „Titanic“ vom Stapel lief und in See stach. Dort gehörte die
sportliche Wahl-Duisburgerin ebenfalls zur Premieren-Crew, auch wenn es wieder nicht für ein First-Class-Ticket reichte. Immerhin diente man der passionierten Eiskunstläuferin die
Erstbesetzung der von einem besseren Leben in Ami-Land träumenden 3.-Klasse-Passagierin Kate Mullins an. Und ihre Namensvetterin Kate McGowan vertrat sie auf dem Arme
-Leute-Deck, wenn Not am Manne bzw. der Frau war, ebenfalls mit viel Verve. Madelein Astor konnte ebenfalls ganz beruhigt einen freien Tag nehmen. Jessica bewegte sich
auch im elitären Kreis der superreichen Snobs auf dem Promenadendeck stilsicher und würdevoll.
Kurzes Leiden bei den Elenden in Berlin
Noch bevor sich abzeichnete, dass der Luxusliner Schlagseite bekommen und Kurs auf das
Abwrackdock nehmen würde, heuerte die gute (Musical on)Ice-Fee bei einer anderen großen Produktion
der Stage Holding an: bei „Les Misérables“ im Berliner Theater des Westens. Dort sollte das Mädel
ursprünglich ab 26. September als Eponine-Cover in unerfüllter Liebe zu Marius schmachten und sich eine
tödliche Kugel beim aussichtslosen Barrikadenkampf einfangen - was es dann auch tut, aber nicht
sonderlich lange. Zur Premiere wird die passionierte Pepsi-Light- und Teetrinkerin mit den olivgrünen
Augen noch auf der TdW-Bühne stehen, aber dann nach wenigen Shows ihr Packerl schnüren, um gen
Transsylvanien zu reisen, wo die Vamps ab 7. Dezember Samba tanzen und demnächst die Proben
beginnen. Ihre Essgewohnheiten braucht sie da nicht sonderlich umzustellen. Zwar gibt es dort „im ersten
Haus am Platz“, der elterlichen Chagall-Kneipe nicht ihre Lieblingsgerichte (Nudel, Pizza), aber die
Zutaten sind schon o.k: Viel Knoblauch. Der gehört in den Karpaten schließlich zur Überlebensausrüstung.
© Text und Fotos by Jürgen Heimann
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Die Katze ist aus dem Sack: Nix Lucheni, jetzt ist Graf Krolock angesagt Thomas Borchert zeigt Biss und wird neuer Ober-Vampir in Hamburg
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Serkan Kaya (rechts) hat gut Lachen: Er wird
Erstbesetzung des Lucheni bei Elisabeth in Wien. Aber auch bei Thomas Borchert (links) mag trotz der Handverletzung nicht so recht Katerstimmung
aufkommen. Der gebürtiger Essener freut sich auf eine neue, spannende Herausforderung: Er zieht als Vampirfürst Krolock in die Neue Flora ein.
Foto: VBW/ Alexander Ch. Wulz
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Der (natürlich schwarze) Schleier über der Identität des neuen hanseatischen Krolock-Grafen ist gelüftet. Während sich die Stage-Holding, was die Besetzung
der TdV-Inszenierung in Hamburg anbelangt, noch in Schweigen hüllt und auf Ende September vertröstet, haben die Vereinigten Bühnen in Wien die
Katze bereits aus dem Sack gelassen. Thomas Borchert soll den Fürsten der Finsternis mimen. Statt, wie ursprünglich geplant, die Kaiserin Elisabeth zu
meucheln, wird er nun ab 7. November in der Neuen Flora Biss zeigen und mit unstillbarer Gier auf die Suche nach der ein oder anderen Bluttransfusion gehen.
Borcherts Name war eben anderen in den diversen Diskussionsforen des Internets wiederholt als möglicher Hauptdarsteller von „Tanz der Vampire“
gehandelt worden. Die „Experten“ mochten bislang aber nicht so recht daran glauben, weil der Künstler ja in der Neunszenierung des Kunze/Levay-Welterfolgs
„Elisabeth“ im Theater an der Wien als Attentäter Lucheni die Mordfeile zücken sollte. Daneben war er als alternierender Tod vorgesehen. Doch
erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt . . .
Ein Missgeschick eröffnet neue Möglichkeiten
Die Pressestelle des Hauses hat Mitte der Woche offiziell verlauten lassen, dass der gebürtige Essener
definitiv nicht die „Sissi“ killt, sondern sich auf eine andere große Herausfoderung an der Alster
vorbereitet und daselbst den Vampirherrscher spielen wird. Als Grund für diesen Personalschwenk wird
offiziell eine schwere Handverletzung genannt, die sich der 38-Jährige während der Proben im Rahmen
eines Promotiontermins zugezogen hätte. Da sein linker Arm mindestens für fünf Wochen in Gips liegen müsse, könne er den Lucheni-Part nicht übernehmen. So wird dem
Jekyll & Hyde i.R. – diese anspruchsvolle Doppelrolle, hatte zuletzt an gleicher Stelle mit
großer Brillanz ausgefüllt – nichts anderes übrig bleiben, als die Wiener Gala-Premiere am 1. Oktober aus
dem Zuschauerraum heraus zu verfolgen. Er wird es verschmerzen können, denn das Trostpflaster an
anderer Stelle dürfte mehr als adäquat sei. Der Job-Tausch, den Borchert da macht, ist ja nicht der schlechteste.
Als „Vielzweckwaffe“ vor einer spannenden Herausforderung
Als transsylvanischer Blutsauger-Häuptling hat er einmal mehr die Chance, seine enormer
Wandlungsfähigkeit und Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Davon abgesehen, wäre die Rolle des
Lucheni-Luigi ja nichts wirklich Neues für ihn gewesen. Den Anarchisten hatte er bereits von 1992 bis
1994 in der österreichischen Metropole gegeben. Borchert gilt als Allround-Talent und Vielzweckwaffe,
die (fast) alles spielen und singen kann. Ob Snoopy oder Frank ‘n’ Furter, Che, Buddy Holly, Tod, Jean
Valjean, Judas, Leopold Mozart oder Colloredo, der Mann hat bislang überall eine gute Figur gemacht.
Das Rätselraten geht weiter
Als Erstbesetzung Krolock hat er in Hamburg hochkarätige Konkurrenten bzw. Mitbewerber
ausgestochen – möglicherweise „with a little help from his friends“ , einflussreichen Förderern an
höchster Stelle. Das spannende Rätselraten um die übrige Cast geht natürlich jetzt unvermindert weiter.
Ist ja vielleicht auch ganz gut so, denn das beschert der Produktion noch mehr Aufmerksamkeit . Mit
Jessica Kessler als „Sarah“ war ja schon vorher eine weitere wichtige Personalentscheidung
durchgesickert. Regisseur Roman Polanski konnte damit seine Wunschkandidatin durchsetzen.
Für Serkan Kaya die Chance seines Lebens
In Wien geht durch die neue Entwicklung die kaiserliche Welt nicht unter. Für den jungen Künstler Serkan
Kaya eröffnet sich dadurch die Chance seines Lebens. Ursprünglich als alternierender Lucheni und Baron
Hübner vorgemerkt, steigt er nun in die erste Reihe auf und wird den Mordbuben über die gesamte Spieldauer bis 2. Mai 2004 als Erstbesetzung verkörpern.
© Text und Fotos by Jürgen Heimann
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Probenstart in Hamburg: Die Vampire im hanseatisch-transsylvanischen Trainingscamp Wiedersehen mit alten Bekannten: Viele Künstler haben bereits Bisserfahrung
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In der Neuen Flora sind die Messer gewetzt. Regisseur Roman
Polanski (links) rückte mit scharfer Klinge der obligatorischen Probenstart-Torte zu Leibe. In der Mitte Jessica Kessler, für die die Rolle der
„Sarah“ endgültig den Aufstieg in die erste Musicalliga bedeutet. Rechts neben ihr Thomas Borchert (Graf Krolock), Werner Bauer
(Professor Ambronsius) und Frederick Wickerts (Alfred). Im Hintergrund Felix Martin und Norbert Kohler. Fotos: Stage Holding
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Ein Schwätzchen am Rande: Regisseur Roman Polanski (links)
freut sich auf die Zusammenarbeit mit Jessica Kessler und Thomas Borchert. Gut gelaunt geht es jetzt ins hanseatisch-transsylvanische
Trainingscamp.
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In der Neuen Flora haben die Proben für den „Tanz der
Vampire“ begonnen. Noch rund 50 Tage bleibt den Künstlern Zeit, dann muss die Neuinszenierung stehen. Premiere ist am 7. Dezember.
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Mit dem offiziellen Probenstart am Montag dieser Woche hat die Stage Holding zugleich auch das Rätselraten um die Zusammensetzung der neuen
Hamburger Vampir-Cast beendet. Gleichwohl: Die Namen derer, die in Schlüsselpostionen der Neuinszenierung beißen und gebissen werden, waren
ja bereits in den zurückliegenden Wochen nach und nach durchgesickert. Insofern gab es dahingehend auch kaum noch größere Überraschungen.
So hatten es die berühmten Alsterspatzen bereits seit längerem von den Dächern gepfiffen, dass Thomas Borchert, statt in Wien den Kaiserinnenmörder
Lucheni zu mimen, in die Rolle des Grafen schlüpfen und Felix Martin ihn als Alternate vertreten würde. Auch was die Besetzung der schönen Wirtstochter
Sarah anbelangt, war die Entscheidung schon vor geraumer Zeit getroffen worden. Regisseur Roman Polanski hatte dabei seine erklärte Favoritin
durchsetzen können: De 22-jährige Jessica Kessler aus Dinslaken/Duisburg rückt durch diese Wahl endgültig in die erste Musical-Liga auf.
Bewährte Kräfte Auffallend ist, das die Verantwortlichen auf viele
bewährte Kräfte setzen, die bereits aus Stuttgart her einschlägige Biss-Erfahrungen mitbringen. So wird es in der Neuen Flora ein Wiedersehen mit vielen alten
Bekannten geben. Dazu zählt beispielsweise auch „Ur-Professor“ Werner Bauer, der als schrulliger Gelehrter Ambronsius im Schwäbischen bereits zu
den Ensemblemitgliedern der ersten Stunde zählte und den büchervernarrten Königsberger auch schon in Wien gespielt hatte. Mit dem Schweden Frederick
Wickerts als Alfred ist ebenfalls ein „Export“ aus Stuttgart mit ihm Boot. Gleiches gilt für Jan Merchant als Frau Wirtin. Als Chagalls bessere Hälfte hatte die
US-Amerikanerin bereits im Apollo-Theater auf der Bühne gestanden.
Ein Urgestein als Kneipenwirt Norbert Kohler, die vampirische Vielzweck-Waffe
aus dem SI-Centrum, wird in der Stresemannstraße als schwuler Grafen-Filius zu sehen sein. Den hatte er bereits am Neckar gegeben, aber ebenso in den
Rollen des Professors und seines Assistenten Alfred eine gute Figur gemacht. Das gilt auch für Stefan Büdenbender als buckliges Grafen-Faktotum
Koukol. Neu hinterm Tresen von Transsylvaniens verkappten „Grand-Hotel“ ist Jerzy Jeske als Chagall. Der Pole gehört hierzulande zu den musical
-ischen Urgesteinen (Phantom der Oper, Jean Valjean in „Les-Miz“ usw.). Die Schwedin Anna Thorén schließlich übernimmt als Erstbesetzung den
Part der Magda.
Vorschusslorbeeren vom „Chefe“
Jetzt hat die hanseatische Blutsauger-Society noch rund 50 Tage Zeit, sich auf den Tanz einzustimmen. Bis
zur Premiere am 7. Dezember wird die international besetzte 46-köpfige Cast unter der Fuchtel von
Zuchtmeister Roman Polanski täglich proben. Doch der „Chefe“ hat bereits mit Vorschusslorbeeren um
sich geworfen: „Ich bin sehr glücklich, mit dieser fantastischen Besetzung zusammenarbeiten zu können“.
Welche Veränderungen die Besucher hier gegenüber der Stuttgart Vorläuferinszenierung wohl erwarten? Abwarten und Knoblauch essen!
©by Jürgen Heimann
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Quicklebendige Untote zwischen Blutrausch und
morbider Erotik Darf’s ein ein Biss(chen) mehr sein? In Hamburg legen die Vampire noch einen Zahn zu
Neben dem (und an der Hand des) stattlichen Grafen wirkte der
Meister wie der Bub, der mit seinem Papa Weihnachtsshopping bei Karstadt macht. Der lang anhaltende
Schlussbeifall in der Neuen Flora galt natürlich nicht nur dem Star-Regisseur, sondern vor allem dem
Ensemble, das ersterer, Komplimente verteilend, vor der Show als beste Cast, die jemals bei „Tanz der
Vampire“ auf einer Bühne agiert hätte, bezeichnet hatte. (Wie das wohl auf die Vampire i.R. aus Stuttgart
wirken muss?) Roman Polanski tat dies in seiner Muttersprache, weil, wie er einräumte, sein Deutsch
kaum dazu ausreiche, in einem Lokal eine Portion Tafelspitz zu ordern. Dafür hat der cineastische Ur
-Alfred andere Stärken, und die offenbaren sich seit dem 7. Dezember in Hamburg. „Nightmare on Stresemann-Street“. Dort, wo vor wenigen Wochen die „Titanic“ unterging, hat Transsylvanien nach Wien
und Stuttgart ein neues Konsulat eröffnet. Am 7. Dezember erfolgte daselbst die feierliche Einweihung,
Premiere genannt. Rund 2000 Gäste applaudierten stehend. Graf Krolock und sein Gefolge haben, so zeigte sich, nach ihrem Umzug nicht an Biss verloren.
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Da läuft dem
ollen Krolock das Wasser im Mund zusammen: Guten Apetitt! Thomas Borchert und Jessica Kessler füllen ihre Rollen als Vampirgraf und
Sarah in Hamburg mit großer Virtuosität und intensivem Spiel aus. Fotos: Stage Holding
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Als Vampirjäger zwei „alte“ Hasen. Werner
Bauer als schrulliger Professor Ambronsius und Fredrick Wickert als sein Assistent Alfred.
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Als lüstern-schmieriger Kneipier Chagal steht Jerzy
Jeske im „ersten Haus am Platze“ hinterm Tresen – und zeigt Biss. Im Hintergrund Anna Thorén als Magda.
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Die junge Jessica Kessler macht als kesse Wirtstochter
eine hervorragende Figur. Für die Newcomerin ist dies die Chance ihres Lebens – und sie nutzt sie.
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Nein, es ist eigentlich keine neue Inszenierung. Sie kommt, von einigen marginalen Retuschen abgesehen, gegenüber Stuttgart
nahezu identisch daher – wirkt aber, vor allem im ersten Akt, noch etwas straffer, temporeicher und dichter als vorher. Die
Bühne des Hauses ist etwas breiter, die Musik ertönt ein klein wenig rockiger, und ein paar zusätzliche Videoprojektionen (für
selbige und das gewohnt prächtige, detailfrohe Bühnenbild zeichnet William Dudley verantwortlich) sind ebenfalls hinzugekommen, besonders was den Blick auf das
sagenumwobene Schloss anbelangt. Schön passen da auch die Fledermausschwärme ins stimmige Bild, während die Wölfe nicht
mehr nur durch Lichtpunkte angedeutet werden. Dass sie gegen Ende des Grafen buckligen Adlatus Koukol zum Frühstück bzw.
zur Vesper verspeisen, wirkt viel plastischer. Passionierte TdV-Wiedergänger werden bemerken, dass die
Sequenz der „Roten Stiefel/“Stärker als wir sind“ noch um einiges intensiver und bombastischer ausfällt und an der grandiosen
Alptraumszene sowieso ihre helle Freude haben. Auch scheint das Lichtdesign (Hugh Vanstone) noch einmal überarbeitet worden zu
sein. Es ist, wie die Tonführung auch, knapp und präzise, während die Textverständlichkeit auch in den großen Ensemblenummern
hervorragend ist, was heuer ja nicht als selbstverständlich hingenommen werden kann. Aber ansonsten ist, Choreografie
(Dennis Callahan) inklusive, alles beim Alten geblieben. Gott sei Dank, sagen die Fans aufatmend. Im Vorfeld waren schon die
wildesten Gerüchte darüber zirkuliert. Davon abgesehen: Die Gefahr, dass dieses Stück derart verhunzt werden würde wie
unlängst am Broadway, bestand sowieso von Anfang an eher nicht. Das hätten Polanski und Autor Michael Kunze auch nicht
mit sich und ihrem Erfolgsbaby machen lassen.
Blutkonserven für die kühlen Hanseaten Jetzt stellt sich zunächst nur die Frage, ob auch die Hanseaten
anbeißen werden und in welchem Ausmaß die Besucher aus dem nicht gerade kleinen norddeutschen Umfeld herbeiströmen. Dass
die Stage Holding der deutschen Musicalhauptstadt an der Alster damit nach dem Löwenkönig und „Mamma Mia“ ein weiteres
Magnet beschert hat, steht aber außer Frage. Und ein solch vorzeitiges Ende wie unlängst dem Luxusdampfer T. wird der
opulenten Produktion wohl auch nicht ereilen. Dafür hat sie ganz einfach zu viel Potenzial. Sie besticht vor allem (aber nicht nur) durch eine eingängige,
abwechslungsreiche, zwischen wucherndem, treibenden Bombast-Rock und einschmeichelnden Popballaden angesiedelte Partitur
aus Jim Steinmans Trickkiste. Der „Wagner des Rock“ hat damit eines der besten und bis heute unerreichten Beispiele für den
gelungenen Einsatz von symphonischem Rock-Pop auf einer Theaterbühne geliefert. Und die Show macht Neubesucher wie
Wiederholungstäter andererseits durch ihre rasante Abfolge pompöser Szenenfolgen in nahezu filmischer Dichte Staunen.
Damit hatte Polanski schon bei der Welt-Uraufführung 1997 in Wien neue Maßstäbe gesetzt.
Wie in einem Musikvideo
Verstärkt wird dieser Eindruck durch Dennis Callahans packende und kreative Choreografie, die der in modernen Musikvideos
nachempfunden scheint. Ganz zu schweigen von den aufwändigen, fantasievollen und üppigen Kostümen Sue Blanes und der mal
poetischen, dann wieder direkten und simplen Sprache eines Michael Kunze. Und das Ganze ist verdammt spritzig und witzig,
comedyhaft und gruselig zugleich. Wer die gleichnamigen Horrorfilm-Parodie aus dem Jahre 1967, die kürzlich in der x-ten
Wiederholung über die deutsche TV-Mattscheiben flimmerte, mochte, wird das Musical lieben – aber nicht nur der.
Das 47 Künstler umfassende Ensemble (33 Darsteller stehen pro Vorstellung auf der Bühne) rekrutiert sich aus alten Vampir-Hasen
und Neu-Blutsaugern. Sowohl Werner Bauer als tattrig-verschrobener Vampirjäger-Professor Ambronsius als auch sein
schüchterner und über beide Ohren verknallter Assistent Alfred (Fredrik Wickerts) waren als solche bereits in Stuttgart mit von
der turbulent-komischen Partie, ebenso Jan Merchant als resolute Wirtsfrau Rebecca, Anna Thorén (Magda), Nobert Kohler als
schwuler Grafen-Filius Herbert sowie Stefan Büdenbender als buckelig-hässlicher Grafen-Hiwi Koukol. Bauer hatte den
versponnenen Gelehrten ja sogar schon in Wien so unnachahmlich gemimt, während Wickerts in und mit der Alfred-Rolle seit seinen
schwäbischen Tagen noch gewachsen ist. Ein versiertes Team, das den Anforderungen erwartungsgemäß sowohl schauspielerisch, als auch gesanglich gerecht wurde.
Auf der sicheren Seite
Mit diesen Besetzungen durften sich die Verantwortlichen von Anfang an auf der sicheren Seite wähnen. Richtig spannend wurde
es angesichts der Frage, wie, mit welchem Gespür und mit welcher Intensität sich der neue Krolock in das Bild einfügen
würde. Als solcher hat Kevin Tarte, der ja jetzt auf der 42. Straße als Broadwayproduzent Julian Marsh ganz andere Seiten
aufblättert, zumindest in Punkto Bühnenpräsenz nicht gerade kleine Fußspuren hinterlassen. Für Künstler vom Schlage eines
Thomas Borchert natürlich eine echte Herausforderung. Aber der Mann hat es drauf, keine Frage. Das wird allerspätestens bei der
mit viel Pathos und melancholischer Tragik interpretierten „Gier“ deutlich, die Nagelprobe für jeden Krolock-Darsteller schlechthin.
Auch wenn viele es nicht gerne hören, Borchert ist nicht allzu weit vom nach wie vor unerreichten Vorbild aller Vampir-Grafen, dem seligen Steve Barton, entfernt.
Hut ab vor dem Grafen
Mit seinem beachtlichen Stimmvolumen tut er allen Facetten dieser anspruchsvollen Rolle Genüge. Das
zeigt sich bei den sanften Tönen ebenso wie bei den aggressiv-animalischen Gefühlsausbrüchen. Vielleicht
ist er hier und da in Auftritt und Gehabe noch ein klein wenig distanziert; es scheint noch etwas an
emotionaler Tiefe, an majestätischer, würdevoller Dominanz zu fehlen, was ihm jedoch angesichts des
Umstandes, dass er sich diesen Part in kürzester Zeit völlig neu erarbeitet hat, nicht angekreidet werden
sollte. Borcherts vokale, mit Gespür eingesetzte Variationsbreite und Kraft machen das mehr als wett –
und wenn er sich richtig warmgelaufen hat, ist er ein bissig-erotischer „Fürst der Dunkelheit“ wie aus dem
Bilderbuch. Und auf den Alternate, Felix Martin, darf man erst recht gespannt sein.
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Die Untoten
verlassen ihre Gräber, um der Einladung zum Mitternachtsball zu Folge. Die Szene, in der der die tonnenschwere Friedhofkonstruktion
von der Decke schwebt, ist einfach spektakulär.
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Jessica Kessler weiß ihre Chance zu nutzen Die angenehmste Überraschung der Inszenierung heißt jedoch Jessica Kessler. Die junge Frau besticht
durch unbefangene Virtuosität und verleiht der Figur der Sarah viel jugendliche Frische, Unverbrauchtheit
und Charme. Sie harmoniert stimmlich sowohl mit Borchert wie auch in den lyrischen Pop-Duetten mit Fredrick Wickerts bestens. Obwohl die Dinslakenerin schon bei Mozart, Titanic (und ganz kurz) bei „Les Misérables” (in Berlin) auf den Brettern stand, ist sie doch noch eine Newcomerin, aber eine, der nicht
wenige eine große Zukunft voraussagen. Die Sarah-Rolle dürfte der entscheidende Durchbruch für sie werden.
Als Chagalls liebreizendes Töchterchen und von Vati überbeschütztes, neugieriges Nympchen auf der
Suche nach der Freiheit dort draußen macht die 23-Jährige eine hervorragend Figur. Sie galt von Anfang
an als Roman Polanskis Wunschkandidatin für diese Rolle. Spätestens seit der Premiere wird klar, warum
. Jessica Kessler begreift diese auch Chance ihres Lebens – und man merkt das.
Und ihr Bühnen-Papa, der jüdische Kneipenwirt Chagal, der sie einsperrt und ihr den Po versohlt, eher er
, auf der Suche nach ihr, selbst vom Watz, nee, pardon, vom Vampir gebissen und zu eben einem solchen
wird, ihn verkörpert in Hamburg Jerzy Jeske. In der Neuen Flora geisterte der stimmgewaltige Pole einst
als Phantom der Oper durch die Katakomben – insofern ist der intime-bissige Nahkampf mit
Lieblingsmagd Magda im Sarg eine völlig neue Erfahrung. Jeske ist kein James Sbano, der Ur-Vater aller
transsylvanischen Hotel-Manager, aber er gibt dem kauzigen Charakter des lüstern-schmierigen Kneipiers
doch wesentlich mehr Format, als dies zuletzt in Stuttgart der Fall war.
Überzeugende Ensembleleistung
Das Lob des Zuchtmeisters im Ohr, lieferte die hochkarätige Cast am Premierenabend eine durchgehend
packende und geschlossene Ensembleleistung ab. Die geballte Promi-Macht honorierte dies, wie schon
das Publikum bei den vorangegangenen Previews, mit minutenlangem Applaus. Aber den gibt es bei
solchen Anlässen ja immer, oder doch zumindest meistens. Trotzdem wird TdV auch bei den angeblich
kühleren Hanseaten den Musical-Tourismus weiter ankurbeln und die Begeisterung hervorrufen, die es
verdient. Denn das Stück ist nun einmal aus dem Stoff, aus dem Kult entsteht (und schon entstanden ist) –
ob das nun einigen neunmalschlauen Kulturkritikern ins konservativ-puristische Weltbild passt oder nicht.
Aber auf die hört das Publikum zum Glück ja sowie so nicht.
©by Jürgen Heimann
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Der Meister sonnt sich im Applaus: Roman Polanski
(Mitte) nimmt an der Hand von Thomas Borchert (links) und Jessica Kessler (rechts) den Beifall des begeisterten Publikums entgegen.
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Nach über 800 Vorstellungen im Theater Neue Flora Das Musical TANZ DER VAMPIRE verabschiedete sich aus Hamburg
Am 22.01.06 ging die Spielzeit von Tanz der Vampire in Hamburg zu
Ende – Fans feierten noch einmal ihre Stars – Die neue Produktion Dirty Dancing – Das Original Live On Stage feiert am 26. März 2006
seine Europapremiere
„Wir werden den tollen Applaus, den frenetischen Jubel und die
allabendlichen Standing Ovations sehr vermissen. Hamburg war ein
tolles Publikum“, so Roman Polanski zur letzten Vorstellung. Gemeinsam mit den Darstellern von Tanz der
Vampire verabschiedete sich der Regisseur und Oscar-Preisträger vom Hamburger Publikum. Seit dem
Besuch des einmillionsten Zuschauers am 27. November 2005 haben in den letzten zwei Monaten weitere
100.000 Besucher das Musical in täglich ausverkauften Vorstellungen gesehen. Zusammen mit den
Spielorten in Wien und Stuttgart haben über 4,1 Millionen Menschen Tanz der Vampire besucht.
Die Fans organisierten für die Derniere viele Aktionen. So verfassten sie einen Fanbrief, der mit über 40
Metern Länge gestern im Foyer des Theaters aushing. Ausserdem verteilten sie über 1000 rote Rosen im
Saal, die dann zum Schlussapplaus auf die Bühne regneten. Als Abschluss sangen sie gemeinsam mit den
knapp 2000 Zuschauern ein Abschiedslied, das sie extra für diesem Abend getextet hatten.
Die Produktion der Stage Entertainment feierte am 7. Dezember 2003 Premiere in Hamburg. In 812
Vorstellungen wurden 2123 Blutbeutel aufgebraucht, um die perfekte Illusion eines Halsbisses herzustellen
. Die Maskenabteilung verbrauchte rund 1.600 künstliche Fingernägel, über 60 Tuben Sekundenkleber
und 46 Flaschen Nagellack für die langen und knochigen Vampirhände.
Nachdem die letzten Gäste die Neue Flora verlassen hatten, startete direkt der Theaterumbau. Damit der Zuschauer bei Dirty Dancing – Das Original Live On Stage hautnah das Geschehen erlebt, wird die Bühne
bis in den Zuschauerraum vergrößert. Dafür wird zuvor der gesamte Bühnenbereich entkernt. Ende Januar
beginnt der Einbau des neuen Bühnenbilds. Am 1. Februar 2006 wird die gesamte Cast der Öffentlichkeit präsentiert und die Proben beginnen.
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Roman Polanski präsentiert seine Berliner
Vampire "TANZ DER VAMPIRE - Das Grusical" - Probenbeginn im Theater des Westens mit
Thomas Borchert, Lucy Scherer und Alexander Klaws
Jetzt wird es bissig in Berlin, die Vampire sind da!
Roman Polanski gab heute persönlich den Startschuss für die Proben zu "TANZ DER VAMPIRE - Das Grusical". Nach wochenlangen
Auditions steht die Besetzung für Berlins neues Musical endgültig fest, Hauptstadtpremiere ist am 10. Dezember im Theater des Westens.
Am Mittag begrüßten der Oscar-Preisträger und sein Kreativteam die 39 Darsteller in Berlin und stellten
sie der Öffentlichkeit vor. Das Team wird in den kommenden Wochen bis zur Premiere im Theater des Westens und in den Filmstudios Babelsberg
proben, wo die Kulissen für "TANZ DER VAMPIRE - Das Grusical" entstehen.
"Mein erster Berlin-Besuch liegt viele Jahre zurück.
Damals lag die Stadt noch in Ruinen. Nach langer Zeit kam ich dann zurück, als ich in Babelsberg ,Der
Pianist' drehte," so Polanski. "Berlin war so unglaublich inspirierend für mich, vor allem die vielen
jungen Leute. Berlin ist der beste Ort für Künstler, Kultur oder Architektur. Und natürlich für das Theater.
Ich liebe das Theater des Westens, und es ist die beste Bühne, um das Stück zu zeigen."
Polanski zeigte sich begeistert von der neuen Berliner Cast. "TANZ DER VAMPIRE adäquat zu
besetzen war sehr schwierig. Zunächst braucht man Top-Sänger auf der Bühne, und ebensolche
Schauspieler. Im Stück gibt es richtig originelle Charaktere. Die Darsteller brauchen einen besonderen
Sinn für Humor, denn es handelt sich ja um eine Komödie," sagte Polanski an seinem ersten Probentag in der Hauptstadt.
Musicalstar Thomas Borchert als Graf von Krolock, Alexander Klaws debütiert als Alfred
Der in Hamburg aufgewachsene Thomas Borchert spielt den Grafen von Krolock und wird zum ersten
Mal in Berlin auf der Bühne zu sehen sein. Borchert begeisterte bereits in Hamburg als Krolock und auch in der Titelrolle von DAS PHANTOM DER OPER 2005 im Ruhrgebiet. Die Rolle der Sarah wird von
Lucy Scherer gespielt. Lucy studierte an der Berliner Universität der Künste, die Rolle in TANZ DER
VAMPIRE wird ihr erstes großes Engagement sein. Veit Schäfermeier aus Westfalen spielt den
Vampirjäger Professor Abronsius. Sein Assistent Alfred wird von Alexander Klaws (23) dargestellt. Mit
dieser Rolle gibt Klaws sein Bühnendebüt und tritt in die Fussstapfen von Roman Polanski, der die Rolle
1967 im gleichnamigen Film verkörperte. Klaws absolvierte mehrere Lehrgänge an der JOOP VAN
DEN ENDE ACADEMY in Hamburg und ließ sich in Gesang, Tanz und Schauspiel ausbilden.
Der Norweger Haldor Laegreid spielt Herbert, den Sohn des Vampirgrafen. Mit der Rolle des Wirtes
Chagal kehrt Ulrich Wiggers wieder an das Theater des Westens zurück. Seine Frau Rebecca wird von
Maike Katrin Schmidt dargestellt. Katja Berg aus Gera verkörpert Magda, Stefan Büdenbender ist Koukol.
Das Bühnenstück basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1967, in dem Roman Polanski Regie
führte. Der berühmte Vampirjäger Professor Abronsius verfolgt mit seinem jungen Assistenten Alfred im
geheimnisvollen Transsylvanien die Spur der Untoten. Auf der Suche nach dem Schloss des Vampirgrafen
von Krolock nehmen die Ereignisse ihren Lauf: Der besondere Reiz von Polanskis Inszenierung liegt in der Balance zwischen Grusel und Komik.
Halloween-Monat Oktober ganz im Zeichen der Vampire
Die Halloween-Festivitäten – ein großer Spaß für Groß und Klein
- werden auch bei uns Jahr für Jahr populärer. Gruselige Gestalten machen am 31.10. die Straßen „unsicher“.
Kein Wunder, dass der Halloween-Monat Oktober somit auch im Berliner Erfolgs-Musical „Tanz der Vampire“ eine wichtige und
interessante „Rolle“ spielt: Kehrt nicht nur der Chefvampir Thomas Borchert nach gelungenem Abstecher bei der erfolgreichen „Best Of Musical
Gala“ sowie der Weltpremiere des Musicals „Dracula“ zur Bühne des Theater des Westens zurück!
Für alle Halloween- und Vampir-Fans und die, die es noch
werden wollen, bietet der Monat Oktober ein ganz besonderes „schaurig-schönes“ Halloween-Angebot:
Ab sofort können Sie 20,- € bei allen Tickets der Preiskategorien 1+2 sparen. Dieses “Halloween
-Special“ ist buchbar bis zum 05.11. und gilt für alle Shows bis Ende Januar (außer KW 52). Vergessen
sie nicht das Stichwort "Halloween". Aber damit nicht genug: Ebenfalls neu in der Darsteller-Riege sind
der Vampirjäger Professor Abronsius - gespielt von Jens Janke - sowie Katrin Löbbert. Die junge
Darstellerin ist künftig an der Seite von Alexander Klaws als Wirtstochter Sarah zu sehen.
Der Vorverkauf ist eröffnet - Tickets für TANZ DER VAMPIRE 2010 in Stuttgart hier!
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Neues Musical für Oberhausen: TANZ DER VAMPIRE
ab Herbst im Metronom Theater Premiere im November 2008 - Spielzeit ist bis September 2009
begrenzt - Parodie aufs Vampirgenre mit viel Biss und Humor -
Vorverkauf für TANZ DER VAMPIRE in Oberhausen ist ab sofort eröffnet!
Das Musical TANZ DER VAMPIRE wird im November 2008
Premiere im Oberhausener Metronom Theater am CentrO feiern. Für Oberhausen ist eine Spielzeit von zehn Monaten vorgesehen.
TANZ DER VAMPIRE zählt zu den beliebtesten Musicals im deutschsprachigen Raum. Bereits mehr als 5 Millionen Zuschauer
haben sich weltweit von den Vampiren beißen lassen. Inzwischen reicht das Renommé der Produktion von Europa bis nach Asien.
TANZ DER VAMPIRE bietet eine herrlich amüsante Parodie auf
das Vampirgenre, die den Zuschauer ins geheimnisumwobene Transsilvanien führt. Dabei liefern skurrile
Charaktere, charismatische Nachtgestalten und kuriose Geschehnisse eine Mischung aus Gänsehaut und
Spannung. Der berühmte Vampirjäger Professor Abronsius verfolgt mit seinem jungen Assistenten Alfred
im geheimnisvollen Transsilvanien die Spur der Untoten. Auf der Suche nach dem Schloss des
Vampirgrafen von Krolock nehmen die Ereignisse ihren Lauf: Von nun an wird getanzt, geliebt und
natürlich gebissen. Das Musical mit seinen rockig-gefühlvollen Balladen von Jim Steinman, furiosen
Tanzszenen, spektakulären Bühnenbildern und bissigen Dialogen geniesst inzwischen Kultstatus.
Basierend auf Polanskis Kultfilm 'The Fearless Vampire Killers' um den Grafen von Krolock, feierte die
Show aus dem Reich der Blutsauger unter der Regie von Oscar-Preisträger Roman Polanski seine
Uraufführung in Wien. Er legte bei der Bühnenadaption größten Wert auf die Nähe zum grundlegenden
Charakter seines Films. Die Musik komponierte Bombast-Rocker Jim Steinman. Mit seinen zum Teil
opernhaft orchestrierten, dramatischen Hits für Meat Loaf und Bonnie Tyler schrieb er Rockgeschichte.
Buch- und Liedtexte stammen von Michael Kunze, der mit seinem Musical ELISABETH schon Triumphe im Ruhrgebiet feierte.
Der Vorverkauf für TANZ DER VAMPIRE im Oberhausener Metronom Theater am CentrO hat begonnen. Direkt im Anschluss an die letzte Show der BLUE MAN GROUP am 4. Oktober beginnt eine
aufwändige Umbauphase, damit im November die glanzvolle Premiere vom TANZ DER VAMPIRE über die Bühne geht.
Der Vorverkauf für TANZ DER VAMPIRE in Oberhausen ist eröffnet!
Alles zum Thema Tanz der Vampire auch bei Sound Of Music!
©by Stephan Drewianka
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