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[Essen] [Schwäbisch Gmünd]

Technische Daten:
Original Besetzung: Astrid Kropp, Christina Clark, Peter Bording, Andreas Wolfram, Petter Bjällö, Guildo Horn
Aalto-Theater, Essen
Musik: Cole Porter
Texte: Cole Porter (deutsch von Günther Neumann)
Buch: Samuel und Bella Spewack
Aufführungsdauer: ca. 160 min.
Aufführungen: 16. Oktober - 6. Juli 2005

Gangster Guildo Horn überfällt in „Kiss me, Kate“ die Aalto-Oper

Wer bei Guildo Horn nur an Schlager und Nussecken denkt, hat sich getäuscht. Und wer das renommierte Aalto-Theater Essen nur mit Wagner, Strauss und Mozart in Verbindung bringt, muss sich ebenfalls eines Besseren belehren lassen. Denn seit Oktober 2004 heißt es mit Cole Porters „Kiss me, Kate“ wieder Musicaltime am Aalto-Theater. Und mit von der Partie ist Guildo Horn als Gangster.
Das Musical aus dem Jahr 1948 ist eines der Beliebtesten überhaupt. Viele der Songs, darunter so bekannte Ohrwürmer wie "Premierenfieber", "Wunderbar" oder auch "Schlag nach bei Shakespeare" (in Essen von Guildo in seiner Rolle als Ganove gesungen), wurden zu Hits. “Kiss me, Kate” wurde als Musical auf der Broadway-Bühne über 1000 Mal gespielt. Ein in der damaligen Zeit riesiger Erfolg!
„Kiss me, Kate“, das bedeutet Geschlechterkampf hinter und auf der Bühne – ein unterhaltsames Spiel über Liebe und Eifersucht, Business, Macht und Show.

Der amerikanische Komponist Cole Porter, dessen Todestag sich am 15. Oktober zum vierzigsten Mal jährt, gilt als einer der erfolgreichsten Revuekomponisten am Broadway. Neben seinen Musicals schrieb er auch zahlreiche Filmmusiken. „Kiss me, Kate“, eines seiner bekanntesten Werke, war einer der Wegbereiter des Genres in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Es entstand in den 1940er Jahren gemeinsam mit dem Ehepaar Spewack und basiert auf der Shakespeare-Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“.
Kern der Handlung sind persönliche Befindlichkeiten, Verhältnisse und Vorgänge, die vor und während der Aufführung einer musikalischen Fassung von Shakespeares Stück auf und hinter der Bühne stattfinden. Jedoch verwischen die Grenzen im Laufe des Abends. „Das ist auch aus meiner Sicht das Interessante am Stück“, so der Regisseur Wolfgang Gruber, der das Musical im Uraufführungsjahr (1948) ansiedelt.

Die Essener „Kate“-Produktion greift auf eine musikalische Fassung zurück, die 1999 für eine Broadway-Show erarbeitet wurde und das Jazzelement stärker betont. Bis auf drei Ausnahmen, u. a. die Openings, wird das Musical in deutscher Sprache präsentiert.
Die Inszenierung dieses Klassikers übernimmt der junge Regisseur und Aalto-Abendspielleiter Wolfgang Gruber. Sein Namensvetter Manfred Gruber, Ausstattungsdirektor der TUP, gestaltet das Bühnenbild und die Kostüme.
Als Musicalspezialisten wurden Paul Kribbe und James de Groot (Choreographie) engagiert, die ebenso wie der musikalische Leiter Heribert Feckler seit vielen Jahren überaus erfolgreich innerhalb dieses Genres wirken und u.a. am Capitol-Theater in Düsseldorf mehrere Produktionen erarbeitet haben.
In den Hauptpartien sind die Aalto-Ensemblemitglieder Astrid Kropp (Lilli/Katharina), Christina Clark (Lois/Bianca) und Peter Bording (Fred/Petruchio) zu erleben sowie als Gäste Andreas Wolfram und Petter Bjällö (Bill/Lucentio). Als Special-Guest wurde Guildo Horn engagiert, der gemeinsam mit dem Schauspieler Peter Maria Anselstetter als Gangster auf der Aalto-Bühne stehen wird.

Schlag´ nach bei Shakespeare

Fred Graham und Lilli Vanessi sind ein geschiedenes Ehepaar und spielen gemeinsam in der bekannten Shakespeare-Komödie “Der Widerspenstigen Zähmung” die Rollen des Petrutio und der Katharina. Beide haben zwar mittlerweile die Fühler nach anderen Partnern ausgestreckt, doch in der Garderobe schwelgen sie noch in “wunderbar” alten Erinnerungen. Fred hat sich in die junge Schauspielerin Lois Lane verguckt, die im Stück die Bianca spielt, und ihr ein Blumenpräsent geschickt, das versehentlich bei Lilli abgeliefert wird. Als diese den Irrtum bemerkt, lässt sie ihrer Wut auf Fred auf offener Bühne freien Lauf, ist als Kätchen widerspenstiger als es die Rolle erlaubt und will am liebsten gar nicht mehr weiterspielen. Doch einfach die Forke ins Heu zu werfen, erweist sich als schwieriger als geglaubt, denn sie wird von zwei Gangstern gezwungen, die Vorstellung zu Ende zu spielen. Die Gangster wurden eigentlich geschickt, um die Spielschulden von Ensemblemitglied Bill Callhoun, Lois Lanes derzeitigem Freund, einzutreiben, der sich beim Pokern als Fred Graham ausgegeben hatte. Fred erkennt sofort die gefälschte Unterschrift auf dem Schuldschein, sieht in der Gangsterbedrohung aber die Chance, sein Stück zu retten, indem er vorgibt, nur dann seine Schulden einlösen zu können, wenn er die Einnahmen der Show nicht an das Publikum zurückgeben muss. Und so zwingen die Gangster mit Waffengewalt Lilli erneut auf die Bühne und bewachen diese sogar während der Show als Statisten. Natürlich spielt Lilli daraufhin ihre Katharina mit noch mehr Wut - was dem Publikum gefällt. Obwohl den Gangstern ihr Spiel auf der Bühne sichtlich Spass macht, brechen sie ihre Überwachung sofort ab, als sie erfahren, dass ihr Auftraggeber von einem Rivalen liquidiert worden ist. Lilli ist frei und packt auf der Stelle ihre sieben Sachen, um zu ihrem verlobten, einem einflussreichen Millionär aus Washington zu fliehen. Fred will Lilli noch davon überzeugen, wie langweilig ihr zukünftiges Leben als brave Politikergattin sein wird, doch es nützt nichts: Lilli verlässt Theater und Ex -Ehemann. Fred geht auf die Bühne und will dem Publikum erklären, dass er sein Kätchen nun doch nicht heiraten wird, da stürmt Lilli im Kostüm in die Arme ihres Ex-Ehemanns zurück: die Widerspenstige ist gezähmt.

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Selten wird im traditionellen Opernhaus des Aalto-Theaters in Essen ein Musical gespielt und natürlich ist das Ensemble des Theater eher auf klassische Werke getrimmt. Cole Porters Musik mit Stücken wie “Wunderbar”, “Too Darn Hot”, “So In Love” und “Brush Up Your Shakespeare” kann die Brücke zwischen klassischer Oper und seichtem Musicalgeplänkel perfekt schliessen. Gerade den beiden Hauptdarstellern Astrid Kropp als Lilli/Katherina und Peter Bording aus Fred/Petrutio hört man stimmlich die klassische Ausbildung an, die nicht immer perfekt mit der jazzigen Partitur Porters harmonieren will. Zudem erschallt die herrliche Musik dermassen imposant aus dem Orchestergraben, dass die Mikroport verstärkten Stimmen der Darsteller keine Chance gegen die Instrumente haben - hier muss bei der Abmischung des Tons noch dringend nachgebessert werden! Unverständlich auch der Entschluss, drei Songs im Englischen Original zu spielen, während alle anderen Stücke in der durchaus passablen deutschen Übersetzung von Günther Neumann erklingen. Gerade beim entscheidenden Finale fehlten mit den englischen Textzeilen dem älteren Publikum der inhaltliche Zusammenhang - schade.

Ansonsten erwartet den Zuschauer jedoch ein farbenprächtiges Spektakel mit aufwendigen Kostümen in opulenter Kulisse - die Drehbühne verknüpft das Spiel auf der fiktiven Theaterbühne unkompliziert mit dem turbulenten Geschehen hinter den Kulissen. Auf hohem Niveau auch die Choreographie von Paul Kribbe und James de Groot, die nicht nur das Ballettensemble, sondern auch die Hauptdarsteller tänzerisch zu einer Einheit verschweissen.
Als Special-Guest und Publikumsmagneten präsentiert das Aaloto-Theater Guildo Horn in der Rolle eines Gangsters. Sicherlich zieht es einige Guildo-Fans daraufhin ins Essener Opernhaus, doch sie werden ihren Meister eher zurückhaltend und ohne Starallüren brav in einer Nebenrolle erleben. Hier gibt es keine Guildo-spezifischen Gags auch wenn sein einziger Duettsong “Schlag´ nach bei Shakespeare” mit drei Reprisen inkl. Kuhglockenversion vom Publikum begeistert gewürdigt wurde.

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Fazit: Klassische Opernstimmen zu jazzigem Sound mit leichten Abstrichen beim Ton, dafür aber ein Augenschmaus.

©by Stephan Drewianka, Pressetext Aalto Theater, Photos: Bettina Stöß, Stage Picture mit freundlicher Genehmigung des Aalto Theaters, Essen


KissMeKate07[Essen] [Schwäbisch Gmünd]

Kolping-Musiktheater Schwäbisch Gmünd spielt KISS ME, KATE!
Vorhang auf für Broadway und Shakespeare

Unter der Regie von Michael Schaumann und der musikalischen Leitung durch Marcus Englert und Markus Wamsler wird das Kolping-Musiktheater Cole Porters Erfolgsmusical „KISS ME;KATE!“  auf die Bühne bringen.
Cole Porter feierte 1948 mit “Kiss me, Kate!” seinen größten Erfolg. Allein in den USA wurde es mehr als 1000 Mal gespielt und es war das erste Musical überhaupt, das einen Tony-Award erhielt. Mit Liedern wie „Wunderbar“, „Kampf dem Mann“ oder dem bekannten Hit „Schlag nach bei Shakespeare“ und der dramaturgischen Meisterleistung eines „Stücks im Stück“ bezaubert „Kiss me, Kate!“ bis heute die Zuschauer.

Die beiden Schauspieler Lilli Vanessi und Fred Graham, die die Hauptrollen in einer Aufführung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ spielen, sind zwar seit einiger Zeit geschieden, dennoch knistert es immer noch heftig zwischen ihnen. Als Lilli erfährt, dass Fred sich für eine junge Schauspielerin zu interessieren scheint, kocht sie vor Wut. Während der berühmten Szene im Stück Shakespeares, bei der Katharina und Petrucchio das erste Mal aufeinander treffen, kommt es zum Eklat: Lilli lässt ihrem Zorn freien Lauf – mitten auf der Bühne…

Die Bühnendarsteller setzen sich wie gewohnt aus professionellen und semi-professionellen Künstlern sowie aus engagierten Amateuren und Laien zusammen. So wird die weibliche Hauptrolle (Lilli/Kate) von Fawn Arnold gespielt, die noch vor Kurzem im Erfolgsmusical „MAMMA MIA!“ im Stuttgarter SI -Centrum in der weiblichen Hauptrolle als Donna auf der Bühne stand. Siehe www.fawn-arnold.com. Für die männliche Hauptrolle (Fred/Petruchio) konnte der Gmünder Claus Biechele gewonnen werden, der bis zuletzt in der Schweizer Produktion des Musicals „Lucky Stiff“ spielte. Siehe unter www.claus-biechele.de .
Michael Schaumann wird als eleganter Stenz und Spielsüchtiger auf der Bühne stehen, seine kokette Partnerin und die heiratswütige Schwester von Kate wird Miriam Lapini spielen, die in der letztjährigen Produktion des Kolping-Musiktheaters „ANYTHING GOES“ als Gangsterbraut brillierte. Ernst Kittel und Thorsten Hammer werden als Ganoven ihr komödiantisches Talent zum Besten geben, Günter Helle als Vater von Kate und Bianca. In weiteren Rollen werden die Kolpingchorsänger Bernhard Stütz und Michael Bagin und Barbara Weller, sowie Michael Bofinger, Arian Röhrle und andere mitwirken.
Die Musik zum Musical ist geprägt durch den Kolpingchor und die KISS ME, KATE-Bigband. Markus Wamsler ist es gelungen, namhafte Musiker der Gmünder, sowie der Stuttgarter Jazz-Szene für die aktuelle Kolping Produktion zu gewinnen. Die Musik zu „KISS ME, KATE!“ ist sehr abwechslungsreich, eingängig und – passend zur Story – kurzweilig und humorvoll. Lieder wie „Wunderbar“, „Kampf dem Mann“ oder der bekannte Hit „Schlag nach bei Shakespeare“ bezaubern bis heute die Zuschauer.
Vera Braun übernimmt die Choreografie. Das Ballett setzt sich aus Tänzerinnen der Showgruppe des Tanzstudios Vera Braun aus Schwäbisch Gmünd zusammen.
Der Bildhauer Reiner Schmid aus Lindach, der beim letzten Musical „ANYTHING GOES“ mit dem zauberhaften Luxusdampfer überzeugte, zeichnet für das Bühnenbild verantwortlich. Eine anspruchsvolle Aufgabe, gilt es doch, in kurzen Abständen und schnellen szenischen Wechseln zwei Zeitebenen zu bedienen: zum einen das Amerika der 50er Jahre, zum anderen die Darstellung italienischer Städte in der Zeit der Renaissance. Derselben Herausforderung stellt sich Veronica Kahle vom Ulmer Kostümhaus (www.ulmer-kostuemhaus.de),  die für die Kostüme verantwortlich ist. Die Frisörmeisterin Jolanda Firera kümmert sich um passende Frisuren und Teints. Die Gesamtorganisation liegt in den Händen von Ulrike Schwebel.

Dieses Jahr bietet das Kolping-Musiktheater das erste Mal ihren Musicalbesuchern ein KISS ME, KATE! SPECIAL an. 2 Stunden vor jeder Aufführung werden die Besucher auf Ihr ganz persönliches Musical Erlebnis eingestimmt. Während eines festlichen Menüs im Rokokoschlösschen wird Walter Böhnlein, bestens bekannt durch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Schauspieler und Spielleiter des Kolping-Musiktheaters, eine amüsante und informative Einführung in das Stück KISS ME, KATE! geben.

Alles zum Thema Kiss Me Kate bei Sound Of Music.
Tickets für Kiss Me Kate Produktionen in Deutschland!
 

 

 

 

 

 

©by Stephan Drewianka

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